Bitcoin vs. Gold: Eine Debatte über wirtschaftliche Energie
In einem aktuellen Beitrag in den sozialen Medien hat der Goldliebhaber Peter Schiff die Vorstellung zurückgewiesen, dass Bitcoin als nicht inflationsanfälliges Ledger zur Speicherung wirtschaftlicher Energie betrachtet werden kann. Schiff reagiert auf die Argumentation von MicroStrategy-CEO Michael Saylor und anderen Bitcoin-Maximalisten, die oft behaupten, Geld sei im Wesentlichen „wirtschaftliche Energie“. Wenn man arbeitet, verbraucht man Energie, und wenn man bezahlt wird, speichert man diese Energie, um sie später zu nutzen.
Saylor argumentiert, dass Fiat-Währungen diese Energie „verlieren“ und Gold schwer zu transportieren ist. Daher wird Bitcoin als „digitale Energie“ betrachtet, die wie eine Batterie funktioniert und Ihre wirtschaftliche Leistung ohne Verlust über die Zeit speichert und nahezu sofort überall übertragen werden kann.
Die Sichtweise von Elon Musk
Der überaus optimistische Saylor und andere Bitcoin-Evangelisten sind nicht allein in ihrer Sichtweise. In einem kürzlichen Podcast-Auftritt beschrieb Tesla-CEO Elon Musk Bitcoin als eine „grundlegende, physikbasierte Währung“, aufgrund seiner intrinsischen Verbindung zum Energieverbrauch. Interessanterweise prognostizierte Musk, dass das Konzept des Geldes selbst schließlich obsolet werden könnte, und stellte sich eine Welt nach der Knappheit vor, die von KI und Robotik angetrieben wird.
Die Argumente von Peter Schiff
Gleichzeitig ist es jedoch wichtig zu beachten, dass man aus einem Bitcoin keinen Strom zurückgewinnen kann. Die Energie, die für das Mining von Bitcoin verwendet wird, wird im Moment der Schaffung verbraucht und ist für immer verloren. Wenn das Stromnetz ausfällt, bietet das Halten von 1 BTC null Watt Energie, was genau den Punkt unterstreicht, den Schiff macht: Bitcoin „speichert“ buchstäblich keine Energie.
Im Vergleich dazu verbraucht auch der Goldabbau massive Mengen an Energie (Diesel, Elektrizität). Schiff argumentiert jedoch, dass dies keine Verschwendung ist, da das Endprodukt ein physisches Metall ist, das für Elektronik, Zahnmedizin, Luft- und Raumfahrt sowie Schmuck benötigt wird. Die Energie wird in eine nützliche industrielle Ware „umgewandelt“.