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Südkorea führt Echtzeitprüfungen für Krypto-Börsen nach Bithumbs Fehler von 40 Milliarden Dollar ein

vor 3 Stunden
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Neue Maßnahmen zur Überwachung von Krypto-Börsen in Südkorea

Die Finanzdienstleistungsbehörde von Südkorea (FSC) hat nach einem gravierenden Fehler bei der Auszahlung von rund 40 Milliarden Dollar durch die Krypto-Börse Bithumb neue Maßnahmen zur Überwachung von Krypto-Börsen eingeführt. Ab sofort sind alle inländischen zentralen Börsen verpflichtet, automatisierte fünfminütige Abgleiche zwischen internen Konten und tatsächlichen Wallet-Beständen durchzuführen. Dieser Schritt wurde notwendig, nachdem Bithumbs fehlerhafte Verteilung von etwa 40 Milliarden Dollar in Bitcoin systemische Kontrollfehler aufgedeckt hat.

Fehlerhafte Auszahlung und Konsequenzen

Die FSC stellte fest, dass drei der fünf großen Plattformen des Landes weiterhin nur 24-Stunden-Kontrollen durchführten, was die Nutzer unentdeckten Fehlbeträgen aussetzte. Ein FSC-Beamter erklärte, dass die Behörde ein kontinuierliches System zur Kontenabgleichung vorbereitet habe, um sofortige Maßnahmen zu ermöglichen, wenn Abweichungen auftreten. Das fünfminütige Intervall wurde im Hinblick auf die durchschnittlichen Bearbeitungszeiten und die Systemlast festgelegt.

Die Überarbeitung folgt einem Vorfall im Februar, bei dem Bithumb-Mitarbeiter versehentlich „die Einheit fälschlicherweise als ‚Bitcoin‘ eingegeben haben“, wodurch 2.000 BTC pro Person anstelle einer geplanten Barbelohnung von 2.000 Won versendet wurden. Dies führte zu einem geschätzten Missverhältnis von 62 Billionen Won (etwa 39,9 Milliarden Dollar). Bithumb räumte später ein, dass es „die grundlegenden Prinzipien von Handelsplattformen für virtuelle Vermögenswerte: Stabilität und Integrität“ nicht eingehalten habe, entschuldigte sich bei den Kunden und versprach vollständige Entschädigung für Verluste, die mit Panikverkäufen verbunden sind. Laut Bithumb wurden betroffene Konten innerhalb von etwa 20 Minuten eingefroren, und die Börse hat sich verpflichtet, alle Kundenbestände wiederherzustellen, einschließlich einer Rückerstattung von 110 % für diejenigen, die während des Crashs verkauft haben.

Automatisierte Systeme und neue Regelungen

Unter der Anweisung der FSC müssen Börsen automatisierte Systeme einsetzen, die kontinuierlich die verbuchten Kundenvermögen mit den Beständen in Hot- und Cold-Wallets vergleichen, jede Prüfung protokollieren und den Handel automatisch einstellen, wenn „große Abweichungen festgestellt werden“. Die Einführung eines Kill-Schalters soll die Circuit Breaker formalisiert, die viele Plattformen entweder nicht hatten oder manuell betrieben, was die Aufsichtsbehörden als eine Lücke ansehen, die zu verzögerten Reaktionen während des Bithumb-Ereignisses beigetragen hat.

Das neue Regelwerk verschärft auch die externe Aufsicht, indem es die Buchhaltungsprüfungen von vierteljährlich auf monatlich anhebt und von den Unternehmen verlangt, die Menge der in jeder Wallet gehaltenen Vermögenswerte offenzulegen, anstatt ein einzelnes Deckungsverhältnis. Hochrisiko- und manuelle Auszahlungskonten müssen segregiert werden, mit „Drittanbieter-Kreuzprüfungen“ und mehrstufiger Genehmigung bei großen Überweisungen, um Insider- und operationale Risiken zu reduzieren.

Integration in umfassenderes Gesetz

Beamte planen, die Maßnahmen in ein umfassenderes Gesetz über virtuelle Vermögenswerte zu integrieren, das einen regulatorischen Druck ausübt, der zuvor auf den Schutz der Nutzer bei Insolvenzen von Börsen fokussiert war. Die FSC hat bereits lokale Handelsgebühren und Kreditpraktiken untersucht, um die Kosten zu senken und Risiken für inländische Krypto-Nutzer zu verringern. Bithumb seinerseits teilte den Aufsichtsbehörden mit, dass es vollständig kooperieren und seine Systeme mit „verbesserten Vermögensverifizierungsprozessen, mehrstufigen Zahlungsfreigaben und der Implementierung eines KI-gesteuerten Sicherheitssystems zur Überwachung abnormaler Transaktionen rund um die Uhr“ aufrüsten wird.