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Südkorea fordert Krypto-Circuit Breaker nach Bithumb-Übertragungsfehler

vor 7 Stunden
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Kryptowährungsbörsen und Circuit Breaker

Die südkoreanische Zentralbank hat gefordert, dass Kryptowährungsbörsen eigene „Circuit Breaker“ implementieren, um den Handel zu pausieren und Marktpanik zu verhindern. Dies geschah nach einem Schreibfehler bei Bithumb, der zu einer versehentlichen Übertragung von 42 Milliarden Dollar in Bitcoin an seine Kunden führte.

Empfehlungen der Bank of Korea

Die Bank of Korea (BOK) erklärte in einem am Montag veröffentlichten Zahlungsbericht, dass Handelsbeschränkungen eingeführt werden sollten, die nach dem Vorbild der Korea Exchange gestaltet sind, um Aktivitäten während plötzlicher Preisschwankungen einzufrieren. Diese Empfehlung folgt auf einen massiven Schreibfehler im Februar, bei dem Bithumb, eine der größten Plattformen des Landes, versehentlich über 40 Milliarden Dollar in Bitcoin an seine Nutzer verteilte.

„Derzeit fehlt der virtuellen Vermögensindustrie ein internes Kontrollsystem, und sie sieht sich einer geringeren regulatorischen Intensität im Vergleich zu etablierten Finanzinstituten gegenüber“, bemerkte die BOK.

Notwendigkeit neuer Regeln

Die Beamten argumentierten, dass neue Regeln unerlässlich sind, um eine Wiederholung der jüngsten Störungen zu verhindern, und erklärten:

„Folglich ist es notwendig, die relevanten Vorschriften zu stärken, um ähnliche Vorfälle im Voraus zu verhindern, da solche Vorfälle auch bei anderen virtuellen Vermögensbörsen auftreten könnten.“

Der Vorschlag kommt, während südkoreanische Gesetzgeber an einem neuen regulatorischen Rahmen für die Branche arbeiten. Die BOK drängte darauf, dass diese spezifischen Sicherheitsmaßnahmen in die bevorstehenden Gesetze integriert werden, um die Sicherheit und Transparenz der Abläufe an virtuellen Vermögensbörsen zu erhöhen.

Der Vorfall bei Bithumb

Der Reformdruck resultiert aus einem Vorfall Anfang Februar, bei dem Bithumb versehentlich 620.000 Bitcoin – damals im Wert von etwa 42 Milliarden Dollar – an Kunden versandte. Der Fehler trat auf, als das System eine Übertragung als Kryptowährung verarbeitete, anstatt die beabsichtigten 620.000 koreanischen Won, die nur etwa 400 Dollar wert waren.

Der massive Zustrom von Münzen führte zu einem sofortigen Markteinbruch auf der Plattform. Als die Empfänger begannen, ihren Windfall zu verkaufen, gerieten andere Investoren in Panik, was den Preis weiter nach unten zog. Während Bithumb es schaffte, den Handel innerhalb von Minuten zu stoppen und die meisten Übertragungen rückgängig zu machen, waren bereits 1.788 BTC liquidiert worden. Die Börse musste ihre eigenen Unternehmensreserven verwenden, um das daraus resultierende Defizit von 125 Millionen Dollar zu decken.

Vorschläge zur Risikominderung

Um solche Risiken zu mindern, schlug die Zentralbank vor, dass Plattformen Systeme einsetzen müssen, die speziell dafür ausgelegt sind, „fehlerhafte Zahlungen, die durch menschliches Versagen verursacht werden“, zu erkennen. Der Bericht empfahl auch eine Anforderung für Börsen, automatisierte Prüfungen durchzuführen, die interne Aufzeichnungen mit Blockchain-Daten synchronisieren, um sofortige Abweichungen bei Vermögenswerten zu erkennen.

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