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ESMA Jahresbericht 2025: Fokus auf stärkere Aufsicht, regulatorische Vereinfachung und Innovation

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Einführung

Verena Ross, die Vorsitzende der ESMA, erklärte:

„2025 war ein entscheidendes Jahr für die europäischen Kapitalmärkte, in dem sich der Fokus von politischen Ambitionen hin zu konkreten Maßnahmen verschob. Die ESMA spielte weiterhin eine zentrale Rolle bei der Förderung integrierter, transparenter und wettbewerbsfähiger EU-Märkte.“

Im Laufe des Jahres arbeiteten wir eng mit den nationalen Aufsichtsbehörden an der Umsetzung der Verordnung über Märkte für Krypto-Assets (MiCA) und erzielten erhebliche Fortschritte bei unseren Projekten zur Vereinfachung und Entlastung. Der erfolgreiche Einstieg und die Umsetzung neuer Mandate zeigen die organisatorische Kapazität und Bereitschaft der ESMA, sich anzupassen und zu liefern, trotz anhaltender Unsicherheiten. Natasha Cazenave, die Geschäftsführerin der ESMA, betonte:

„Im Jahr 2025 hat die ESMA wichtige Meilensteine erreicht, von Fortschritten beim T+1-Abrechnungszyklus bis hin zur Auswahl von Anbietern für konsolidierte Daten und der Umsetzung neuer regulatorischer Rahmenbedingungen, einschließlich der Vorschriften für grüne Anleihen und ESG-Bewertungen. Die ESMA ist bereit, neue Verantwortlichkeiten zu übernehmen und zu einer integrierteren und effektiveren Aufsicht in der Europäischen Union beizutragen, während sie die potenziellen transformierenden Veränderungen, die derzeit von den Mitgesetzgebern im Rahmen des Pakets zur Marktintegration und -aufsicht diskutiert werden, begrüßt.“

Regulatorische Umsetzung und neue Mandate in Aktion

Im Jahr 2025 spielte die ESMA eine Schlüsselrolle bei der Umsetzung wichtiger EU-Rechtsrahmen, einschließlich der MiCA, des Gesetzes über digitale operationale Resilienz (DORA) und der Verordnung über europäische Marktinfrastrukturen (EMIR 3). Diese Arbeit unterstützte die Aufsichts-Konvergenz, förderte die Genehmigung von Krypto-Asset-Dienstleistern und stärkte die digitale Resilienz im Finanzsektor. Zudem trug sie zur Verbesserung der Aufsicht über Clearing-Infrastrukturen bei, einschließlich der Anerkennung und Risikobewertung von zentralen Gegenparteien aus Drittländern. Diese Bemühungen verstärkten die Resilienz des EU-Finanzsystems.

Die ESMA setzte auch ihre Unterstützung für die Entwicklung nachhaltiger Finanzen in der EU fort, indem sie ESG-Offenlegungen verbesserte, Risiken des Greenwashings ansprach und neue regulatorische Rahmenbedingungen umsetzte. Dazu gehörte die Verordnung über grüne Anleihen, unter der die ESMA einen Aufsichtsrahmen für externe Prüfer einrichtete, sowie die Verordnung über ESG-Bewertungen. Gemeinsam förderten diese Initiativen Transparenz, Anlegerschutz und Vertrauen in die Märkte für nachhaltige Finanzen. Im Laufe des Jahres entwickelte die ESMA ihren risikobasierten aufsichtsrechtlichen Ansatz weiter und nutzte Aufsichts-Daten, um eine effizientere, datengestützte Aufsicht über die EU-Finanzmärkte zu ermöglichen.

Förderung der regulatorischen Vereinfachung und Entlastung

Ein zentraler Fokus der Arbeit der ESMA im Jahr 2025 war die Vereinfachung des Regelwerks und die Reduzierung unnötiger Belastungen für Marktteilnehmer. Dies wurde durch einen strategischen Ansatz zur Aufsichtsberichterstattung unterstützt, einschließlich wichtiger Initiativen zur Straffung der Transaktionsberichterstattung und der Fondsberichterstattung gemäß AIFMD und UCITS. Die ESMA initiierte auch die „Anlegerreise“ für Privatanleger, die darauf abzielt, den Investitionsprozess einfacher und transparenter zu gestalten, während sichergestellt wird, dass Anleger Zugang zu klaren, zuverlässigen und zugänglichen Informationen haben.

Verbesserung der Markteffizienz und digitalen Innovation

Ein wichtiger Meilenstein im Jahr 2025 war die Auswahl der ersten Anbieter für konsolidierte Daten (CTPs) gemäß MiFIR. Dies stellte einen bedeutenden Schritt zur Verbesserung der Transparenz und Zugänglichkeit von Marktdaten in der EU dar. Die ESMA unterstützte auch den Übergang zu einem kürzeren T+1-Abrechnungszyklus und trug zu globalen Bemühungen bei, die Effizienz nach dem Handel zu verbessern und systemische Risiken zu reduzieren. Diese Initiativen unterstützen umfassendere Bemühungen zur Verbesserung der Funktionsweise und Wettbewerbsfähigkeit der EU-Kapitalmärkte.

Die Behörde intensivierte ihre Arbeiten zur Digitalisierung, einschließlich künstlicher Intelligenz, Distributed Ledger Technology und dezentraler Finanzen. Diese Bemühungen zielen darauf ab, Innovationen zu nutzen und gleichzeitig die Integrität der Märkte sowie den Anlegerschutz zu gewährleisten.

Tayfun Yilmaz, Kommunikationsbeauftragter
Solveig Kleiveland, Teamleiterin – Kommunikation