Ripple fordert grundlegende Veränderungen in der Regulierung digitaler Vermögenswerte
Am 9. Januar 2026 reichte Ripple ein formelles Schreiben an die SEC Crypto Task Force ein, in dem ein grundlegender Wandel in der Regulierung digitaler Vermögenswerte gefordert wird. Das Unternehmen drängt die Regulierungsbehörden, über den zunehmend kritisierten „Dezentralisierungstest“ hinauszugehen und sich stattdessen auf durchsetzbare Rechte und Pflichten zu konzentrieren, um zu bestimmen, ob ein Krypto-Vermögenswert unter das Wertpapierrecht fallen sollte.
Argumentation von Ripple
Ripple argumentiert, dass „Dezentralisierung“ ein von Natur aus subjektives und fluides Konzept ist, das von Faktoren wie Codebeiträgen, Knotenverteilung, wirtschaftlichen Anreizen und Governance-Teilnahme beeinflusst wird. Da Dezentralisierung auf einem Kontinuum existiert und nicht als binärer Zustand betrachtet werden kann, schafft die Abhängigkeit von ihr als rechtlichem Maßstab Unsicherheit, rechtliches Risiko und inkonsistente Ergebnisse.
Laut Ripple kann dieser Ansatz sowohl zu „falschen Negativen“ führen, bei denen Vermögenswerte, die reguliert werden sollten, der Aufsicht entkommen, als auch zu „falschen Positiven“, bei denen marktbewährte Vermögenswerte aufgrund der fortlaufenden Teilnahme von Entwicklern oder Inhabern in den Wertpapierregulierungen gefangen bleiben.
Bedeutung der Regulierung
Warum ist das wichtig? Ripples Schreiben fordert die Regulierungsbehörden auf, das Wertpapierangebot vom Vermögenswert selbst zu trennen. Sobald die ursprünglichen vertraglichen Verpflichtungen enden, sollten sekundäre Marktgeschäfte nicht mehr als Wertpapiere behandelt werden. Ripple erkennt an, dass die Privity, der rechtliche Zusammenhang zwischen Emittent und ursprünglichem Investor, nur bei Primärverkäufen von Bedeutung ist, nicht in reifen Märkten. Dieser Ansatz spiegelt die Ansicht von SEC-Vorsitzendem Gary Gensler wider, dass Verpflichtungen, die an ein Angebot gebunden sind, im Laufe der Zeit natürlich auslaufen.
Forderung nach klaren Krypto-Regulierungen
Daher fordert Ripples Einreichung klare, praktische Krypto-Regulierungen und setzt sich für ein rechtebasiertes Rahmenwerk ein, das Vermögenswerte von ihren ursprünglichen Angeboten trennt. Durch den Einsatz für rechtliche Sicherheit gestaltet Ripple einen Weg für verantwortungsvolle Innovation und breitere institutionelle Akzeptanz und leitet die SEC zu Regeln, die die Realitäten digitaler Vermögenswerte im Jahr 2026 und darüber hinaus widerspiegeln.
Präzedenzfall für die Krypto-Industrie
Ripple fordert einen Wechsel von subjektiven Dezentralisierungstests zu einem klaren, rechtebasierten Regulierungsrahmen und setzt damit einen Präzedenzfall für die gesamte Krypto-Industrie. Durch die Betonung durchsetzbarer Verpflichtungen, Privity und das natürliche Auslaufen vertraglicher Versprechen setzt sich Ripple für Regeln ein, die Sicherheit bieten, Investoren schützen und es digitalen Vermögenswerten ermöglichen, ohne regulatorische Übergriffe zu gedeihen. Bemerkenswerterweise bietet Ripples Ansatz einen praktischen Plan zur Unterscheidung zwischen Vermögenswerten und Angeboten und ebnet den Weg für einen transparenten, effizienten und innovationsfreundlichen Markt.