Einführung
Die Ökonomen des Weißen Hauses haben festgestellt, dass ein Verbot von Kryptowährungsunternehmen, die Stablecoin-Belohnungen anbieten, nur minimale Auswirkungen auf Gemeinschaftsbanken hätte. Laut ihrer Analyse würde die Kreditvergabe lediglich um 0,026 % steigen, trotz der Warnungen der Branche vor katastrophalen Einlagenverlusten. Der Rat der Wirtschaftsberater veröffentlichte am Dienstag eine Analyse, die sich mit der hitzigen Debatte zwischen dem traditionellen Bankwesen und den Befürwortern von Krypto-Ertragsprodukten befasst.
Wirtschaftliche Auswirkungen des Verbots
Laut ihrer wirtschaftlichen Modellierung würde ein Verbot von Stablecoin-Belohnungen die Kreditvergabe der Banken um 2,1 Milliarden Dollar bei Nettowohlfahrtskosten von 800 Millionen Dollar steigern, was einer Erhöhung der Kreditvergabe um 0,02 % entspricht. Gemeinschaftsbanken würden nur 24 % dieser zusätzlichen Kreditvergabe durchführen, was 500 Millionen Dollar entspricht – eine Erhöhung um 0,026 % im Vergleich zu den aktuellen Zahlen. Selbst bei den „schlimmsten Annahmen“, die ein sechsmaliges Wachstum des Stablecoin-Marktes erfordern, stellten die Autoren des Berichts fest, dass Gemeinschaftsbanken nur eine Kreditvergabeerhöhung von 6,7 % oder 129 Milliarden Dollar sehen würden.
Konträre Ansichten der Bankenbranche
„Die Bedingungen für einen positiven Wohlfahrts-Effekt durch das Verbot von Erträgen sind ebenso unwahrscheinlich“, schrieben sie und fügten hinzu, dass ein Verbot von Stablecoin-Erträgen „sehr wenig tun würde, um die Kreditvergabe der Banken zu schützen, während die Verbraucher von wettbewerbsfähigen Renditen auf Stablecoin-Beständen ausgeschlossen werden.“
Die Sichtweise des Rates steht in starkem Kontrast zur Rhetorik der Bankenbranche. Die Independent Community Bankers of America warnen, dass kleine Banken 1,3 Billionen Dollar an Einlagen und 850 Milliarden Dollar an Krediten verlieren könnten, wenn Gesetze verabschiedet werden, die Erträge auf Stablecoins ermöglichen.
Aktuelle politische Situation
Der Bericht erscheint zu einem Zeitpunkt, an dem das Clarity Act, das entweder die Belohnungen von Drittanbietern für Stablecoins verbieten oder deren rechtlichen Rahmen festlegen würde, seit Monaten im Kongress stagniert. Sowohl die Banken- als auch die Krypto-Sektoren lobbyieren heftig. Unternehmen wie Coinbase, das derzeit 3,5 % jährliche Rendite auf USDC-Bestände für bestimmte Kunden anbietet, haben auf regulatorische Klarheit gedrängt, während traditionelle Banken Einschränkungen gefordert haben.
Zukunftsausblick
Das Weiße Haus hat in den letzten Monaten aktiv Verhandlungen über die Stablecoin-Politik vermittelt, da die Finanzdienstleistungsbranche weiterhin gespalten ist. Bankenverbände betonen, dass unbegrenzte Stablecoin-Erträge ihre Einlagenbasis und Kreditvergabe-Kapazität bedrohen, insbesondere für kleinere Institutionen, die ländliche Gemeinschaften bedienen.
Die Debatte über Stablecoin-Erträge hat sich intensiviert, da Krypto-Unternehmen zunehmend mit traditionellen Bankdienstleistungen konkurrieren. Senatorin Cynthia Lummis forderte die Banken im Februar auf, Stablecoins „anzunehmen“, angesichts des Stillstands über das Clarity Act. Gesetzgeber haben angedeutet, dass die Gesetzgebung zur Marktstruktur von Krypto im April eine entscheidende Abstimmung erwarten könnte, mit einer Frist für die Verabschiedung im Mai. In der Zwischenzeit drängen traditionelle Banken in die Krypto-Verwahrungsdienste, während sie gleichzeitig gegen ertragsbringende Stablecoin-Produkte lobbyieren.