Einführung des PACE Act
Ein neuer Gesetzentwurf, der PACE Act, würde es qualifizierten, nicht-banken Zahlungsunternehmen ermöglichen, direkt auf die Zahlungsinfrastruktur der Federal Reserve zuzugreifen. Dies könnte Gebühren und Verzögerungen reduzieren und gleichzeitig mit dem GENIUS Act-Regime für Stablecoins harmonieren.
Ziele und Vorteile des PACE Act
Ein US-Kongressabgeordneter hat den PACE Act vorgeschlagen, um das US-Zahlungssystem zu modernisieren und qualifizierten Zahlungsunternehmen den direkten Zugang zu den Zahlungsrails der Federal Reserve zu ermöglichen. Laut Marktberichten würde der Vorschlag regulierten Nicht-Banken-Anbietern erlauben, sich direkt mit Systemen wie Fedwire, FedACH und FedNow zu verbinden.
Ziel ist es, Abwicklungsverzögerungen zu minimieren, Transaktionsgebühren zu senken und Überweisungen für Verbraucher und Unternehmen zu beschleunigen. Die erste Reaktion von Gruppen aus der Fintech- und Kryptowährungsbranche war positiv, da sie die Gesetzgebung als Chance sehen, den US-Zahlungsstapel schneller, kostengünstiger und wettbewerbsfähiger im Vergleich zu privaten Alternativen und anderen Jurisdiktionen, die mit Echtzeit-Zahlungssystemen experimentieren, zu gestalten.
Regulierung und Aufsicht
Eine Analyse des Entwurfsrahmens auf LinkedIn besagt, dass der PACE Act eine neue bundesstaatliche Kategorie, den „Registered Covered Provider“, schaffen würde, der vom Office of the Comptroller of the Currency überwacht wird. Berechtigte Unternehmen würden ein gesetzliches Recht erhalten, ohne eine vollständige Banklizenz einen Antrag auf Fed-Zahlungskonten zu stellen.
Um sich zu qualifizieren, müssten Unternehmen typischerweise entweder mehr als 40 staatliche Geldübermittlungs-Lizenzen oder eine staatliche Einlagelizenz besitzen. Diese Schwelle zielt darauf ab, große Zahlungsabwickler, Überweisungsplattformen und bedeutende Krypto-Intermediäre zu erfassen, die bereits auf nationaler Ebene tätig sind.
Einheitliche Aufsicht und Reservevorschriften
Dieselben Analyse legt nahe, dass das Gesetz diesen Unternehmen effektiv eine „Pass“ über alle 50 Bundesstaaten gewähren würde. Dadurch könnte der derzeit kostspielige und fragmentierte Lizenzierungsprozess umgangen und durch eine einheitliche bundesstaatliche Aufsicht sowie strenge Reservevorschriften ersetzt werden.
Diese Reservevorschriften spiegeln Elemente des kürzlich verabschiedeten GENIUS Act wider, der eine 1:1-Deckung in Bargeld, Federal Reserve-Einlagen, US-Staatsanleihen oder tokenisierten Äquivalenten erfordert. Dies wird als Möglichkeit angesehen, Kundengelder sicher zu halten und Nichtbanken den Zugang zu Zentralbankgeld zu ermöglichen.
Verbraucherorientierte Reform
In einer von Politico zitierten Notiz argumentierte ein Unterstützer, dass „wir die Belastung durch Bankgebühren, die zu viele amerikanische Familien tragen, verringern können, indem wir einen breiteren Zugang zu innovativen Zahlungssystemen ermöglichen, die günstigere, schnellere und zuverlässigere Dienstleistungen bieten“.
Der PACE Act wird somit als verbraucherorientierte Reform dargestellt, nicht als Geschenk an Fintechs. Sollte das Gesetz verabschiedet werden, würde es neben dem GENIUS-Stablecoin-Rahmen und den jüngsten SEC-Maßnahmen zur Rechnungslegung digitaler Vermögenswerte stehen und Teil einer umfassenderen Umgestaltung der US-Marktinfrastruktur sein.
Dies könnte es großen Krypto- und Zahlungsunternehmen ermöglichen, Dollar über die Fed-Rails zu bewegen, anstatt sich ausschließlich auf Korrespondenzbanken zu verlassen.