Bundesstaatliche Anklage gegen drei Männer aus Missouri
Drei Männer aus Missouri haben sich nicht schuldig bekannt zu einer bundesstaatlichen Anklage, die mit einem angeblichen Plan verbunden ist, Bitcoin durch einen Einbruch in Connecticut zu stehlen. Das Büro des US-Staatsanwalts für den Bezirk Connecticut gab am 4. August die Anklagen gegen Sedric Louis (32), John Davis (34) und Martel Williams (27), alle aus St. Louis, bekannt. Eine Grand Jury in New Haven hatte am 22. Mai eine überarbeitete Anklage erhoben, die die drei Angeklagten der Verschwörung zur Beeinträchtigung des Handels durch Raub, allgemein bekannt als Hobbs Act-Raub, beschuldigt. Das Bundesrecht sieht eine Strafe von bis zu 20 Jahren vor, wobei die tatsächliche Strafe von einer Verurteilung und den Feststellungen des Gerichts abhängt.
Details des angeblichen Plans
Laut dem Justizministerium reisten die Angeklagten zwischen dem 21. und 24. August 2024 nach Connecticut. Die Staatsanwaltschaft behauptet, dass sie Mietfahrzeuge, Luftgewehre und Walkie-Talkies beschafften, bevor sie das beabsichtigte Ziel und dessen Eltern zwei Tage lang beobachteten. Der angebliche Plan sah vor, in das Haus der Familie einzudringen, das Ziel zu bedrohen und eine Übertragung von Bitcoin auf Konten zu erzwingen, die von den Organisatoren kontrolliert werden.
Die Staatsanwaltschaft berichtet, dass die Gruppe aus Missouri das Haus verließ, nachdem sie befürchtet hatte, dass die Sicherheitskameras des Hauses sie aufgezeichnet hatten, und nachdem sie das Vertrauen in ihren Plan verloren hatte. Das Justizministerium gibt an, dass eine andere Gruppe aus Florida ankam, nachdem die Männer aus Missouri abgereist waren. Die Polizei von Danbury nahm am 25. August 2024 sechs Männer aus Florida nach einem gewalttätigen Autodiebstahl sowie der Schlägerei und Entführung von zwei Personen fest. Die Ermittler identifizierten die Opfer als die Eltern einer Person, die an dem Diebstahl von Hunderten Millionen Dollar in Bitcoin beteiligt war. Die neueste Veröffentlichung nennt diese Person nicht und gibt nicht an, wie viel Kryptowährung die angebliche Einbruchcrew zu erwarten hatte.
Rechtsstatus der Angeklagten
Die drei neuen Angeklagten haben die Anklage bestritten. Louis und Davis befinden sich seit ihren Festnahmen am 25. Juni in Haft und haben am 30. Juli nicht schuldig plädiert. Williams plädierte am 17. Juli nicht schuldig und wurde gegen Kaution freigelassen. Das Justizministerium betonte, dass „eine Anklage kein Beweis für Schuld“ sei und dass alle drei als unschuldig gelten.
Weitere Entwicklungen im Fall
Die Anklage geht über die drei neu angekündigten Angeklagten hinaus. Adam Iza bekannte sich am 1. Juni schuldig wegen derselben Verschwörung nach dem Hobbs Act. Die Staatsanwaltschaft sagt, er habe mit Teilnehmern kommuniziert, die die Logistik geleitet und die Finanzierung bereitgestellt haben. Seine Verurteilung ist für den 12. August angesetzt. Saif Faiq bekannte sich am 8. Juni schuldig. Das Justizministerium berichtet, dass er Teilnehmer rekrutiert, nach Connecticut gereist und bei der Überwachung geholfen hat. Seine Verurteilung ist für den 28. August angesetzt. Sechs Personen, die wegen des späteren Autodiebstahls und der Entführung angeklagt wurden, haben ebenfalls gestanden, so die Staatsanwaltschaft.
Zusammenfassung und Ausblick
Der Fall spiegelt die Anwendung physischer Zwangsmittel wider, um Inhaber digitaler Vermögenswerte ins Visier zu nehmen. Wie crypto.news zuvor berichtete, standen drei Männer in einem separaten angeblichen Kryptowährungsraubüberfall von 6,5 Millionen Dollar unter bundesstaatlicher Anklage, der Entführung und erzwungenen Übertragungen beinhaltete. In verwandten Berichten wehrte ein französischer Krypto-Arbeiter einen bewaffneten Eindringling ab, der angeblich Zugang zu Kryptowährungs-Wallets suchte.
Die Ankündigung des Justizministeriums vom 4. August gab kein Datum für den Prozess von Louis, Davis oder Williams an. Das Bundesgericht wird als nächstes über vorprozessuale Anträge, Beweise und Zeitpläne entscheiden, es sei denn, die Parteien erreichen ein Vergleichsabkommen. Die FBI New Haven Violent Crimes Task Force, die FBI-Büros in Los Angeles und St. Louis sowie die Polizei von Danbury ermitteln. Die stellvertretenden US-Staatsanwälte Karen L. Peck und Daniel George führen den Fall. Die für August angesetzten Verurteilungen von Iza und Faiq könnten die nächsten öffentlichen Updates in der umfassenderen Anklage liefern.