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Paul Atkins erklärt die USA zur Welt-Hauptstadt der Kryptowährungen, während der Kongress das CLARITY-Gesetz nicht verabschieden kann

vor 10 Stunden
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Einführung

Der Vorsitzende der US Securities and Exchange Commission (SEC), Paul Atkins, hat die Vereinigten Staaten zur Welt-Hauptstadt der Kryptowährungen erklärt und gleichzeitig die Arbeit an den Token Taxonomy-Richtlinien bestätigt. Seine Äußerungen fallen in eine Zeit, in der der Kongress bei der Verabschiedung des Clarity-Gesetzes, das einen regulatorischen Rahmen für digitale Vermögenswerte schaffen soll, ins Stocken geraten ist.

Zusammenarbeit zwischen SEC und CFTC

Atkins, der am 11. Februar vor dem Senatsausschuss für Banken aussagte, erklärte, die SEC arbeite mit der Commodity Futures Trading Commission (CFTC) an „Project Crypto„, um ein einheitliches Klassifizierungssystem für Token zu entwickeln und eine faire Aufsicht zu gewährleisten. Die Version des Clarity-Gesetzes des Senatsausschusses für Banken hat 137 vorgeschlagene Änderungen angezogen, was zu einem legislativen Stillstand geführt hat. Gesetzgeber, Banken und Krypto-Unternehmen sind über mehrere wichtige Bestimmungen gespalten.

Umstrittene Bestimmungen

Besonders umstritten ist Abschnitt 404, das vorgeschlagene Verbot von Stablecoin-Erträgen. Dieser Abschnitt würde Stablecoin-Emittenten verbieten, Zinsen oder Belohnungen anzubieten, es sei denn, diese sind an Transaktionen oder spezifische Belohnungsprogramme gebunden. Traditionelle Banken unterstützen diese Maßnahme, um die Einlagenbasis zu schützen, während Krypto-Unternehmen argumentieren, dass dies die Innovation einschränkt.

Coinbase-CEO Brian Armstrong zog, wie Coinpaper berichtete, seine Unterstützung für das Gesetz zurück und verwies auf den verringerten Wettbewerb. Trotz dieser Meinungsverschiedenheiten betonte Atkins, dass die SEC „bereit sei, einen föderalen Rahmen umzusetzen“, sobald das Gesetz verabschiedet ist, und dass sie „engagiert ist, Innovation zu unterstützen und gleichzeitig die Integrität des Marktes zu gewährleisten.“

Token Taxonomy-Richtlinien

Im Rahmen ihrer Vorbereitungen arbeitet die SEC an formellen Token Taxonomy-Richtlinien, die mit dem Clarity-Gesetz übereinstimmen. Diese Richtlinien werden definieren, wie digitale Vermögenswerte klassifiziert und reguliert werden, insbesondere solche, die nicht klar in die aktuellen Wertpapiergesetze passen. Das Gesetz führt auch den Begriff „nebenläufige Vermögenswerte“ für Token ein, die auf den Bemühungen eines Emittenten basieren, aber keine traditionellen Wertpapiere sind. Kritiker warnen jedoch, dass die SEC trotz dieser Änderungen die endgültige Autorität behalten könnte, was die Rolle der CFTC einschränken würde.

Atkins sprach dies an, indem er erklärte, dass die SEC mit der CFTC zusammenarbeiten werde, um „die Token-Klassifizierung zu koordinieren und zu klären“, um den Markt mit „konstanten föderalen Standards“ zu unterstützen. Änderungen erfordern auch, dass dezentrale Finanzierungsplattformen (DeFi) die Überwachungs- und Aufzeichnungspflichten einhalten, einschließlich der Einhaltung des Bankgeheimnisgesetzes und der obligatorischen Transaktionsüberwachung. Branchenverbände warnen, dass dies die Privatsphäre bedroht und der Regierung zu viel Zugang zu Finanzdaten ermöglichen könnte.

Regulatorische Rahmenbedingungen für Banken

Das Gesetz schlägt zudem vor, dass Banken unter der Aufsicht der Federal Deposit Insurance Corporation (FDIC) und der Office of the Comptroller of the Currency (OCC) Stablecoins ausgeben dürfen, was ihnen klarere regulatorische Wege als Krypto-nativen Unternehmen bietet. Gesetzgeber diskutieren weiterhin, ob dies ungleiche Bedingungen auf dem Markt schafft.

Aktuelle Entwicklungen

In der Zwischenzeit hat der Senatsausschuss für Landwirtschaft das Digital Commodity Intermediaries Act (DCIA) verabschiedet, das einen engeren Rahmen bietet und digitale Waren definiert. Mehrere parteiübergreifende Änderungen zum DCIA scheiterten in früheren Abstimmungen. Nach einem Treffen im Weißen Haus am 10. Februar wurde eine Frist bis zum 1. März gesetzt, um Meinungsverschiedenheiten zu klären und die Formulierung des Clarity-Gesetzes abzuschließen. Der Mehrheitsführer des Senats, John Thune, könnte eine Abstimmung später im Frühjahr ansetzen, wenn ein Konsens im Ausschuss erreicht wird.

Schlussfolgerung

Inmitten dieser Diskussionen und Kritiken hat der Vorsitzende der US SEC, Paul Atkins, die Bereitschaft der Kommission zur Handlung bekräftigt und erklärt:

„Wir werden Anleitung und Unterstützung bieten, während der Kongress einen digitalen Vermögensrahmen für die Zukunft aufbaut.“