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Südkoreanische Staatsanwälte untersuchen das Verschwinden von beschlagnahmtem Bitcoin nach einem Phishing-Angriff

vor 2 Wochen
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Ermittlungen zum Verschwinden von Bitcoin

Die Staatsanwaltschaft Gwangju ermittelt derzeit im Fall des Verschwinden von Bitcoin, die aus staatlicher Verwahrung beschlagnahmt wurden. Berichten zufolge sind mehrere Bitcoins während des Lagerungs- und Verwaltungsprozesses der Staatsanwaltschaft verloren gegangen. Der Vorfall soll Mitte 2025 stattgefunden haben, wie interne Überprüfungen zeigen.

Ursache des Verlusts

Vorläufige Erkenntnisse deuten darauf hin, dass ein Phishing-Angriff die Ursache für den Verlust war, und nicht ein externer Hack auf staatliche Systeme. Beamte sollen private Schlüsselpasswörter auf einem tragbaren USB-Gerät gespeichert haben. Während einer routinemäßigen Inspektion hat ein Mitarbeiter auf eine betrügerische Website zugegriffen, was dazu führte, dass die Zugangsdaten Dritten offengelegt wurden.

Der Bitcoin wurde unwiderruflich übertragen, sobald die privaten Schlüssel kompromittiert waren, wodurch kein technischer Weg zur Wiederherstellung mehr blieb. Die Behörden haben bislang nicht offiziell die genaue Menge an betroffenem Bitcoin bekannt gegeben. Lokale Medien und interne Quellen schätzen die Verluste auf mehrere zehn Milliarden Won, was potenziell etwa 48 bis 49 Millionen US-Dollar entspricht.

Interne Untersuchung und rechtliche Rahmenbedingungen

Die Staatsanwaltschaft Gwangju bestätigte, dass eine interne Untersuchung im Gange ist, lehnte jedoch eine Stellungnahme zur genauen Bewertung oder zu operativen Details ab und verwies auf den laufenden Charakter der Ermittlungen. Es wurden keine öffentlichen Informationen über disziplinarische Maßnahmen oder Änderungen der Verwahrungsverfahren veröffentlicht.

Am 8. Januar 2026 erließ der Oberste Gerichtshof Südkoreas ein Urteil, das bestätigte, dass Bitcoin, die auf zentralisierten Börsen wie Upbit und Bithumb gehalten werden, als „beschlagnahmbares Eigentum“ gemäß dem Strafprozessgesetz gelten.

Diese Entscheidung baut auf früheren Präzedenzfällen aus den Jahren 2018 und 2021 auf, die Kryptowährungen als immaterielle Vermögenswerte mit wirtschaftlichem Wert anerkannten und die Befugnis des Staates zur Beschlagnahmung digitaler Vermögenswerte in Strafsachen erweiterten.

Herausforderungen bei der Verwaltung digitaler Vermögenswerte

Der Vorfall wirft Fragen zur technischen Bereitschaft der Regierungsbehörden auf, digitale Vermögenswerte sicher zu verwalten. Die Verwahrung von Kryptowährungen erfordert operationale Sicherheit, spezialisiertes Schlüsselmanagement und die Isolation von alltäglichen Computerumgebungen, gemäß den Branchenstandards. Der Fall verdeutlicht die Herausforderungen, vor denen der rechtliche Rahmen für digitale Vermögenswerte in Südkorea steht, während das Land weiterhin seinen Ansatz zur Durchsetzung von Kryptowährungen formalisiert.

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