Kryptowährungsregulierungen in Russland
Die Moskauer Börse und die St. Petersburger Börse haben die vorgeschlagenen Kryptowährungsregulierungen der Bank von Russland unterstützt und bestätigt, dass sie bereit sind, mit dem Krypto-Handel zu beginnen, sobald der regulatorische Rahmen finalisiert ist, was bis Mitte 2026 erwartet wird. Lokale Berichte deuten darauf hin, dass die Bank von Russland am Dienstag einen Vorschlag für einen Regulierungsrahmen für Kryptowährungen auf dem heimischen Markt vorgestellt hat, mit dem Ziel, bis Juli 2026 eine umfassende gesetzliche Struktur zu schaffen.
„Die Moskauer Börse arbeitet aktiv an Lösungen zur Bedienung des Kryptowährungsmarktes und plant, den Handel zu starten, sobald die entsprechenden Vorschriften in Kraft sind“, sagte die Börse in einer Erklärung.
„Wir sind bereit, mit dem Handel von Kryptowährungen zu beginnen, nachdem die relevanten rechtlichen Änderungen vorgenommen wurden. Die SPB Exchange verfügt über die notwendige technologische Infrastruktur für den Handel und die Abwicklung“, fügte sie hinzu.
Die St. Petersburger Börse äußerte ebenfalls ihre Unterstützung für die Initiativen der Zentralbank, um Transparenz und Sicherheit im Krypto-Handel zu gewährleisten, und bestätigte ihre Bereitschaft zur Zusammenarbeit beim Aufbau der notwendigen Infrastruktur für einen regulierten Markt.
Der Wandel in der Finanzlandschaft
Der Schwung für die Regulierung von Kryptowährungen in Russland nahm Mitte 2024 zu, als das Finanzministerium Vorschläge einbrachte, die es qualifizierten Investoren erlauben, digitale Vermögenswerte an lizenzierten Börsen zu handeln. Im April enthüllten das Finanzministerium und die Zentralbank Russlands Pläne zur Einführung einer Krypto-Börse für qualifizierte Investoren unter einem experimentellen rechtlichen Rahmen. Finanzminister Anton Siluanov erklärte, die Initiative ziele darauf ab, „Krypto-Vermögenswerte zu legalisieren und Krypto-Operationen aus dem Schatten zu holen“.
Bereits im März schlug die Zentralbank vor, Kryptowährungstransaktionen innerhalb des experimentellen rechtlichen Rahmens zuzulassen, wobei eine neue Klasse von Teilnehmern, hochqualifizierte Investoren, ins Visier genommen wurde. Diese sind definiert als Personen, die über 100 Millionen Rubel in Wertpapieren und Einlagen halten oder mehr als 50 Millionen Rubel jährlich verdienen.
Die Bereitschaft der Moskauer Börse und der St. Petersburger Börse, sich am regulierten Krypto-Handel zu beteiligen, signalisiert einen breiteren Wandel in Russlands Finanzlandschaft. Ihre proaktive Haltung zeigt nicht nur ein Engagement für Innovation, sondern auch ein Anerkennen des wachsenden Interesses der Investoren an digitalen Vermögenswerten.
Durch die frühzeitige Vorbereitung von Infrastruktur, Compliance-Maßnahmen und Handelsprotokollen positionieren sich diese Börsen, um in einem Markt zu führen, der regulatorische Aufsicht mit modernen Finanzinstrumenten in Einklang bringt. Mit dem sich nähernden regulatorischen Frist von Mitte 2026 wird ihre Zusammenarbeit mit den Behörden und Branchenakteuren wahrscheinlich prägen, wie Kryptowährungen in Russlands Mainstream-Finanzökosystem integriert werden und ein Modell für andere Märkte setzen.