Verlust von Bitcoins bei der Gangnam-Polizeistation
Die Gangnam-Polizeistation in Südkorea hat bestätigt, dass 22 Bitcoins im Wert von etwa ₩2,1 Milliarden (ungefähr 1,6 Millionen USD) aus Polizeigewahrsam verloren gegangen sind, wie die Behörden am Freitag mitteilten. Das Verschwinden der Krypto-Assets, die während einer früheren Untersuchung beschlagnahmt wurden, wurde im Rahmen einer landesweiten Überprüfung des Umgangs mit virtuellen Vermögenswerten durch die Strafverfolgungsbehörden entdeckt.
Dieser Vorfall geschieht vor dem Hintergrund wachsender Bedenken darüber, wie Polizei und Staatsanwaltschaft digitale Vermögenswerte sichern, die in Strafsachen erlangt wurden, insbesondere nach einem ähnlichen Verlust von 320 Bitcoin (BTC) aus der Staatsanwaltschaft Gwangju im letzten Jahr.
Details zum Verlust der Bitcoins
Die Polizei gab an, dass die 22 Bitcoin, um die es geht, von Verdächtigen während einer Untersuchung im Jahr 2021 freiwillig übergeben wurden und seitdem in Gewahrsam gehalten wurden. Bei einer kürzlichen internen Überprüfung, die durch den Vorfall in Gwangju ausgelöst wurde, entdeckten die Ermittler, dass die Coins ohne Genehmigung aus dem Speicher-Wallet transferiert worden waren.
Interessanterweise befand sich die physische Cold Wallet, ein USB-ähnliches Gerät, das dazu gedacht ist, die privaten Schlüssel sicher zu speichern, weiterhin im Besitz der Gangnam-Polizei, während die Bitcoins selbst verschwunden sind. Dies deutet darauf hin, dass auf die digitalen Schlüssel zugegriffen wurde und die Vermögenswerte bewegt wurden, ohne offensichtliche Anzeichen für einen Diebstahl der Hardware selbst zu hinterlassen.
Interne Untersuchung und Reaktionen
Die Gyeonggi Northern Provincial Police Agency hat eine formelle interne Untersuchung eingeleitet, um genau zu bestimmen, wie die Coins transferiert wurden und ob dabei Personal beteiligt war. Bisher hat die Polizei öffentlich keine Mitarbeiter eines kriminellen Engagements beschuldigt, jedoch gaben die Beamten an, dass sie interne Zugriffsprotokolle, Verfahren zur Verwaltung von Wallet-Schlüsseln und alle Beweise für unbefugte digitale Übertragungen überprüfen.
Die Behörden haben nicht mitgeteilt, ob einer der fehlenden Bitcoin wiederhergestellt oder externen Wallets zugeordnet wurde, aber Berichten zufolge überprüfen die Ermittler die Blockchain-Transaktionsaufzeichnungen.