Warnung von Senatorin Elizabeth Warren
Die US-Senatorin Elizabeth Warren hat der Federal Reserve und dem Finanzministerium eine eindringliche Warnung ausgesprochen. Sie forderte, keine Steuergelder zu verwenden, um Krypto-Investoren zu retten, während die Märkte für digitale Vermögenswerte erneut mit Volatilität konfrontiert sind.
Argumentation gegen staatliche Intervention
In einem Schreiben an Finanzminister Scott Bessent und Fed-Vorsitzenden Jerome Powell argumentierte Warren, dass jede staatliche Intervention zur Stabilisierung des Kryptowährungsmarktes „tief unpopulär“ wäre und zu einer Vermögensübertragung von alltäglichen Amerikanern zu „Krypto-Milliardären“ führen könnte.
„Eine staatliche Intervention könnte unverhältnismäßig einer kleinen Gruppe wohlhabender Krypto-Inhaber zugutekommen.“
Warrens Brief wurde inmitten eines signifikanten Rückgangs der Bitcoin-Preise versendet, die um etwa 50 % von ihren Höchstständen im Oktober gefallen sind. Sie wehrt sich gegen den Druck auf Bundesbehörden, in den angeschlagenen Sektor einzugreifen. Zudem könnte dies möglicherweise das mit der Familie von Präsident Donald Trump verbundene Krypto-Unternehmen World Liberty Financial begünstigen.
Politische Überprüfung von Krypto
Der Brief folgt auf Fragen von Gesetzgebern während einer Anhörung am 4. Februar, bei der der Kongressabgeordnete Brad Sherman Bessent fragte, ob das Finanzministerium die Befugnis habe, Bitcoin oder Krypto-Vermögenswerte zu retten. Bessent antwortete, dass die Regierung „beschlagnahmte Bitcoins“ behalte, was sich auf Krypto bezieht, die durch Strafverfolgungsmaßnahmen beschlagnahmt wurde, schloss jedoch eine breitere Intervention nicht aus. Warren bezeichnete diese Antwort als „Ablenkung“ und forderte klare Zusicherungen, dass Steuergelder nicht zur Unterstützung der Krypto-Märkte verwendet würden.
Warrens Haltung hebt die wachsende politische Überprüfung von Krypto hervor, insbesondere im Kontext von World Liberty Financial, das im Mittelpunkt bipartisaner Bedenken steht. Nur wenige Tage zuvor hatten Warren und Senator Andy Kim das Finanzministerium aufgefordert, eine gemeldete Investition von 500 Millionen Dollar der Vereinigten Arabischen Emirate in das mit Trump verbundene Unternehmen zu untersuchen, da potenzielle nationale Sicherheitsimplikationen bestehen.
Breitere Debatten über Krypto-Märkte
Der Widerstand gegen mögliche Rettungsaktionen spiegelt breitere Debatten darüber wider, wie die Regierung auf Stress im Krypto-Markt reagieren sollte. Dies stärkt die Forderungen nach regulatorischer Klarheit und stärkeren Anlegerschutzmaßnahmen, während digitale Vermögenswerte weiterhin die Aufmerksamkeit der breiten Öffentlichkeit und politische Kontroversen auf sich ziehen.