Dunamu als bevorzugter Bieter für Verwahrungsvertrag
Dunamu, der Betreiber der südkoreanischen Kryptowährungsbörse Upbit, wurde als bevorzugter Bieter für einen einjährigen Verwahrungsvertrag für beschlagnahmte digitale Vermögenswerte der Korean National Police Agency ausgewählt. Die von Südkoreas Public Procurement Service veröffentlichten Ausschreibungsunterlagen zeigen, dass Dunamu im Ausschreibungsprozess den ersten Platz belegte.
Details des Vertrags
Dieser Vertrag überträgt die Verwahrung von während polizeilicher Ermittlungen beschlagnahmten Kryptowährungen an eine externe Institution. Als bevorzugter Verhandlungsanbieter wird Dunamu den Vertrag sichern, sofern die Verhandlungen erfolgreich abgeschlossen werden, ohne dass Gespräche mit niedriger eingestuften Teilnehmern erforderlich sind.
Die über die Beschaffungsplattform veröffentlichten Punktzahlen zeigen, dass Dunamu die maximalen 10 Punkte für seinen Gebotsbetrag und 84,73 Punkte in der technischen Bewertung erhielt, was zu einer Gesamtpunktzahl von 94,73 führte. Korea Digital Asset Custody (K-DAC) belegte mit 91,29 Punkten den zweiten Platz, während Hecto Wallet One mit 87,27 Punkten den dritten Platz erreichte.
Herausforderungen für kleinere Anbieter
Der Vertrag, der auf 267 Millionen Won (etwa 195.000 US-Dollar) geschätzt wird, läuft ein Jahr und umfasst die Lagerung und Verwaltung von digitalen Vermögenswerten, die von der Polizei während strafrechtlicher Ermittlungen beschlagnahmt wurden. Branchenbeteiligte hinterfragten jedoch, ob die Ausschreibungsanforderungen es kleineren Verwahrungsanbietern erschwerten, zu konkurrieren.
Laut lokalen Medienberichten verlangte die National Police Agency von den Bietern, dass sie sofort die volle Verwahrung der beschlagnahmten Kryptowährungen akzeptieren, ein rund um die Uhr verfügbares Reaktionssystem aufrechterhalten und eine vollständige Entschädigung garantieren, falls Vermögenswerte aufgrund von Hacking verloren gehen.
Mehrere Branchenvertreter teilten lokalen Medien mit, dass diese Bedingungen, obwohl sie zur Sicherung von staatlich gehaltenen Vermögenswerten angemessen seien, für einen großen Börsenbetreiber wie Dunamu leichter zu erfüllen seien als für eigenständige Verwahrungsfirmen mit weniger Ressourcen. Ein Vertreter der Verwahrungsbranche äußerte, dass der Wettbewerb gegen eine große Börse unter diesen Anforderungen „von Anfang an kein einfaches Spiel war.“
Bewertungsprozess und frühere Vorfälle
Einige Marktteilnehmer äußerten auch Enttäuschung über den Bewertungsprozess selbst. Laut lokalen Medien sagte ein Branchenvertreter, dass Dunamu wahrscheinlich positiv bewertet wurde, weil es Erfahrung im Betrieb einer 24-Stunden-Börseninfrastruktur und im Umgang mit mehreren digitalen Vermögenswerten hat. Er fügte jedoch hinzu, dass eine vorgeschlagene Vor-Ort-Inspektion der Sicherheitssysteme und der Betriebsinfrastruktur konkurrierender Firmen nicht in die Bewertung einbezogen wurde.
Die National Police Agency wies Vorschläge zurück, dass das Ergebnis von Anfang an einem großen Unternehmen zugutekam, und erklärte, der Betreiber sei durch einen fairen Wettbewerbsprozess ausgewählt worden.
Die Entscheidung folgt auf frühere Vorfälle im Zusammenhang mit der Handhabung von beschlagnahmten Kryptowährungen durch Strafverfolgungsbehörden. Lokale Berichte wiesen darauf hin, dass das Bedürfnis nach einem externen Verwahrungsanbieter an Bedeutung gewann, nachdem Bitcoin, das von der Staatsanwaltschaft Gwangju beschlagnahmt wurde, verloren ging. Die Polizei bestätigte später, dass beschlagnahmte Bitcoins in einem separaten Vorfall im Jahr 2022 verschwunden waren.
Regulatorische Prüfungen und zukünftige Entwicklungen
Die neuesten Entwicklungen kommen, während Dunamu weiterhin regulatorische Prüfungen in anderen Bereichen durchläuft. Anfang dieses Monats gab das Unternehmen bekannt, dass der Abschluss seines geplanten Aktientauschs mit Naver Financial zum zweiten Mal bis zum 31. Dezember verschoben wurde, da mehrere regulatorische Genehmigungen noch ausstehen.