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Dimons Kampf intensiviert sich, während Coinbase auf die Verabschiedung des CLARITY Act drängt

vor 2 Stunden
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Coinbase und der CLARITY Act

Coinbase hat seinen Einsatz für klare Regeln im US-Kryptomarkt verstärkt, während sich die Senatoren auf eine entscheidende Abstimmung über den CLARITY Act in diesem Monat vorbereiten. Shirzad, der Chief Policy Officer von Coinbase, äußerte in der Sendung „Mornings with Maria“ auf Fox Business, dass der Digital Asset Market Clarity Act das bedeutendste Finanzregulierungsgesetz seit Dodd-Frank werden könnte. Er argumentierte, dass das Gesetz digitalen Vermögensfirmen endlich klare Richtlinien in den Vereinigten Staaten bieten würde.

Gesetzgebungsverlauf

Die Gesetzgebung wurde am 14. Mai mit 15 zu 9 Stimmen im Senatsausschuss für Banken genehmigt. Die demokratischen Senatoren Ruben Gallego aus Arizona und Angela Alsobrooks aus Maryland schlossen sich den Republikanern an, um die Maßnahme zu unterstützen. Um im Plenum voranzukommen, benötigt das Gesetz jedoch noch 60 Stimmen im Senat.

In dem Interview betonte Shirzad, dass die Republikaner weitgehend hinter dem Gesetz vereint bleiben. Er fügte hinzu, dass mehrere Senatoren der Demokratischen Partei die Gesetzgebung vorantreiben wollen, nachdem fast 80 Abgeordnete der Demokratischen Partei die Maßnahme unterstützt haben.

Warnungen und Herausforderungen

Senatorin Cynthia Lummis warnte am 29. Mai auf X, dass der Kongress möglicherweise bis 2030 keine ernsthafte Chance mehr haben wird, Gesetze zu digitalen Vermögenswerten zu verabschieden. Laut Lummis wären Entwickler ohne rechtliche Schutzmaßnahmen weiterhin gefährdet, wenn die Gesetzgeber während dieses Kongresses nicht handeln.

Das nächste Zeitfenster für die Gesetzgebung zu digitalen Vermögenswerten nach diesem Kongress wird voraussichtlich 2030 sein. Bis dahin bleiben Entwickler ohne rechtliche Schutzmaßnahmen, und die Strafverfolgung hat nicht die notwendigen Werkzeuge, um schlechte Akteure zur Rechenschaft zu ziehen. Der Clarity Act könnte beide Probleme lösen.

Unterstützung durch die Regierung

Präsident Donald Trump hat zudem die Gesetzgebung zu Kryptowährungen zu einer Priorität seiner Verwaltung gemacht. In einem Beitrag auf Truth Social unterstützte Trump einen „zukunftssicheren“ Rahmen für den Markt digitaler Vermögenswerte, während sein Team einen Unterzeichnungstermin am 4. Juli anstrebt.

Shirzad beschrieb das Gesetz als einen Weg für Banken, unter klareren bundesstaatlichen Regeln in den Kryptosektor einzutreten. Er erklärte, die Gesetzgebung würde den Banken zum ersten Mal seit den 1990er Jahren neue Befugnisse zur Teilnahme an digitalen Vermögenswerten geben. Laut Shirzad wollen JPMorgan und andere große Banken Zugang zum Kryptomarkt.

Regulatorische Erfolge und Herausforderungen

Am 29. Mai erzielte Coinbase zudem einen separaten regulatorischen Erfolg: Die Commodity Futures Trading Commission gab eine Richtlinie heraus, die es Coinbase Financial Markets ermöglicht, US-institutionelle Kunden mit globalen Kryptoderivatemärkten zu verbinden. Shirzad bezeichnete den Schritt der CFTC als bedeutende regulatorische Freischaltung und erklärte, dass die Entscheidung Trumps erklärtes Ziel unterstütze, mehr Aktivitäten des Kryptomarktes auf US-Boden zu bringen.

Politische Streitpunkte

Ein ungelöstes politisches Streitpunkt betrifft die Belohnungen für Stablecoins. Die Senatoren Thom Tillis und Angela Alsobrooks erzielten im Mai einen Kompromiss, der Belohnungen, die wirtschaftlich ähnlich wie Bankeinlagenzinsen sind, blockiert, während aktivitätsbasierte Anreize erlaubt werden. Shirzad erklärte, Tillis und Alsobrooks hätten klargestellt, dass die Kompromissformulierung festgelegt ist und sie planen, diese mit anderen Gesetzgebern zu verteidigen.

Kritik und Reaktionen

JPMorgan Chase CEO Jamie Dimon kritisierte das Gesetz während eines Interviews am 28. Mai mit Maria Bartiromo. Dimon äußerte, Krypto-Plattformen sollten als Banken agieren, wenn sie bankähnliche Privilegien wünschen. Zudem äußerte er Bedenken hinsichtlich der Vorschriften zur Bekämpfung von Geldwäsche und der Durchsetzung des Bankgeheimnisgesetzes. Er betonte, dass die Banken das Gesetz ohne Änderungen nicht akzeptieren würden.

Coinbase CEO Brian Armstrong reagierte online mit einem hockeybezogenen Meme, nachdem Dimon seine Beschreibung der Position der Banken kritisiert hatte. Shirzad stellte später fest, dass JPMorgan weiterhin die Bank von Coinbase bleibt, auch nach Meinungsverschiedenheiten über die Krypto-Politik.