Crypto Prices

Vietnam schlägt eine 0,1%ige Krypto-Steuer vor, um die Vorschriften für den Aktienhandel zu harmonisieren

vor 3 Stunden
1 minuten gelesen
2 ansichten

Neuer Steuerrahmen für Kryptowährungen in Vietnam

Das vietnamesische Finanzministerium hat einen neuen Steuerrahmen vorgeschlagen, der Kryptowährungstransaktionen ähnlich wie Aktiengeschäfte behandelt. Geplant ist eine 0,1%ige Abgabe auf jede Übertragung digitaler Vermögenswerte, die über lizenzierte Plattformen durchgeführt wird. Der Entwurf des Rundschreibens ist nun zur öffentlichen Konsultation geöffnet und zielt darauf ab, Klarheit darüber zu schaffen, wie digitale Vermögenswerte im Rahmen des aufkommenden regulatorischen Regimes des Landes besteuert werden.

Steuerliche Behandlung für private Anleger

Nach dem Vorschlag müssten private Anleger, sowohl ansässige als auch nicht ansässige, eine persönliche Einkommenssteuer von 0,1% auf den Bruttowert jeder Krypto-Übertragung zahlen, die sie über lizenzierte Dienstleister tätigen. Dies spiegelt die umsatzbasierte Steuer wider, die auf Aktiengeschäfte im vietnamesischen Markt angewendet wird. Gleichzeitig stellt der Entwurf klar, dass Krypto-Übertragungen und Handelsaktivitäten von der Mehrwertsteuer (MwSt.) befreit bleiben. Dies bekräftigt die Sicht der Regierung auf digitale Vermögenswerte als Finanzinstrumente und nicht als Waren oder Dienstleistungen, die der Verbrauchsteuer unterliegen.

Vereinfachung der Steuererhebung

Beamte betonen, dass der umsatzbasierte Ansatz die Notwendigkeit beseitigt, Nettogewinne aus jedem Handel zu berechnen, was die Einhaltung für Anleger vereinfacht und Krypto mit dem etablierten Wertpapiersteuermodell in Einklang bringt. Im Rahmen der Konsultation suchen die Behörden auch nach Rückmeldungen, wie die Steuer am besten durchgesetzt werden kann und welche Systeme lizenzierte Anbieter einrichten müssen, um sie zu erheben und abzuführen.

Besteuerung von Unternehmensinvestoren

Der Entwurf des Rahmens skizziert zudem, wie Unternehmensinvestoren unter dem neuen Regime besteuert werden würden. Unternehmen, die in Vietnam gegründet wurden und Einkommen aus Krypto-Übertragungen erzielen, würden der standardmäßigen Körperschaftssteuer von 20% unterliegen, die auf den Nettogewinnen nach Abzug der Anschaffungskosten und der damit verbundenen Transaktionskosten berechnet wird. Ausländische Unternehmensinvestoren wären ebenfalls für eine 0,1%ige Steuer auf den Wert jeder Übertragung verantwortlich, ähnlich wie die Abgabe für private Anleger.

Definition und Lizenzanforderungen

Die Gesetzgeber haben die Definition von Krypto-Vermögenswerten formalisiert als „digitale Vermögenswerte, die auf kryptografischen oder ähnlichen Technologien für die Ausgabe, Speicherung und Überprüfung von Übertragungen basieren“. Dieses Detail könnte dazu beitragen, rechtliche Sicherheit für Marktteilnehmer zu schaffen. Gleichzeitig enthält der Entwurf strenge Lizenzanforderungen für digitale Vermögensbörsen, wie ein Mindestgrundkapital von 10 Billionen vietnamesischen Dong (etwa 408 Millionen US-Dollar) und Beschränkungen für ausländische Eigentumsverhältnisse auf 49%.

Langfristige Perspektiven

Diese Steuerproposals sind Teil von Vietnams fünfjährigem Pilotprogramm für digitale Vermögensmärkte, das im September 2025 gestartet werden soll. Beamte haben erklärt, dass der Pilot langfristige Gesetzgebungen und Aufsichtsmechanismen informieren wird, während das Land versucht, den Schutz der Anleger mit dem raschen Wachstum der Krypto-Adoption in Einklang zu bringen.

Beliebt