Quantencomputing und Bitcoin: Risiken und Herausforderungen
Ki Young Ju, der Gründer und CEO des On-Chain-Datenaggregators CryptoQuant, hat in den sozialen Medien auf die potenziellen Risiken hingewiesen, die die Quantencomputing-Technologie für Bitcoin darstellen könnte. Besonders im Fokus stehen OG-Adressen, die BTC halten, darunter eine Million Bitcoins, die Satoshi Nakamoto gehören und seit 2010 nicht bewegt wurden.
„Sobald dieser technologische Durchbruch Realität wird und die neuen Generationen von Quantencomputern weit verbreitet sind, würde ich lieber sehen, dass Satoshis Wallet eingefroren wird.“
Ju schließt alle anderen Bitcoin-Adressen älterer Art ein, da seiner Meinung nach eine Wahl bestehen wird: Diese Coins werden entweder eingefroren oder gehen an Quanten-Hacker verloren.
Die Bedrohung durch Quantencomputer
Das Hauptproblem mit Quantencomputern, so Ju, ist, dass „unter bestimmten Bedingungen ausreichend leistungsstarke Quantenmaschinen einen privaten Schlüssel aus einem exponierten öffentlichen Schlüssel ableiten könnten.“ Daher ist er der Überzeugung, dass das Bitcoin-Protokoll ein Upgrade benötigt, um BTC in dieser Hinsicht abzusichern. Wallet-Besitzer, die dieses Upgrade verpassen, laufen Gefahr, in die Kategorie der gefährdeten Wallets zu fallen.
Der Experte schätzt, dass es derzeit etwa 6,89 Millionen Bitcoins gibt, die anfällig für Quantenangriffe sind. Dazu zählen die eine Million Bitcoins in Satoshi Nakamotos Wallet sowie 3,4 Millionen Bitcoins, die seit über einem Jahrzehnt inaktiv sind.
Wirtschaftliche Unattraktivität und sozialer Konsens
Bislang sind Angriffe auf Bitcoin wirtschaftlich unattraktiv. Ein kostengünstiger Quantenangriff könnte jedoch den Status quo verändern, warnt Ju die Krypto-Community. Er betont, dass sozialer Konsens in der Bitcoin-Community selten und schwer zu erreichen ist, und verweist auf die Debatte über die Blockgröße sowie die zahlreichen Bitcoin-Forks, die darauf folgten.
„Eine Entscheidung, inaktive Bitcoins einzufrieren, wird auf ähnlichen Widerstand stoßen.“
Die Diskussion über die Quantenrisiken für Bitcoin muss jetzt beginnen, fordert der CEO von CryptoQuant, da „technische Lösungen schnell voranschreiten, während sozialer Konsens nicht in gleichem Maße erreicht wird.“ Zudem räumt er ein, dass ein vollständiger Konsens möglicherweise nie erzielt wird, was die Risiken neuer Bitcoin-Forks erhöht, während die Quanten-Technologie weiterhin Fortschritte macht.