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Taiwan klagt 62 Personen wegen Geldwäsche in Höhe von 339 Millionen Dollar aus Krypto-Betrugsnetzwerken in Kambodscha an

vor 6 Stunden
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Taiwanesische Staatsanwälte klagen 62 Personen an

Taiwanesische Staatsanwälte haben 62 Personen wegen ihrer mutmaßlichen Verbindungen zur Prince Group angeklagt, einem Netzwerk, das vom US-Justizministerium als transnationale kriminelle Organisation eingestuft wurde. Laut einem Bericht von Reuters gehört zu den Angeklagten der Vorsitzende der Gruppe und mutmaßliche Drahtzieher Chen Zhi, der in Kambodscha festgenommen und Anfang dieses Jahres nach China ausgeliefert wurde.

Anklagen gegen Unternehmen

Auch dreizehn Unternehmen wurden wegen Straftaten angeklagt, darunter „Initiierung, Leitung, Manipulation und Befehl einer kriminellen Organisation.“ Die Staatsanwälte in Taipeh behaupten, dass die Gruppe illegale Gelder durch Taiwan geschleust hat, um „die Quelle und den Fluss der kriminellen Erlöse zu verbergen und zu tarnen“, indem sie Briefkastenfirmen sowie den Kauf von Luxusgütern, Sportwagen und Immobilien nutzten.

Geldwäsche und ihre Auswirkungen

Insgesamt sollen etwa 339 Millionen Dollar (T10,8 Milliarden) durch Taiwan gewaschen worden sein, von denen rund 174 Millionen Dollar (T5,5 Milliarden) beschlagnahmt wurden. „Um kriminelle Erlöse zu verbergen und zu tarnen, haben sie taiwanesische Staatsangehörige ausgenutzt, um Geldwäscheaktivitäten in Taiwan durch Online-Glücksspiel und illegale Überweisungen durchzuführen“, erklärten die Staatsanwälte und fügten hinzu, dass ihre Aktivitäten „die finanzielle Ordnung und soziale Stabilität Taiwans ernsthaft gestört“ und dessen internationales Ansehen beeinträchtigt hätten.

Internationale Reaktionen und Maßnahmen

Im Oktober letzten Jahres wurde Chen Zhi in einem Bundesgericht in Brooklyn, New York, wegen Verschwörung zu Drahtbetrug und Geldwäsche angeklagt, aufgrund seiner mutmaßlichen Beteiligung an „Pig Butchering“-Betrügereien, die von Betrugsanlagen in Kambodscha aus betrieben wurden und Zwangsarbeit einsetzten. Gleichzeitig reichte das US-Staatsanwaltschaftsamt für den östlichen Bezirk von New York und die nationale Sicherheitsabteilung des Justizministeriums eine zivilrechtliche Beschlagnahmeklage für 127.271 BTC ein, die damals etwa 15 Milliarden Dollar wert waren – die größte solche Maßnahme in der Geschichte des DOJ.

Im November berichtete Reuters, dass die Prince Group in einer Erklärung über eine US-Kanzlei jegliches Fehlverhalten bestritt.

Betrugsanlagen in Südostasien

Südostasien hat sich als Brennpunkt für Betrugsanlagen herausgestellt, wobei Interpol sie im vergangenen Jahr zu einer globalen Bedrohung erhob. Diese Anlagen, die oft auf Zwangsarbeit angewiesen sind, werden verwendet, um sogenannte „Pig Butchering“-Betrügereien durchzuführen, bei denen Social Engineering eingesetzt wird, um Opfer zu überzeugen, Kryptowährung zu kaufen, bevor die Betrüger die Gelder umleiten und die Kontrolle über die Mittel mithilfe gefälschter Investitionsdomains und -apps übernehmen.

US-Sanktionen und aktuelle Entwicklungen

Im Jahr 2025 verhängte das US-Finanzministerium über das Büro für ausländische Vermögenswerte Sanktionen gegen 19 Einrichtungen in Burma und Kambodscha und zerschlug Betriebsstätten, die den Opfern 2024 mehr als 10 Milliarden Dollar kosteten. Letzten Monat enthüllte eine interagentliche „Einsatzgruppe“, die eingerichtet wurde, um Betrugszentren ins Visier zu nehmen, dass sie etwa 580 Millionen Dollar in Kryptowährung eingefroren oder beschlagnahmt hatte. Zu diesem Zeitpunkt sagte Deddy Lavid, CEO der Blockchain-Analyseplattform Cyvers, gegenüber Decrypt, dass das Unternehmen 27.000 „zunehmend dezentralisierte und hybride“ kriminelle Gruppen identifiziert habe, die weltweit an Pig Butchering-Betrügereien beteiligt sind, mit einem Betrugsrisiko von etwa 27,5 Milliarden Dollar und erkannten illegalen Wertströmen.

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