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Südkoreanischer Abgeordneter steht wegen Vorwürfen zur Krypto-Börse unter Druck

vor 1 Monat
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Kontroversen um Kim Byung-kee

Kim Byung-kee, der ehemalige Fraktionsführer der Demokratischen Partei Südkoreas, sieht sich nach einem Medienbericht, der behauptet, er habe versucht, eine große Kryptowährungsfirma unter Druck zu setzen, während sein Sohn in derselben Branche eine Anstellung suchte, einer genaueren Prüfung ausgesetzt. Laut einem Bericht der Kyunghyang Shinmun wollte Kim angeblich einen Job für seinen Sohn bei der Krypto-Börse Bithumb sichern.

Rund um denselben Zeitraum äußerte Kim in der Nationalversammlung Bedenken hinsichtlich monopolartiger Praktiken der konkurrierenden Börse Upbit, die von Dunamu betrieben wird. Der Bericht besagt, dass Kim seine Mitarbeiter angewiesen habe, „Dunamu anzugreifen“, nachdem der südkoreanische Technologieriese Naver im November zugestimmt hatte, das Unternehmen in einem Deal zu übernehmen, der Berichten zufolge auf etwa 10 Milliarden Dollar geschätzt wird.

Die vorgeschlagene Übernahme steht noch unter dem Vorbehalt der regulatorischen Genehmigung, aber Kritiker äußern Bedenken hinsichtlich möglicher Interessenkonflikte, da Kim auch für die Aufsicht über Finanzinstitute zuständig ist. Kim wies jegliches Fehlverhalten entschieden zurück und erklärte, dass seine legislative Arbeit nichts mit der Anstellung seines Sohnes zu tun habe.

Kyunghyang Shinmun zitierte den Abgeordneten mit den Worten, es sei „äußerst bedauerlich“, dass seine Aktivitäten als Gesetzgeber mit der Anstellung seines Sohnes in Verbindung gebracht würden, die seiner Aussage nach durch ein offenes Rekrutierungsverfahren erfolgt sei.

Ein Sprecher von Bithumb wies ebenfalls die Vorwürfe zurück und erklärte, dass die Einstellung des Unternehmens transparent und fair durchgeführt wurde. Er fügte hinzu, dass Bedenken hinsichtlich monopolartiger Verhaltensweisen auf dem südkoreanischen Kryptomarkt seit mindestens 2021 ein langanhaltendes Problem für die politischen Entscheidungsträger seien.

Regulatorische Entwicklungen in Südkorea

Die Kontroversen kommen, während Südkorea seine Aufsicht über den Sektor der digitalen Vermögenswerte verschärft. Während die Behörden die Durchsetzungsmaßnahmen gegen Krypto-Unternehmen verstärkt haben, ist der Fortschritt bei umfassenderen regulatorischen Rahmenbedingungen noch ungleichmäßig. Insbesondere arbeiten die politischen Entscheidungsträger weiterhin an Regeln für Stablecoins.

Im Gegensatz zu den Vereinigten Staaten, die Anfang dieses Jahres umfassende Gesetze für Zahlungstablecoins verabschiedet haben, sind die Gespräche zwischen südkoreanischen Regulierungsbehörden, Banken und der Bank von Korea im November über die Rolle der Banken bei der Ausgabe von won-gestützten Stablecoins ins Stocken geraten. Die regierende Partei wird nun voraussichtlich im Januar einen überarbeiteten Stablecoin-Gesetzentwurf einbringen, nachdem sie eine wichtige regulatorische Frist verpasst hat.

ALT5 Sigma unter Druck

Die Bedenken im Kryptosektor beschränken sich nicht nur auf Südkorea. Auch das an der Nasdaq gelistete Unternehmen ALT5 Sigma steht unter Druck, nachdem ein Bericht enthüllte, dass der neu ernannte Prüfer derzeit von der Durchführung von Prüfungen ausgeschlossen ist, da die Lizenz des Unternehmens abgelaufen ist.

Laut Financial Times ersetzte das Unternehmen Anfang dieses Monats seinen vorherigen Prüfer, nachdem es versäumt hatte, die Finanzberichte für das dritte Quartal fristgerecht einzureichen, und ernannte stattdessen eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, die gemäß den texanischen Vorschriften nicht befugt ist, Prüfungsarbeiten durchzuführen. ALT5 Sigma ernannte Victor Mokuolu CPA PLLC, eine kleine in Texas ansässige Firma, deren staatliche Eintragungen zeigen, dass ihre Lizenz im August abgelaufen war und nicht erneuert wurde.

Das Unternehmen erkannte das Problem an und teilte der Financial Times mit, dass bis zur Reaktivierung der Lizenz des Unternehmens keine Prüfungen oder Überprüfungen seiner Finanzberichte durchgeführt werden. ALT5 Sigma erklärte, dass der Prüfer einer obligatorischen Peer-Review unter der Aufsicht des Texas State Board of Accountancy unterzogen wird, deren Abschluss bis Ende Januar erwartet wird.

Compliance- und Governance-Bedenken

Die Situation trägt nun zur wachsenden Liste von Compliance- und Governance-Bedenken für ALT5 Sigma bei. Die im Bericht aufgeführten regulatorischen Aufzeichnungen zeigen, dass Victor Mokuolu CPA PLLC zuvor mit Durchsetzungsmaßnahmen wegen versäumter Einreichungsverpflichtungen konfrontiert war. Im Jahr 2023 wurde die Firma mit einer Geldstrafe belegt, weil sie die Regulierungsbehörden nicht über mehrere Prüfungen öffentlicher Unternehmen informiert hatte, wobei 2024 zusätzliche Strafen für ähnliche Verstöße sowohl von staatlichen Behörden als auch vom Public Company Accounting Oversight Board verhängt wurden.

Diese Probleme erhöhen den Druck auf den Aktienkurs und den Status der Notierung von ALT5 Sigma. Tatsächlich sind die Aktien seit Anfang 2025 um mehr als 74 % gefallen, und das Unternehmen sieht sich nun dem Risiko einer Delistung von der Nasdaq gegenüber, nachdem es die Frist zur Einreichung seines Quartalsberichts für den Zeitraum bis September verpasst hat.

Die Governance-Bedenken haben sich auch nach dem Rücktritt des Vorstandsmitglieds David Danziger verstärkt, wodurch das Unternehmen nicht mehr den Anforderungen des Nasdaq-Ausschusses für Prüfungen in Bezug auf Größe und Buchhaltungsfachwissen entspricht. Die Situation wurde weiter kompliziert durch die Beziehung des Unternehmens zu World Liberty Financial, das ALT5 Sigma unterstützt. Eric Trump sollte als Teil dieser Partnerschaft dem Vorstand beitreten, wurde jedoch nach Gesprächen mit Nasdaq auf eine Beobachterrolle beschränkt. Letzten Monat entfernte das Unternehmen auch zwei leitende Angestellte aufgrund von Bedenken im Zusammenhang mit langanhaltenden rechtlichen Problemen.

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