Verwaltung von beschlagnahmten Krypto-Assets in Südkorea
Die südkoreanische National Tax Service (NTS) sucht einen privaten Verwahrungsanbieter, um beschlagnahmte Krypto-Assets zu verwalten. Dies geschieht nach einem Sicherheitsvorfall, bei dem private Schlüssel offengelegt wurden und Vermögenswerte von unbefugten Personen transferiert wurden.
Vorfall und Reaktion der NTS
Laut einem Bericht von ZDNet Korea hat die NTS begonnen, einen Plan zur Auslagerung der Verwahrung von beschlagnahmten Krypto-Assets zu überprüfen. Diese Maßnahme folgt auf einen Vorfall am 26. Februar, als eine Wallet-Wiederherstellungsphrase in einer offiziellen Pressemitteilung veröffentlicht wurde. Bilder einer Ledger-Cold-Wallet und eines Papiers mit der mnemonischen Phrase wurden ebenfalls veröffentlicht.
In der Folge fanden unbefugte Übertragungen von Krypto-Token im Wert von etwa 4,8 Millionen Dollar statt. Daher wird die Behörde nun Kandidaten anhand mehrerer Faktoren bewerten, darunter Sicherheitsanforderungen, Unternehmensgröße und ob das Unternehmen eine Versicherung gemäß dem Gesetz zum Schutz von Nutzern virtueller Vermögenswerte in Südkorea hält.
Taskforce zur Verwaltung digitaler Vermögenswerte
Eine neu gegründete Taskforce, die sich auf Systeme zur Verwaltung digitaler Vermögenswerte konzentriert, wird den Prozess leiten. Diese Taskforce arbeitet bereits an mehreren Initiativen, darunter die Verbesserung von Betriebsanleitungen, die den gesamten Lebenszyklus beschlagnahmter Vermögenswerte abdecken – von der Beschlagnahme über die Lagerung bis hin zur Liquidation.
Zudem wird sie interne Bewertungen und Schulungen des Personals durchführen. In der Zwischenzeit wird die Taskforce auch daran arbeiten, eine spezielle Abteilung einzurichten, die die krypto-bezogenen Arbeiten überwacht.
Ein im Bericht zitierter NTS-Beamter erklärte, dass die Verantwortlichkeiten auf verschiedene Abteilungen verteilt sind, fügte jedoch hinzu, dass Vorbereitungen zur Schaffung einer zentralen Einheit im Gange sind.
Hintergrund und weitere Vorfälle
Der Vorfall der NTS ist einer von vielen, die in den letzten Monaten in Südkorea aufgetreten sind. Mindestens zwei weitere ähnliche Vorfälle wurden dokumentiert, bei denen Strafverfolgungsbehörden und andere Agenturen beschlagnahmte Krypto-Assets verloren oder kompromittiert wurden.
Wie zuvor von crypto.news berichtet, hat die südkoreanische National Police Agency neue Richtlinien für den Umgang mit beschlagnahmten Kryptowährungen eingeführt. Strafverfolgungsbehörden müssen nun standardisierte Verfahren beim Umgang mit Wallet-Adressen, privaten Schlüsseln und Speichersystemen befolgen.