Crypto Prices

Russland plant nationale Stablecoin angesichts verschärfter Sanktionen

vor 10 Stunden
2 minuten gelesen
1 ansichten

Einleitung

Die Zentralbank Russlands überdenkt ihre langjährige Opposition gegen Stablecoins, da der westliche Druck die digitale Finanzwelt umgestaltet und die Sanktionen gegen das Land verschärft werden. Beamte der Bank von Russland gaben diese Woche bekannt, dass sie für 2026 eine formelle Machbarkeitsstudie zur Entwicklung einer nationalen Stablecoin planen. Dies stellt einen potenziellen Wandel in der strengen Haltung des Regulators dar, die er seit Jahren vertritt.

Aktuelle Entwicklungen

Der erste stellvertretende Vorsitzende, Vladimir Chistyukhin, erklärte auf einem Forum von Alfa Talk, dass die Zentralbank die Risiken und Perspektiven eines inländischen, fiat-gebundenen Tokens untersuchen und die regulatorischen Praktiken im Ausland vergleichen wird, bevor weitere Schritte unternommen werden. Die derzeitige Position der Bank lehnt solche Instrumente im Allgemeinen ab, doch die erneute Überprüfung zeigt, dass Russland mit sich wandelnden Markt- und geopolitischen Kräften ringt.

„Die Zentralbank wird die Risiken und Perspektiven eines inländischen Tokens untersuchen.“

Internationale Reaktionen

Dieser Schritt erfolgt vor dem Hintergrund intensiven internationalen Drucks. Die Europäische Union bereitet ein umfassendes Sanktionspaket vor, das praktisch alle Kryptowährungstransaktionen mit Russland verbieten würde, um die Nutzung digitaler Vermögenswerte zur Umgehung finanzieller Beschränkungen einzudämmen. Diese vorgeschlagenen Regeln würden Geschäfte mit Russland-verbundenen Krypto-Plattformen blockieren und könnten auch von Russland eingerichtete Zahlungsinfrastrukturen sowie digitale Zentralbankwährungsinfrastrukturen umfassen.

Historische Herausforderungen

Historisch gesehen hat die Abhängigkeit von ausländischen Stablecoins Probleme für die russischen Märkte verursacht. Im März 2025 wurden Wallets, die mit der sanktionierten russischen Börse Garantex verbunden waren und Rubel-zu-Krypto-Konversionen ermöglichten, von einem großen, an den US-Dollar gebundenen Token-Emittenten blockiert. Diese Maßnahme führte dazu, dass die Plattform ihre Dienste aussetzte und verdeutlichte die Risiken der Abhängigkeit von globalen Stablecoins unter Sanktionen.

Angesichts dieses Drucks sind privat ausgegebene rubelgebundene Tokens wie der A7A5 Stablecoin gewachsen. A7A5 hat Milliarden von Dollar an Transaktionen abgewickelt und sich als alternatives Werkzeug für grenzüberschreitende Zahlungen etabliert, obwohl es von westlichen Behörden wegen angeblicher Unterstützung von Sanktionsumgehungsaktivitäten unter die Lupe genommen wurde.

Globale Trends und Regulierung

Stablecoins haben weltweit regulatorische Aufmerksamkeit erregt. Die Märkte für Krypto-Assets-Verordnung der Europäischen Union trat 2024 in Kraft und legte umfassende Regeln für Stablecoin-Emittenten innerhalb des Blocks fest. Inzwischen haben andere große Volkswirtschaften wie die Vereinigten Staaten nationale Gesetzgebungen zu Zahlungstablecoins und sogar staatliche Initiativen vorangetrieben. Diese globalen Trends drängen die Nationen dazu, Innovation, finanzielle Stabilität und Aufsicht in Einklang zu bringen.

Regulatorische Herausforderungen in Russland

Die Verfassung Russlands und das Bankengesetz übertragen der Bank von Russland die ausschließliche Kontrolle über die Geldschöpfung und verbieten die Einführung anderer Währungen auf dem Inlandsmarkt. Zentralbanker priorisieren den Schutz der Stabilität des Rubels, was teilweise die langjährige Ablehnung alternativer Währungen erklärt. Dennoch hat die Kombination aus Sanktionen und dem Wachstum von Krypto-Zahlungsinfrastrukturen eine neue Debatte darüber angestoßen, ob eine regulierte Stablecoin internationale Transaktionen unterstützen könnte, ohne die Ziele der Geldpolitik zu gefährden.

Schlussfolgerung

Russland hat Kryptowährungen und alternative digitale Währungen schon lange mit Vorsicht behandelt. Ein regulatorisches Gesetz schlug einst vor, die meisten Krypto-Emissionen und den Handel zu verbieten, obwohl sich die spätere Politik dahin gehend verschob, Mining und eine begrenzte internationale Nutzung zuzulassen. Stablecoins blieben ein Graubereich, bis der jüngste Druck die Debatte über die inländische Emission im Vergleich zur fortgesetzten Abhängigkeit von ausländischen Tokens wiederbelebte.

Weltweit variiert die Regulierung von Stablecoins. Der MiCA-Rahmen der EU regelt solche Vermögenswerte innerhalb ihrer Zuständigkeiten, während die USA Gesetze vorangetrieben haben, um Stablecoins in den Mainstream-Zahlungen zu integrieren. Einige asiatische Länder wie China und Südkorea haben digitale Vermögensstrategien pausiert oder umgestaltet, um yuan- oder won-gebundene Stablecoins einzubeziehen, was eine globale Neubewertung zeigt, wie diese Tokens in moderne Finanzsysteme passen.

Beliebt