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Was diese Woche vom House Committee zur Tokenisierung zu erwarten ist

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Untersuchung der Tokenisierung von Wertpapieren

Das House Financial Services Committee wird am Mittwoch die Tokenisierung von Wertpapieren untersuchen. Während Börsen, Marktbetreiber und Regulierungsbehörden erste Schritte unternehmen, um Aktien, Anleihen und andere Wertpapierprodukte auf blockchain-basierte Systeme zu übertragen, zeigt sich jedoch ein engerer Fokus für die Anhörung. Ein Gesetzesentwurf sieht eine gemeinsame Studie der SEC und der CFTC zu tokenisierten Wertpapieren und Derivaten vor, während ein anderer bestimmten regulierten Unternehmen erlauben würde, blockchain-basierte Aufzeichnungen gemäß zukünftigen SEC-Regeln zu verwenden. Diese Diskussionen folgen mehreren Entwicklungen, die die Tokenisierung stärker in politische und marktbezogene Debatten gerückt haben.

Regulatorische Rahmenbedingungen

Im Januar erklärte die SEC, dass tokenisierte Aktien und Anleihen weiterhin den bestehenden Wertpapiergesetzen unterliegen, selbst wenn die Aufzeichnungen auf der Blockchain erfolgen. Anfang dieses Monats erweiterte sie ihren Krypto-Rahmen und stellte fest, dass die meisten Krypto-Assets keine Wertpapiere sind, während tokenisierte Wertpapiere klar im Zuständigkeitsbereich der SEC bleiben. In der vergangenen Woche setzten die SEC und die CFTC ein Kooperationsabkommen um, was zeigt, dass die Regulierungsbehörden bereits daran arbeiten, die Aufsicht zu harmonisieren, während der Kongress das Thema aufgreift.

Marktbewegungen und Dringlichkeit der Debatte

Marktbewegungen haben die Dringlichkeit der Debatte weiter verstärkt, da Projekte von Nasdaq, NYSE und DTCC die Tokenisierung in der Marktinfrastruktur vorantreiben. Die am Sonntag veröffentlichten Materialien deuten darauf hin, dass sich die bevorstehende Anhörung darauf konzentrieren wird, wie tokenisierte Finanzprodukte in die aktuellen Marktregeln integriert werden können.

„Betrachten Sie dies als eine Schlacht in einem langen Krieg“,

sagte Austin Campbell, Gründer der Krypto-Risiko- und Compliance-Beratung Zero Knowledge, gegenüber Decrypt. Die Anhörung könnte die Gesetzgebung vorantreiben und den Gesetzgebern sowie den Mitarbeitern einen klareren Blick darauf geben, wie sich die Finanzmärkte verändern.

Diskussionsthemen und Zeugen

Die Gesetzgeber werden wahrscheinlich diskutieren, was „jetzt passiert, was aus regulatorischer Sicht erforderlich ist, damit dies geschieht, und was in Zukunft funktionieren wird“, so Campbell. Die Beteiligten kommen aus einem „regulatorischen und traditionellen Finanzumfeld“. Die Liste der Zeugen vereint Stimmen aus Wall Street, Marktinfrastruktur und der Krypto-Industrie, wobei SIFMA, die Blockchain Association, DTCC und Nasdaq aussagen werden. Die Struktur der Anhörung deutet darauf hin, dass die Diskussion weitgehend von etablierten Akteuren und Handelsgruppen geprägt ist, wobei der Fokus wahrscheinlich auf tokenisierten Wertpapieren, Derivaten und den erforderlichen Regeln liegen wird, um diese zu unterstützen.

Kritik an der Zeugenliste

„Das Panel neigt stark zu etablierten Akteuren und Branchenverbänden. Dies prägt, was die Anhörung tatsächlich ans Licht bringen kann“,

sagte Andrew Rossow, Anwalt für öffentliche Angelegenheiten und CEO von AR Media Consulting, gegenüber Decrypt. Auffällig ist das Fehlen eines Verbraucherschutz- oder Investorenvertreters, eines akademischen Skeptikers und eines Vertreters eines DeFi- oder krypto-nativen Protokolls auf der Zeugenliste. Diese Auslassung könnte erklären, warum sich die Anhörung möglicherweise auf einen engeren Satz regulatorischer Bedenken konzentriert. Ein zentrales Thema ist, wie tokenisierte Finanzprodukte klassifiziert werden.

„Der aktuelle rechtliche Präzedenzfall beantwortet dies nicht klar, und der Howey-Test wurde nicht für Instrumente oder Vermögenswerte entwickelt, die sowohl leicht übertragbar sind als auch als Wertpapiere und Zahlungsmittel dienen können“,

erklärte Rossow.

Unbeantwortete Fragen und Herausforderungen

Der Gesetzentwurf, der bestimmten regulierten Unternehmen die Verwendung blockchain-basierter Aufzeichnungen erlaubt, „mag operationell und unkontrovers erscheinen“, ist es aber nicht, so Rossow. Die Zeugen werden wahrscheinlich mit unbeantworteten Fragen konfrontiert, welche Standards diese Aufzeichnungen erfüllen müssen, wer nachweisen muss, dass sie zuverlässig sind, und wie mit Ausfällen wie Blockchain-Reorganisationen oder verlorenen privaten Schlüsseln umgegangen wird. Der andere Gesetzentwurf zur Modernisierung der Märkte durch Tokenisierung ist ein „Verzögerungsmechanismus, der als Handlung verkleidet ist“, fügte er hinzu. Keiner der beiden Gesetzentwürfe behandelt das, was Rossow als „die folgenreichste ungelöste rechtliche Frage in tokenisierten Kapitalmärkten“ bezeichnete, nämlich ob ein tokenisiertes Asset ein Wertpapier ist. Bisher veröffentlichte Materialien behandeln nicht die damit verbundenen Investorenrisiken, die mit fehlerhaftem Code, unbemerkten Upgrades und Blockchain-Reorganisationen verbunden sind.