Streit um Stablecoin-Belohnungen
Anthony Scaramucci und Brian Armstrong argumentieren, dass das Verbot von Stablecoin-Belohnungen weniger mit finanzieller Stabilität zu tun hat, sondern vielmehr darauf abzielt, bestehende Banken vor Konkurrenz zu schützen. Dies könnte potenziell aufstrebende Märkte dazu drängen, alternative monetäre Systeme zu nutzen. Diese Bedenken werden laut, während China Zinsen auf digitale Yuan-Einlagen erlaubt.
Scaramucci warnte, dass das Verbot von Erträgen auf Stablecoins im vorgeschlagenen CLARITY-Gesetz der Vereinigten Staaten die globale Wettbewerbsfähigkeit des US-Dollars schwächen könnte, insbesondere da China die Einführung seiner ertragsbringenden digitalen Währung beschleunigt.
Strukturelle Probleme im US-Finanzsystem
In seiner Antwort auf die Gesetzgebung argumentierte Scaramucci, dass das Verbot von Stablecoin-Belohnungen tiefere strukturelle Probleme im US-Finanzsystem widerspiegelt und das Risiko birgt, Einfluss an rivalisierende monetäre Systeme abzugeben. Er erklärte, dass die Einschränkung für Krypto-Börsen und Dienstleister, die Erträge auf Stablecoins im Rahmen des CLARITY-Gesetzes anbieten, darauf abzielt, bestehende Banken vor Konkurrenz zu schützen, anstatt die finanzielle Stabilität zu gewährleisten.
Seiner Meinung nach wehren sich traditionelle Banken gegen Stablecoin-Emittenten, weil ertragsbringende digitale Dollar-Einlagen aus dem Bankensystem abziehen könnten.
Chinas Strategie und der globale Wettbewerb
Er stellte diesen Ansatz Chinas Strategie gegenüber und fragte, warum aufstrebende Märkte ein Zahlungs- und Abwicklungssystem wählen sollten, das keine Erträge bietet, wenn es Alternativen gibt. Dieser Vergleich gewann an Dringlichkeit, nachdem die People’s Bank of China im Januar begonnen hatte, kommerziellen Banken zu erlauben, Zinsen auf digitale Yuan-Einlagen zu zahlen, was die zentrale digitale Währung Chinas für Sparer und Institutionen attraktiver machte.
Warnungen von Brian Armstrong
Ähnliche Bedenken äußerte Brian Armstrong, der CEO von Coinbase. Er warnte, dass das Verbot von Erträgen auf in den USA ansässigen Stablecoins die Position des Dollars auf den Devisenmärkten untergräbt, indem es ihn weniger wettbewerbsfähig macht als Chinas digitalen Yuan. Armstrong argumentierte, dass Stablecoin-Belohnungen die Kreditdynamik nicht wesentlich verändern würden, jedoch eine wichtige Rolle dabei spielen würden, ob dollar-denominierte Stablecoins international konkurrieren können.
Regulatorische Maßnahmen und deren Auswirkungen
Armstrong und andere Branchenführer beschrieben das Ertragsverbot als bewussten Versuch, die Konkurrenz abzuwürgen, um den traditionellen Bankensektor zu schützen. Das Thema ist noch umstrittener geworden, da das CLARITY-Gesetz die Einschränkungen erweitert, die erstmals im GENIUS-Gesetz eingeführt wurden, welches einen regulatorischen Rahmen für US-Dollar-Stablecoins festlegte.
Während Gesetzgeber und Regulierungsbehörden die Maßnahmen als notwendig zur Sicherung der finanziellen Stabilität darstellen, argumentieren Kritiker, dass sie die Innovation ersticken könnten, zu einem Zeitpunkt, an dem der globale Wettbewerb um digitales Geld intensiver wird.
Einfluss auf traditionelle Banken
Brian Moynihan, CEO von Bank of America, äußerte während eines kürzlichen Gewinnaufrufs, dass die weit verbreitete Einführung von Stablecoins Einlagenabflüsse von traditionellen Banken in Höhe von bis zu 6 Billionen Dollar auslösen könnte. Ein solcher Wandel, warnte er, könnte die Kreditvergabe der Banken erheblich reduzieren.