Einführung
Ein US-Bundesrichter hat vorübergehend Krypto-Assets eingefroren, die mit der institutionellen Handelsplattform Blockfills verbunden sind, im Rahmen eines laufenden Rechtsstreits mit der Investmentfirma Dominion Capital. In einer vorläufigen einstweiligen Verfügung, die vom US-Bezirksgericht für den südlichen Bezirk von New York erlassen wurde, wurde Blockfills untersagt, etwa 70,6 Bitcoin, die angeblich Dominion Capital gehören, zu übertragen oder zu veräußern, während der Fall weiterverhandelt wird.
Hintergrund des Rechtsstreits
Die Verfügung wurde erlassen, nachdem Dominion eine Klage eingereicht hatte, in der Blockfills beschuldigt wird, Kundenmittel veruntreut und vermischt zu haben, und sich geweigert hat, die Vermögenswerte zurückzugeben, nachdem die Abhebungen Anfang dieses Jahres gestoppt wurden. Laut der Klage hatte Dominion etwa 70,55 BTC und einen kleinen Bargeldbestand auf der Plattform gehalten. Die Firma behauptet, dass sie nach der plötzlichen Aussetzung der Abhebungen durch Blockfills Anfang Februar 2026 keinen Zugriff auf die Gelder hatte.
Vorwürfe gegen Blockfills
Dominion führt weiter an, dass Blockfills während interner Kundengespräche zugegeben hat, dass Kundenvermögen auf einer einzigen Bilanz vermischt und zur Deckung von Betriebskosten sowie Handelsverlusten verwendet wurden, was das Unternehmen bis Ende 2025 mit einem Bilanzdefizit von etwa 77 Millionen Dollar zurückließ. Richterin Mary Kay Vyskocil erließ die Notverfügung, nachdem Dominion argumentiert hatte, dass das Risiko bestehe, dass die Vermögenswerte bewegt oder aufgebraucht werden könnten, bevor das Gericht den Fall vollständig prüfen kann.
Folgen der Entscheidung
Die Entscheidung verhindert, dass Blockfills die umstrittenen Bitcoins überträgt oder verwandte Vermögenswerte außerhalb der Vereinigten Staaten bewegt, bis weitere Verfahren stattfinden. Die rechtlichen Schritte erfolgen vor dem Hintergrund zunehmender Belastungen für die in Chicago ansässige Krypto-Brokerage. Frühere Berichte deuteten darauf hin, dass das Unternehmen während des jüngsten Marktrückgangs etwa 75 Millionen Dollar an Kreditverlusten erlitten hat, was zu Führungswechseln und Diskussionen über einen möglichen Verkauf oder eine Rettungsfinanzierung führte.
Ausblick
Die vorläufige einstweilige Verfügung bleibt in Kraft, bis eine Gerichtsverhandlung entscheidet, ob eine langfristige Verfügung erlassen werden sollte, während die Klage voranschreitet.