Schlagabtausch zwischen David Schwartz und Craig Wright
Der CTO von Ripple, David Schwartz, und Craig Wright, der kürzlich unter dem Pseudonym S. Tominaga auf X postete, lieferten sich einen scharfen Schlagabtausch.
Vorwürfe und Argumente
Wright beschuldigte Schwartz direkt, Kontrollmechanismen, die seiner Meinung nach charakteristisch für XRP sind, auf Systeme ohne zentrale Governance, wie Bitcoin, zu projizieren. Der Streit wurde durch Wrights Behauptung ausgelöst, dass ein stabiles Protokoll keine Autorität oder Koordination erfordere.
Schwartz bezeichnete dies als „Unsinn“ und argumentierte, dass die Aufrechterhaltung des Status quo nicht das Fehlen von Handlungen, sondern einen aktiven Prozess darstelle.
Laut Schwartz müssen Gruppen, die das System ändern wollen, aktiv daran gehindert werden, dies zu tun, indem die gleichen Mechanismen eingesetzt werden, die andernfalls zur Umsetzung von Änderungen verwendet werden könnten.
Wrights Konter
Wright konterte, indem er Schwartz Voreingenommenheit vorwarf. Er erklärte, dass Schwartz seine Argumentation auf dem Ripple-Modell basiere, in dem Änderungen erwartet, koordiniert und durchgesetzt werden, und dies fälschlicherweise als universellen Standard präsentiere.
Wrights Position zufolge beschreibt Schwartz Systeme, in denen bestimmte Akteure tatsächlich die Evolution von Regeln kontrollieren, und projiziert diese Erfahrung auf Protokolle wie Bitcoin, die speziell entwickelt wurden, um die Möglichkeit einer solchen Kontrolle zu beseitigen.
„Mehr Unsinn“, so Wright. Um ein System unverändert zu lassen, wenn es Akteure gibt, die es ändern möchten, und wenn es einen Mechanismus gibt, den die Menschen nutzen können, um ihre gewählten Regeln durchzusetzen, müssen diejenigen, die Änderungen anstreben, daran gehindert werden, dies zu tun.
Stabilität und Unveränderlichkeit
Wright betonte, dass in einem stabilen System Änderungen sozial nicht „verboten“ sind; sie werden einfach nicht von unabhängigen Teilnehmern akzeptiert, wie es seit Jahrzehnten beim TCP-Protokoll der Fall ist. Während Schwartz Unveränderlichkeit als Ergebnis von „Aufsehern“ sieht, besteht Wright auf der „natürlichen Trägheit“ des Systems, die nichts erfordert, um stabil zu funktionieren.