Tether veröffentlicht Open Source Bitcoin-Mining-Betriebssystem
Tether hat sein Bitcoin-Mining-Betriebssystem als Open Source veröffentlicht, um Mining-Operationen für Betreiber aller Größenordnungen einfacher und zugänglicher zu gestalten. Die Ankündigung wurde am 3. Februar von Tether-CEO Paolo Ardoino gemacht, der erklärte, dass das Mining OS des Unternehmens nun vollständig Open Source ist. In einem Beitrag auf X beschrieb Ardoino die Software als eine modulare Plattform, die darauf ausgelegt ist, Operationen an mehreren Standorten zu unterstützen, mit einem verschlüsselten Peer-to-Peer-Netzwerk und breiter Hardwarekompatibilität.
Details zur Software
Die Software, offiziell bekannt als MiningOS oder MOS, wurde während des Plan ₿ Forums in San Salvador am 2. Februar als Open Source vorgestellt. Sie ist darauf ausgelegt, die Bitcoin (BTC) Mining-Infrastruktur über eine einzige Schnittstelle zu verwalten und zu automatisieren. Tether betont, dass das Bitcoin Mining OS jetzt vollständig Open Source ist und eine umfassende Betriebsplattform bietet, die von Heim-Setups bis hin zu industriellen Standorten skalierbar ist, sogar über mehrere geografische Standorte hinweg.
Die Software ist extrem modular und nutzt ein P2P-verschlüsseltes Netzwerk. Sie unterstützt eine Vielzahl von Minern und ermöglicht es Betreibern, die Hardwareleistung, den Energieverbrauch, die Kühlsysteme und die Betriebsabläufe von einem Dashboard aus zu überwachen. Ihr modulares Design erlaubt es den Nutzern, Funktionen über unabhängige Komponenten anzupassen, die durch ein gemeinsames System verbunden sind.
Vorteile und Lizenzierung
Im Gegensatz zu vielen kommerziellen Mining-Tools läuft MOS lokal und ist nicht auf zentrale Server angewiesen. Es verwendet Peer-to-Peer-Netzwerktechnologie, um die direkte Kommunikation zwischen Geräten zu ermöglichen, was laut Tether die Zuverlässigkeit und Privatsphäre verbessert. Die Plattform wurde unter der Apache 2.0-Lizenz veröffentlicht, was bedeutet, dass sie frei verwendet, modifiziert und verteilt werden kann. Sie ist darauf ausgelegt, auf leichten Geräten für kleine Setups zu laufen, unterstützt jedoch auch großangelegte Einsätze mit Tausenden von Maschinen.
Entwicklungspläne und strategische Ausrichtung
Tether (USDT) plant zudem ein begleitendes Mining SDK, das es Entwicklern ermöglicht, benutzerdefinierte Tools und Erweiterungen auf dem System zu erstellen. Das Unternehmen erklärte, dass das Framework mit Input aus der Open-Source-Community finalisiert wird. Durch die Open-Source-Veröffentlichung von MOS möchte Tether die Abhängigkeit von proprietärer Mining-Software wie Hive OS und Foreman verringern, die oft wiederkehrende Gebühren erheben. Das Unternehmen ist überzeugt, dass dieser Ansatz kleineren Betreibern helfen kann, effektiver mit großen öffentlichen Mining-Firmen zu konkurrieren.
Tethers Engagement in der Bitcoin-Infrastruktur
Dieser Schritt passt in Tethers breitere Beteiligung an der Bitcoin-Infrastruktur. Das Unternehmen hat seine Rolle in der Netzwerkunterstützung ausgeweitet und Mining-Projekte gefördert, die in den letzten Jahren betriebliche Effizienz und erneuerbare Energien priorisieren. Obwohl Tether Ende 2025 einige Mining-Operationen aufgrund steigender Energiekosten zurückgefahren hat, konzentriert sich die Veröffentlichung von MOS auf Softwareentwicklung und nicht auf Hardwarebesitz. Das Unternehmen hat das Projekt als langfristige Investition in dezentrale Infrastruktur dargestellt.
Direkte Exposition gegenüber Bitcoin
Darüber hinaus hat Tethers direkte Exposition gegenüber Bitcoin zugenommen. Neben traditionellen Beständen behandelt das Unternehmen Bitcoin seit 2023 als strategische Reserve, indem es einen Teil seiner Gewinne in seine Akquisitionen investiert hat. Anfang 2026 hielt Tether etwa 96.185 BTC, die zu diesem Zeitpunkt mehr als 8 Milliarden Dollar wert waren, und platzierte sich damit unter den größten Unternehmensinhabern von Bitcoin weltweit.
Auswirkungen auf die Branche
Die Open-Source-Veröffentlichung könnte eine größere Zusammenarbeit in der Branche in Bezug auf Mining-Tools und Standards fördern. In einer Zeit, in der die Mining-Kosten und die Netzwerkkomplexität weiterhin hoch sind, könnte die weit verbreitete Einführung von MOS dazu beitragen, die Abläufe zu vereinfachen und die Eintrittsbarrieren zu senken.