Crypto Prices

New Hampshire lehnt 100 Millionen Dollar Bitcoin-unterstützte Anleihe ab

vor 8 Stunden
2 minuten gelesen
1 ansichten

New Hampshire Exekutivrat lehnt Bitcoin-Anleihe ab

Der Exekutivrat von New Hampshire hat einen Vorschlag abgelehnt, bis zu 100 Millionen Dollar in Bitcoin-unterstützten Einnahmeanleihen auszugeben, die mit dem Bitcoin-Miner CleanSpark verbunden sind. Der fünfköpfige Rat stimmte in seiner Sitzung am 8. Juli mit 3 zu 2 gegen den Plan. Diese Entscheidung blockierte die endgültige staatliche Genehmigung, die erforderlich war, damit die New Hampshire Business Finance Authority mit der Transaktion fortfahren konnte.

Details des Vorschlags

Der Vorschlag sah vor, dass die Business Finance Authority steuerpflichtige Einnahmeanleihen für den NH CleanSpark Borrower Trust 2026-1 ausgibt. Der Kreditnehmer plante, die Erlöse zu verwenden, um einen Bitcoin-Kauf zu finanzieren und Kosten im Zusammenhang mit der Anleiheausgabe zu decken. Der Exekutivrat wies jedoch den Antrag nach einer öffentlichen Anhörung und einer abschließenden Überprüfung zurück. Laut einem Post von Kevin Landrigan, einem Journalisten aus New Hampshire, stimmten drei Ratsmitglieder gegen den Vorschlag, während zwei dafür waren.

„Die Abstimmung beendete, was die Unterstützer als die erste bewertete Bitcoin-unterstützte Anleihe ansahen, die durch eine US-Staatsbehörde ausgegeben werden sollte.“

Die Business Finance Authority hatte die Struktur im November 2025 genehmigt, aber der Deal benötigte noch die Genehmigung des Gouverneurs und des Rates. Unter der vorgeschlagenen Struktur hätte ein privater Kreditnehmer, der mit CleanSpark verbunden ist, etwa 160 Millionen Dollar in Bitcoin als Sicherheiten für Anleihen im Wert von bis zu 100 Millionen Dollar hinterlegt. Die Parteien planten, die Bitcoins in segregierten Wallets zu halten, die von BitGo verwaltet werden. Wenn der Sicherheitenwert unter etwa 140 Millionen Dollar fiel, hätte die Struktur eine Liquidation und Rückzahlung der Anleihen ausgelöst.

Risiken und Bedenken

Die Anleihen waren als beschränkte Rückgriffverpflichtungen konzipiert. Anleiheinhaber konnten nur die Bitcoin-Sicherheiten und die damit verbundenen Erlöse beanspruchen, wenn der Kreditnehmer sie nicht zurückzahlte. Wie zuvor von crypto.news berichtet, hätte der Staat keine Steuermittel, seine allgemeine Kreditwürdigkeit oder andere öffentliche Vermögenswerte für den Deal verpfändet. Gouverneurin Kelly Ayotte unterstützte den Vorschlag und erklärte, die Struktur könnte neue Investitionsmöglichkeiten für New Hampshire schaffen, „ohne staatliche Mittel oder Steuergelder zu riskieren“.

Ratsmitglieder, die gegen den Plan waren, äußerten jedoch Bedenken hinsichtlich der Nutzung einer staatlich verbundenen Behörde für eine Bitcoin-unterstützte Finanzierungsstruktur. Moody’s Ratings vergab den vorgeschlagenen Anleihen im März eine vorläufige Ba2-Bewertung, die unterhalb der Anlagequalität liegt und in die spekulative Kategorie von Moody’s fällt. Die Ratingagentur überprüfte zwei vorgeschlagene steuerpflichtige Anleihenserien mit Fälligkeiten im Jahr 2029. Die Volatilität des Bitcoin-Preises und der Betrieb des Sicherheitenliquidationsprozesses bildeten zentrale Teile der Kreditprüfung. Die Sicherheiten hätten etwa 160 % des ausgegebenen Kapitals dargestellt, was eine Überbesicherung darstellt, die die Anleiheinhaber während Marktrückgängen schützen sollte. Dennoch zeigt eine Ba2-Bewertung, dass Moody’s die Anleihen als mit erheblichem Kreditrisiko behaftet ansah. Diese Bewertung bot keine Garantie gegen Verluste oder verhinderte, dass der Rat die Transaktion ablehnte.

Reaktionen auf die Entscheidung

Der Mehrheitsführer im Repräsentantenhaus von New Hampshire, Keith Ammon, kritisierte die Entscheidung des Rates und nannte sie „eine äußerst kurzsichtige Entscheidung“. Er bat die Mitglieder, den Vorschlag nach Überprüfung weiterer Informationen zu überdenken. Ammon äußerte die Befürchtung, dass die Ablehnung die zukünftigen Gebühreneinnahmen für die Business Finance Authority verringern könnte. Die Behörde hat jedoch keine neue Anhörung oder überarbeitete Version des Anleiheplans angekündigt.

Die Entscheidung erfolgt trotz der breiteren Unterstützung New Hampshires für digitale Vermögenswerte. Wie zuvor von crypto.news berichtet, genehmigte der Staat den ursprünglichen Anleiherahmen im Jahr 2025 und wurde der erste US-Bundesstaat, der eine strategische Kryptowährungsreserve genehmigte. Sein Gesetz erlaubt es dem Staatskämmerer, einen begrenzten Anteil an berechtigten öffentlichen Mitteln in qualifizierte digitale Vermögenswerte zu investieren. Die gescheiterte Anleiheabstimmung hebt dieses Reservengesetz nicht auf; es gilt nur für den mit CleanSpark verbundenen Durchleitungsanleihe-Vorschlag, der dem Exekutivrat vorgelegt wurde.