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Australiens Oberster Gerichtshof hebt Block Earners Berufung im Lizenzstreit mit der ASIC auf

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Urteil des Obersten Gerichtshofs Australiens

Der Oberste Gerichtshof Australiens hat einstimmig mit 7:0 zugunsten der Australian Securities and Investments Commission (ASIC) entschieden und festgestellt, dass das frühere Festzins-Krypto-Produkt von Block Earner eine Finanzdienstleistungslizenz gemäß dem geltenden Recht erforderte.

Details des Urteils

Laut einem Gerichtsdokument vom 17. Juni stellte der Oberste Gerichtshof fest, dass das von Web3 Ventures Pty Ltd, das als Block Earner agiert, angebotene Produkt als Einrichtung für finanzielle Investitionen fungierte und auch die rechtliche Definition eines Derivats erfüllte. Das Gericht stellte fest, dass die Renditen der Anleger von den Bewegungen der zugrunde liegenden digitalen Vermögenswerte und Wechselkurse abhingen.

Infolge des Urteils wird der Fall an das Bundesgericht zurückverwiesen, das nun die Berufung der ASIC in Bezug auf Strafen im Zusammenhang mit früheren Verfahren gegen das Unternehmen prüfen wird.

Hintergrund der Klage

Die ASIC erklärte in einer Mitteilung am Mittwoch, dass sie im November 2022 zivilrechtliche Strafverfahren gegen Block Earner eingeleitet habe, da Bedenken bestanden, dass das Earner-Produkt ohne die erforderliche Lizenz angeboten wurde. Laut dem Regulierer erhielten die Anleger, die das Produkt nutzten, nicht die wichtigen Schutzmaßnahmen, die im Rahmen der Finanzdienstleistungen Australiens verfügbar sind.

Gerichtsdokumente und die Erklärung der ASIC zeigen, dass der Streit in den letzten zwei Jahren durch mehrere Phasen des australischen Justizsystems gegangen ist. Das Bundesgericht entschied im Februar 2024, dass Block Earner ein nicht registriertes verwaltetes Investitionsschema betrieben hatte. Obwohl das Gericht später im Juni 2024 entschied, keine finanziellen Strafen zu verhängen, focht die ASIC dieses Ergebnis an und legte im selben Monat Berufung ein. Kurz darauf reichte Block Earner am 9. Juli 2024 eine Gegenberufung ein.

Das Bundesgericht entschied im April 2025 zugunsten des Unternehmens, genehmigte die Gegenberufung und wies die Herausforderung der ASIC zurück. Das Urteil des Obersten Gerichtshofs am Mittwoch hob diese Entscheidung auf.

Reaktionen und zukünftige Pläne

Die Vorsitzende der ASIC, Sarah Court, begrüßte das Ergebnis und sagte, das Urteil unterstütze die langjährige Auffassung der Regulierungsbehörde, dass die australischen Gesetze für Finanzprodukte auf neue Technologien anwendbar sind, ohne dass gesetzgeberische Änderungen erforderlich sind. „Dies verstärkt die langjährige Position der ASIC, dass die Definition eines Finanzprodukts weit gefasst und technologie-neutral ist und somit neue und aufkommende Produkte ohne die Notwendigkeit einer Änderung der Gesetzgebung erfasst“, sagte Court.

Obwohl der Rechtsstreit sich auf das Earner-Renditeprodukt konzentrierte, stellte Block Earner das Angebot im November 2022 freiwillig ein und hat seitdem sein Geschäft auf Kreditdienstleistungen umgestellt. Im Mai 2026 erhielt das Unternehmen eine australische Kreditlizenz und kündigte Pläne an, kryptobasierte Hypothekendarlehen zu entwickeln. Zu diesem Zeitpunkt erklärte Block Earner, dass das Produkt es den Kreditnehmern ermöglichen würde, Bitcoin als Sicherheit für die Immobilienfinanzierung zu verwenden, ohne ihre Bestände verkaufen zu müssen.

Die Lizenz war bemerkenswert, da sie das erste Mal darstellt, dass eine digitale Vermögensplattform in Australien autorisiert wurde, Kreditprodukte unter ihrer eigenen Lizenz anzubieten. Frühere Unternehmensmitteilungen verknüpften die Initiative auch mit dem wachsenden Interesse an der Integration digitaler Vermögenswerte in traditionelle Hypothekenmärkte. Ähnliche Diskussionen sind in den Vereinigten Staaten aufgekommen, wo Bundeswohnungsbehörden und Gesetzgeber Rahmenbedingungen untersucht haben, die es ermöglichen könnten, bestimmte regulierte Krypto-Bestände bei Hypothekenbewertungen zu berücksichtigen.