Einführung des Grundgesetzes für digitale Vermögenswerte in Südkorea
Die regierende Partei Südkoreas hat den Entwurf für ein Grundgesetz über digitale Vermögenswerte abgeschlossen, das die Regeln für Stablecoins mit einer Kapitalanforderung von 5 Milliarden Won verschärft. Dies signalisiert, dass das Land beabsichtigt, Krypto-Geschäfte anzuziehen, anstatt sie abzulehnen.
Details des Gesetzentwurfs
Laut dem lokalen Medium ChosunBiz hat die Arbeitsgruppe für digitale Vermögenswerte der Demokratischen Partei Südkoreas eine gesetzliche Kapitalanforderung von 5 Milliarden Won für Stablecoin-Unternehmen festgelegt, was einem einbezahlten Kapital von etwa 5 Millionen Euro entspricht. Dies ist Teil eines umfassenderen Rahmens für digitale Vermögenswerte. Die Gesetzgeber planen, den Gesetzentwurf im nächsten Monat einzubringen, um sicherzustellen, dass er vor der politischen Neuausrichtung zum Mondneujahr diskutiert wird.
Regulatorische Auseinandersetzungen
Die Gesetzgebung, die als „Digital Asset Basic Act“ bezeichnet wird, soll Regeln für Stablecoins, tokenisierte Instrumente und Dienstleister festlegen. Dies geschieht nach monatelangen regulatorischen Auseinandersetzungen zwischen der Finanzdienstleistungsbehörde (FSC) und der Bank von Korea darüber, wie weit die Überwachung von privat ausgegebenem digitalem Geld gehen sollte.
„Bald werden wir auf der Ebene der Arbeitsgruppe koordinieren, was in Bezug auf die Probleme mit dem politischen Ausschuss der Partei geklärt wurde, und dies mit der Regierung besprechen“, sagte der Vorsitzende der Arbeitsgruppe, Lee Jeong-mun, nach der zweiten Plenarsitzung gegenüber Reportern.
Herausforderungen und Fortschritte
Parteifunktionäre behaupten, dass „herausragende Bedenken“ bezüglich des Gesetzentwurfs vor den Feiertagen zum Mondneujahr gelöst wurden, einschließlich umstrittener Beschränkungen für die Beteiligungen von Großaktionären an wichtigen Unternehmen für digitale Vermögenswerte. Dennoch bleibt der zugrunde liegende Streit zwischen der FSC und der Zentralbank über die Aufsicht über Stablecoins bestehen, was unterstreicht, dass der Gesetzentwurf die institutionelle Rivalität nicht über Nacht beseitigen wird.
Ausblick auf die Zukunft
Der Entwurf des Gesetzes kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Seoul eine kontrollierte Öffnung für digitale Vermögenswerte beschleunigt. Anfang dieses Monats bestätigten die Behörden, dass sie ab 2026 Spot-Krypto-Exchange-Traded Funds, einschließlich eines Bitcoin-ETFs, zulassen werden, und luden Institutionen ein, sich um Lizenzen zur Ausgabe dieser Produkte zu bewerben.
Die Gesetzgeber haben auch tokenisierte Wertpapiere durch Änderungen des Kapitalmarkgesetzes genehmigt, die es Brokern und anderen Vermittlern ermöglichen, On-Chain-Darstellungen traditioneller Vermögenswerte zu verwalten. Parallel dazu hat Südkorea ein Verbot aufgehoben, das es Risikokapital untersagte, Krypto-Unternehmen zu unterstützen. Diese Maßnahme signalisiert zusammen mit dem neuen Gesetz einen bewussten Wandel hin zu einem explizit pro-Krypto-regulatorischen Umfeld.