Ripple und die nationale Banklizenz
Ripple, das in San Francisco ansässige Blockchain-Zahlungsunternehmen hinter XRP, steht Berichten zufolge kurz davor, eine nationale Banklizenz in den USA zu erhalten – möglicherweise bereits am Freitag dieser Woche. Verschiedene Quellen deuten darauf hin, dass die Genehmigung bis zu diesem Datum erfolgen könnte. Ein solcher Schritt würde es Ripple ermöglichen, als bundesstaatlich lizenzierte Bank zu operieren und seine institutionellen Zahlungsdienste erheblich auszubauen.
Entwicklung und Strategie von Ripple
Die Entwicklungen bei Ripple gehen über bloße Schlagzeilen hinaus; das Unternehmen strebt an, sich von einem Krypto-Zahlungsanbieter zu einem vollständig regulierten Akteur im Finanzinfrastruktursystem des US-Bankensystems zu wandeln. Ein kürzlich veröffentlichter kryptischer Beitrag mit vier „A“ von einem Ripple-Manager hat Spekulationen angeheizt, dass eine Banklizenz unmittelbar bevorstehen könnte. Im Dezember 2025 erteilte das Office of the Comptroller of the Currency (OCC) eine bedingte Genehmigung für Ripples vorgeschlagene nationale Trustbank-Lizenz, zusammen mit ähnlichen bedingten Zusagen für andere Krypto-Unternehmen. Diese vorläufigen Genehmigungen zeigen, dass die Bundesregulierungsbehörden bereit sind, solche Lizenzen unter verstärkter Aufsicht zu prüfen.
Auswirkungen einer nationalen Banklizenz
Eine endgültige nationale Banklizenz würde es Ripple ermöglichen, unter bundesstaatlicher Aufsicht zu operieren, Zugang zu Fedwire und möglicherweise auch zu FedNow zu erhalten. Zudem könnte Ripple Verwahrungs-, Abwicklungs- und Zahlungsdienste für digitale sowie traditionelle Vermögenswerte anbieten, indem seine Technologie direkt in die Kerninfrastruktur der institutionellen Finanzen integriert wird.
XRP und institutionelle Akzeptanz
Für XRP sind die Einsätze hoch. Ripples langjährige Strategie positioniert XRP als Brückenvermögen in On-Demand-Liquiditätslösungen (ODL), die nahezu sofortige grenzüberschreitende Zahlungen ermöglichen. Eine regulierte Banklizenz könnte diese Werkzeuge direkt mit traditionellen Finanzsystemen verknüpfen, Intermediäre ausschalten und die Compliance vereinfachen. Dies markiert einen Wandel von spekulativer Nutzung hin zu institutioneller Akzeptanz, der es Banken, Fintechs und Unternehmensschatzämtern ermöglicht, XRP oder Ripples Stablecoin, RLUSD, legal für skalierbare grenzüberschreitende Abwicklungen zu nutzen.
Ein Wendepunkt für digitale Vermögenswerte
Dieser Trend spiegelt eine breitere Entwicklung wider: Stablecoins und digitale Infrastrukturen werden zunehmend als Ergänzungen und nicht als Alternativen zu traditionellen Systemen angesehen. Ripples potenzieller Status als Bundesbank signalisiert einen Wendepunkt, nicht nur für XRP, sondern auch dafür, wie regulierte Institutionen in Zukunft mit blockchain-basierten Zahlungsinfrastrukturen verbunden sein könnten. Eine nationale Banklizenz in den USA für Ripple könnte institutionelle Zahlungen transformieren.
XRP würde direkt auf Bankensysteme zugreifen, was schnellere und effizientere grenzüberschreitende Transaktionen ermöglicht und Krypto mit traditionellen Finanzsystemen verbindet.
Während Herausforderungen bei der Akzeptanz bestehen bleiben, bringt dieser Meilenstein die Integration digitaler Vermögenswerte im Mainstream und institutionelle Krypto-Zahlungen näher als je zuvor.