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83 % der Krypto-Unternehmen riskieren den Verlust des Zugangs zur EU, da die MiCA-Frist näher rückt

vor 3 Stunden
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Krypto-Unternehmen in der EU vor entscheidender Frist

Ein erheblicher Teil der Krypto-Unternehmen, die in der Europäischen Union tätig sind, könnte bald die Zeit ausgehen, um weiterhin Kunden im Block zu bedienen. Die Übergangsfrist unter der Verordnung über Märkte für Krypto-Assets, bekannt als MiCA, endet in der gesamten EU am 1. Juli 2026. Nach diesem Datum dürfen Krypto-Asset-Dienstleister ohne vollständige MiCA-Autorisierung keine regulierten Dienstleistungen mehr für EU-Kunden anbieten.

Die Bedeutung der MiCA-Verordnung

Diese Frist ist entscheidend, da MiCA die fragmentierten nationalen Krypto-Regelungen der EU durch einen einheitlichen Genehmigungsrahmen ersetzt. Unternehmen, die in einem Mitgliedstaat die Genehmigung erhalten, können ihre Dienstleistungen in der Regel im gesamten Europäischen Wirtschaftsraum anbieten. Unternehmen, die keine Genehmigung erhalten, müssen aufhören, EU-Kunden zu bedienen und ihre betroffenen Geschäfte einstellen.

Aktuelle Situation und Herausforderungen

Das Ausmaß des Problems ist erheblich. Vor MiCA gab es mehr als 1.200 nationale Registrierungen von virtuellen Asset-Dienstleistern in der EU, während breitere Branchenabschätzungen die Zahl der Krypto-Organisationen in der Region noch höher ansetzten. Öffentliche Lizenzverzeichnisse, die auf dem vorläufigen MiCA-Register der ESMA basieren, deuten darauf hin, dass bis Mitte Juni 2026 nur etwa 200 Unternehmen die vollständige Genehmigung erhalten haben. Das bedeutet, dass ungefähr vier von fünf zuvor registrierten Anbietern möglicherweise noch außerhalb des neuen Lizenzrahmens stehen, während sich die Frist nähert.

„Ein großer Teil des Marktes scheint in den Juli zu gehen, ohne eine bestätigte Genehmigung für den Betrieb unter MiCA zu haben.“

Übergangsfrist und ihre Auswirkungen

MiCA umfasst eine Übergangsfrist für Unternehmen, die bereits unter nationalen Regeln tätig waren, bevor der neue EU-Rahmen vollständig in Kraft trat. Dies ermöglichte es vielen Anbietern, weiterhin Kunden zu bedienen, während sie einen Antrag auf MiCA-Autorisierung stellten. Dieser vorübergehende Schutz läuft am 1. Juli 2026 aus.

Bis dahin wird erwartet, dass nicht autorisierte Krypto-Asset-Dienstleister Abwicklungspläne umgesetzt, die Aufnahme betroffener Kunden gestoppt und eine geordnete Übertragung oder Schließung von Dienstleistungen, wo nötig, arrangiert haben.

Ungleichheiten im Markt

Die Auswirkungen werden nicht gleichmäßig über den Markt verteilt sein. Große Börsen und gut finanzierte Plattformen sind besser positioniert, um Anträge vorzubereiten, Compliance-Teams aufzubauen und mit nationalen Regulierungsbehörden zu kommunizieren. Kleinere Unternehmen, lokale Anbieter und Firmen, die auf leichtere nationale Regelungen angewiesen sind, stehen vor einem viel schwierigeren Übergang.

Der Druck auf Regulierungsbehörden

Die letzten Tage vor der Frist schaffen eine schwierige Wahl für Regulierungsbehörden und Unternehmen. Nationale Behörden können schnell Anträge bearbeiten, aber hastige Genehmigungen bergen Risiken. Die ESMA hat bereits vor schwachen Aufsichtsstandards gewarnt und zuvor Bedenken hinsichtlich schneller Lizenzentscheidungen in Teilen der EU geäußert.

„Eine schwache Genehmigungsentscheidung in einem Land könnte den gesamten Block betreffen.“

Fazit

Die Quintessenz ist einfach: Die Frist von MiCA am 1. Juli ist nicht nur ein weiteres Compliance-Datum. Es ist der Punkt, an dem der Krypto-Markt Europas von fragmentierten nationalen Genehmigungen zu einem einheitlichen EU-Regelwerk übergeht. Für autorisierte Unternehmen könnte dies die Tür zu einem einheitlicheren und glaubwürdigeren Markt öffnen. Für nicht autorisierte Unternehmen könnte es das Ende ihrer Fähigkeit markieren, EU-Kunden zu bedienen.