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Clarity Act und Krypto-Steuerlücke: Milliarden-Dollar-Vorschlag des Weißen Hauses

vor 5 Stunden
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Haushaltsvorschlag des Weißen Hauses für 2026

Der Haushaltsvorschlag des Weißen Hauses für 2026 zielt neben dem Clarity Act auch darauf ab, die Wash-Sale-Lücke zu schließen. Diese Lücke ermöglicht es Krypto-Händlern, Verluste zu realisieren und sofort wieder zu kaufen. Während diese Praxis für Aktienanleger illegal ist, bleibt sie unter den aktuellen Regeln für digitale Vermögenswerte völlig legal. Der Vorschlag würde die Wash-Sale-Regeln erstmals auf Krypto anwenden und digitale Vermögenswerte steuerlich gleich behandeln wie traditionelle Wertpapiere.

Zusätzliche Steuermaßnahmen

Zusätzlich umfasst der Vorschlag eine Verbrauchsteuer von 30 % auf den Strom, der für das Krypto-Mining verwendet wird, über die DAME (Digital Asset Mining Energy) Steuer. Außerdem wird eine FATCA-Meldepflicht für US-Steuerzahler eingeführt, die mehr als 50.000 USD in ausländischen Krypto-Konten halten.

Was bewirkt die Wash-Sale-Regel?

Nach dem aktuellen Gesetz blockiert die Wash-Sale-Regel Aktienanleger daran, einen Steuerverlust geltend zu machen, wenn sie dasselbe oder im Wesentlichen identische Wertpapiere innerhalb von 30 Tagen zurückkaufen. Krypto wird jedoch als Eigentum und nicht als Wertpapier klassifiziert, was bedeutet, dass diese Regel nicht anwendbar ist. Händler haben diese Lücke aggressiv genutzt, indem sie eine Bitcoin-Position mit Verlust verkauft haben, um einen Abzug zu sichern, und dann sofort wieder gekauft haben, um ihre Exposition aufrechtzuerhalten. Diese Praxis, bekannt als Steuerverlust-Ernte, war für Krypto-Inhaber völlig legal. Der Vorschlag des Weißen Hauses würde diese Lücke schließen. Sollte er verabschiedet werden, wäre Krypto denselben 30-tägigen Einschränkungen wie Aktien unterworfen.

Politische Perspektiven

Hat dieser Vorschlag eine realistische Chance, im Kongress angenommen zu werden, ähnlich wie der Clarity Act? Die politische Situation ist angespannt. Das gleiche Weiße Haus, das den Clarity Act als pro-Krypto-Regulierungsrahmen vorantreibt, schlägt gleichzeitig Krypto-Steuervorschriften vor. Dies stellt für die Verwaltung keinen Widerspruch dar; vielmehr wird der Krypto-Steuervorschlag als Gleichbehandlung und nicht als Bestrafung dargestellt. Im Kongress könnte dies jedoch anders ankommen. Der Kongress bewegt sich derzeit in Richtung krypto-freundlicher Gesetzgebung. Die Debatte über den Clarity Act im Senatsausschuss für Banken beansprucht bereits legislative Kapazitäten, und eine Verschärfung der Krypto-Steuervorschriften könnte diesem Momentum entgegenstehen.

Regulatorische Entwicklungen

Gleichzeitig bearbeitet die SEC bedeutende regulatorische Vorschläge, einschließlich einer Regeländerung mit 85 Punkten, die Bitcoin- und XRP-ETF-Notierungen betreffen. Die Krypto-Politik wird somit in mehrere Richtungen gezogen. Um das ins rechte Licht zu rücken: Ähnliche Vorschläge zur Wash-Sale-Regel wurden bereits während der Obama- und Biden-Regierungen erörtert, haben jedoch den Kongress nie passiert.

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