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DTCC nutzt Stellar zur Tokenisierung von Blue-Chip-Aktien, ETFs und Staatsanleihen bis 2027

vor 1 Tag
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Partnerschaft zwischen DTCC und Stellar

Die Depository Trust & Clearing Corporation (DTCC) hat eine Partnerschaft mit der Stellar Development Foundation angekündigt, um DTC-Custody-Tokenisierungsdienste auf der Stellar-Öffentlichen Blockchain einzuführen. Ziel ist es, im ersten Halbjahr 2027 live zu gehen. Diese Initiative stellt einen der klarsten Schritte der US-Markt-Infrastruktur in Richtung offener Netzwerke dar.

Tokenisierung von Vermögenswerten

Die Partner geben an, dass die erste Welle tokenisierter Vermögenswerte im ersten Halbjahr 2027 verfügbar sein soll, wodurch Stellar als zentrale Infrastruktur in DTCCs umfassender Multi-Chain-Strategie für die Emission und Abwicklung von realen Vermögenswerten positioniert wird. Im Dezember 2025 erhielt DTCC ein No-Action-Schreiben von der US Securities and Exchange Commission, das ihm regulatorische Sicherheit gab, um unter bestimmten Bedingungen mit der Tokenisierung realer Vermögenswerte zu experimentieren, anstatt auf formelle Regelungen zu warten. Diese Genehmigung ermöglicht es der Gruppe, tokenisierte Instrumente als Erweiterung ihres bestehenden Custody- und Clearing-Geschäfts zu behandeln, vorausgesetzt, dass der Anlegerschutz, die Offenlegungsstandards und die Kontrolle über Bücher und Aufzeichnungen im Einklang mit dem aktuellen Wertpapierrecht bleiben.

Fokus auf liquide Vermögenswerte

Die Zusammenarbeit mit Stellar wird sich zunächst darauf konzentrieren, hochliquide Benchmark-Vermögenswerte in On-Chain-Darstellungen umzuwandeln. DTCC und Stellar haben die Bestandteile des Russell 1000, gängige Index-ETFs, die große US-Benchmarks verfolgen, US-Staatsanleihen und mehrere Kategorien von Anleihen als vorrangige Kandidaten für die Tokenisierung unter dem DTC-Custody-Dach identifiziert. Die Idee ist, mit Instrumenten zu beginnen, die bereits in großem Maßstab über DTCC abgewickelt werden, und dann tokenisierte Spiegel zu schaffen, die auf Stellar ausgegeben, übertragen und abgerechnet werden können, während sie an traditionelle Register und Custody-Konten gebunden bleiben.

Regulatorischer Rahmen und Abwicklung

Diese On-Chain-Vermögenswerte werden weiterhin innerhalb des regulatorischen Rahmens von DTCC liegen, wobei die Custody-Aufzeichnungen und das wirtschaftliche Eigentum so verfolgt werden, dass sie den Anforderungen der Wertpapieraufsichtsbehörden und Steuerbehörden entsprechen. Was sich ändert, ist das Abwicklungssubstrat: Anstatt ausschließlich auf veraltete Datenbanken und Batch-Prozesse angewiesen zu sein, können tokenisierte Versionen dieser Wertpapiere über das öffentliche Hauptbuch von Stellar mit nahezu Echtzeit-Abwicklung, programmierbaren Übertragungsregeln und Komponierbarkeit mit anderen On-Chain-Finanzanwendungen bewegt werden.

Stellar als konformer öffentlicher Kanal

Die Partnerschaft positioniert Stellar als den konformen öffentlichen Kanal, über den DTCC tokenisierte Positionen einem breiteren Universum von Wallets, Institutionen und Fintech-Plattformen zugänglich machen kann, während die Kontrolle über die Emission und Einlösung erhalten bleibt. Das Design von Stellar, das historisch gesehen fiat-gestützte Stablecoins, grenzüberschreitende Zahlungen und regulierte Finanzanwendungen betont hat, bietet DTCC eine öffentliche Kette, die bereits mit KYC, AML und Emittenten-Kontrollanforderungen übereinstimmt, anstatt eine rein erlaubnisfreie Umgebung zu sein.

Signal für die traditionelle Finanzwelt

Für die traditionelle Finanzwelt ist dieser Schritt ein Signal, dass große Marktinfrastrukturen Tokenisierung nicht mehr als Nebenexperiment auf privaten Testnetzwerken betrachten. Indem DTCC DTC-Custody-Vermögenswerte direkt in Stellar integriert, erkennt DTCC effektiv an, dass ein Teil der zukünftigen Wertpapierabwicklung auf öffentlicher, gemeinsamer Infrastruktur stattfinden wird. Für den Tokenisierungssektor deutet der Zeitrahmen, um Russell 1000-Aktien, große ETFs und US-Staatsanleihen unter der Aufsicht von DTCC onchain zu bringen, auf einen Horizont im Jahr 2027 hin, in dem die Narrative über reale Vermögenswerte endlich mit dem Kern der US-Kapitalmärkte zusammenlaufen, nicht nur mit Nischenkrediten oder Boutique-Fonds.

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