Revolut X und die Integration von KI-Assistenten
Revolut hat seine eigenständige Krypto-Börse, Revolut X, mit Drittanbieter-KI-Assistenten verbunden. Diese Integration ermöglicht es den Nutzern, Märkte zu analysieren, Konten zu überwachen und Trades durch natürliche Sprachbefehle vorzubereiten. Unterstützte Tools sind Claude, Gemini, OpenClaw und Cursor.
Funktionen und Möglichkeiten
Revolut hat zudem ein universelles Plugin sowie eine Befehlszeilenschnittstelle für andere kompatible KI-Plattformen über sein offizielles Revolut X API-Repository veröffentlicht. Nutzer können einen KI-Assistenten bitten, aktuelle Marktdaten abzurufen, Kontostände zu überprüfen und die Portfolio-Performance zu analysieren. Darüber hinaus können sie Preisalarme erstellen, offene Positionen prüfen und Markt- oder Limitaufträge vorbereiten, ohne zur Revolut X-Oberfläche zurückkehren zu müssen.
Beispielsweise kann ein Trader den Assistenten bitten, zu bewerten, wie eine Bitcoin-Gitterstrategie in den letzten 90 Tagen abgeschnitten hätte.
Die Software kann historische Ergebnisse, Risikomessungen und mögliche Strategieeinstellungen zurückgeben. Diese Krypto-Börse hat sich mit großen KI-Assistenten integriert, um „Agentic Trading“ für ihre 16 Millionen Krypto-Nutzer zu ermöglichen.
Verantwortung und Sicherheit
Das Repository von Revolut umfasst separate Tools für Authentifizierung, Marktdaten, Kontoverwaltung, Handel, Überwachung und Strategietests. Es erklärt auch, wie Nutzer die Plugins in unterstützten Assistenten installieren können, ohne ihre eigene Integration zu erstellen. Leonid Bashlykov, der Leiter des Krypto-Produkts des Unternehmens, erklärte, dass KI-Agenten „viel schnellere Arbeitsabläufe, intelligentere Ausführung und engere Integration“ mit den von Tradern verwendeten Tools bieten.
Die KI-Assistenten erhalten jedoch nicht die volle Autorität, um Trades ohne eine abschließende Überprüfung abzuschließen. Die Nutzer bleiben verantwortlich für die Überprüfung und Genehmigung jeder Bestellung, bevor Revolut X sie zur Ausführung sendet.
Revolut warnte zudem, dass es die Drittanbieter-KI-Plattformen nicht betreibt, unterstützt oder garantiert. Das Unternehmen erklärte, dass es keine Verantwortung für Verluste, verpasste Gelegenheiten oder falsche Trades übernimmt, die durch fehlerhafte Ausgaben eines Assistenten verursacht werden. Diese Warnung wirft Fragen auf, wie sehr sich Nutzer auf natürliche Sprachbefehle für finanzielle Entscheidungen verlassen sollten.
Schutz der Nutzerdaten
Die API-Dokumentation von Revolut X rät den Nutzern auch, die kryptografischen Schlüssel zu schützen, die echte Trades autorisieren. Anmeldedaten bleiben lokal gespeichert, aber jeder, der Zugriff auf diese Schlüssel erhält, könnte potenziell das verbundene Konto kontrollieren.
Marktentwicklung und Konkurrenz
Revolut reiht sich in eine wachsende Liste von Krypto-Unternehmen ein, die Handelskonten mit KI-Agenten verbinden. Diese Systeme gehen über die Beantwortung von Fragen hinaus, indem sie es Assistenten ermöglichen, Börsentools aufzurufen und finanzielle Aktionen vorzubereiten oder auszuführen. Wie zuvor von crypto.news berichtet, führte Gemini das agentische Trading durch das Model Context Protocol ein. Dieses System ermöglicht es kompatiblen KI-Tools, Auftragsbuchdaten abzurufen, Märkte zu überwachen und Trades unter benutzerdefinierten Regeln zu verwalten.
In der Zwischenzeit startete Coinbase im Juni eine Plattform für KI-Agenten. Ihre Tools ermöglichen es Agenten, Portfolios zu verwalten, Krypto-Bestellungen aufzugeben und Zahlungen über verbundene Konten und Wallets zu tätigen. Robinhood und Base haben ebenfalls agentenfokussierte Tools eingeführt.
Revolut X: Ein neuer Ansatz
Revolut X wurde im Mai 2024 als Desktop-Börse für Einzelhandelskunden im Vereinigten Königreich gestartet. Später wurde es auf europäische Märkte ausgeweitet und bot mobilen Zugang für berechtigte Nutzer im Vereinigten Königreich und im Europäischen Wirtschaftsraum an. Krypto-Dienste in Europa werden über Revolut Digital Assets Europe Ltd. betrieben, die eine Genehmigung im Rahmen des EU-Rahmens für Märkte in Krypto-Assets hält.
Revolut hat auch seine internen KI-Dienste erweitert. Im April begann das Unternehmen mit der Einführung von AIR, seinem Finanzassistenten, für Aufgaben wie Investitionsverfolgung, Abonnementverwaltung und Kartenkontrollen. Die Integration von Revolut X verfolgt jedoch einen anderen Ansatz. Anstatt die Kunden auf den eigenen Assistenten von Revolut zu beschränken, ermöglicht sie ihnen, externe KI-Tools mit den Funktionen der Börse zu verbinden.