Crypto Prices

Betrüger fordern Krypto-Zahlungen von Schiffen, die nahe der Straße von Hormuz gestrandet sind

vor 2 Stunden
1 minuten gelesen
2 ansichten

Betrügerische Nachrichten an Reedereien

Unbekannte Akteure haben betrügerische Nachrichten an Reedereien gesendet, deren Schiffe westlich der Straße von Hormuz gestrandet sind. Dies geht aus einer Warnung der griechischen maritimen Risikofirma MARISKS hervor, die von Reuters zitiert wird. In den Nachrichten wird angeblich Bitcoin oder USDT im Austausch für eine „Freigabe“ durch die Wasserstraße gefordert.

Details des Betrugs

MARISKS berichtete, dass sich die Absender als iranische Behörden ausgaben. In einer Nachricht wurde den Reedereien mitgeteilt, dass sie die Schiffsunterlagen zur Überprüfung durch die iranischen Sicherheitsdienste einreichen sollten, bevor eine Transitgebühr in Kryptowährung festgelegt wird. Es wurde erklärt, dass die Zahlung es dem Schiff ermöglichen würde, „ungehindert zur vorher vereinbarten Zeit“ zu passieren.

Hintergrund der Situation

Der Betrug trat auf, während der Verkehr durch die Straße von Hormuz aufgrund konkurrierender Beschränkungen unter Druck stand. Die Vereinigten Staaten haben seit etwa einer Woche eine Blockade der iranischen Häfen aufrechterhalten, während Iran seine eigene Schließung der Straße zunächst aufgehoben und später wiederhergestellt hat. Vor dem jüngsten Konflikt im Nahen Osten hatte die Wasserstraße etwa ein Fünftel der globalen Öl- und verflüssigten Erdgaslieferungen abgewickelt. Hunderte von Schiffen und etwa 20.000 Seeleute sind laut dem Bericht im Golf gestrandet. Die anhaltende Störung hat die Reedereien anfällig für falsche Angebote für die Passage gemacht.

Betroffene Schiffe und mögliche Folgen

MARISKS berichtete, dass mindestens ein Schiff, das am 18. April versuchte, die Straße zu verlassen und unter Beschuss von iranischen Booten geriet, möglicherweise von dem Betrug betroffen war. Die Firma gab nicht an, ob eine Zahlung geleistet wurde, äußerte jedoch Bedenken, dass das Schiff möglicherweise auf die falsche Kontaktaufnahme vor dem Angriff reagiert hatte.

Iranische Gebühren und diplomatische Bemühungen

Der Bericht fügte hinzu, dass der Betrug auf Irans Vorschlag folgt, Schiffe während der Waffenstillstandsverhandlungen für eine sichere Durchfahrt durch die Straße zu belasten. Die Financial Times berichtete am 8. April, dass Teheran Gebühren von bis zu 2 Millionen Dollar pro Tanker anstrebte, wobei Zahlungen in Kryptowährung, einschließlich Bitcoin, erlaubt sein sollten. Hamid Hosseini, ein Sprecher des iranischen Verbands der Öl-, Gas- und petrochemischen Produkte-Exporteure, sagte der FT, dass die Gebühr bei etwa „1 Dollar pro Barrel Öl“ liege.

Aktuelle Entwicklungen

Die Warnung kam zu einem Zeitpunkt, als die diplomatischen Bemühungen ungewiss blieben. Die BBC berichtete, dass US-Präsident Donald Trump erklärte, Washington werde seine Blockade der iranischen Häfen nicht aufheben, bis ein Deal mit Iran erreicht sei. Der aktuelle US-Iran-Waffenstillstand läuft am 23. April aus. Es bleibt unklar, ob eine zweite Runde von Friedensgesprächen in Pakistan stattfinden wird, was die Reedereien dazu zwingt, weiterhin Sicherheits- und Betrugsrisiken in der Region zu managen.