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Georgien zielt auf illegales Krypto-Mining nach Stromausfällen in Mestia ab

vor 4 Stunden
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Georgien plant Maßnahmen gegen illegales Krypto-Mining

Georgien plant die Installation von Stromzählern in Mestia, nachdem Beamte illegales Krypto-Mining für den hohen Stromverbrauch, den Druck auf das Stromnetz und wiederholte Ausfälle verantwortlich gemacht haben. Vizepremierminister Mamuka Mdinaradze erklärte, dass illegales Krypto-Mining zu einem der Hauptprobleme der Energieversorgung in Mestia geworden sei. Diese Aktivität erhöhe den Druck auf die lokale Stromversorgung und schädige das übergeordnete Stromsystem.

Laut Mdinaradze erreichte der Stromverbrauch in Mestia im Jahr 2025 133 Millionen Kilowattstunden, während eine vergleichbare Gemeinde normalerweise etwa 10 Millionen Kilowattstunden verbrauchen würde.

Installation von Zählern zur Identifizierung von Stromverbrauch

Die Regierung plant, Zähler in Dörfern und Siedlungen der Gemeinde Mestia zu installieren. Beamte erklärten, dass das Ziel darin besteht, die genauen Quellen des hohen Stromverbrauchs zu identifizieren und versteckte Mining-Operationen zu stoppen. Mdinaradze betonte, dass der Strom in Swanetien für Verbraucher bis zu einem bestimmten Limit kostenlos bleiben wird. Nutzer, die über dieses Limit hinausgehen, müssen mit Tarifen im Rahmen des neuen Systems rechnen. Diese Maßnahme zielt nicht auf gewöhnliche Haushalte ab, sondern soll illegale und versteckte Stromnutzung im Zusammenhang mit Krypto-Mining aufdecken.

Unterstützung durch Strafverfolgungsbehörden

Auch die Strafverfolgungsbehörden wurden gebeten, den Messprozess zu unterstützen, um großflächige illegale Nutzung zu identifizieren und auf etwaige Störungen zu reagieren. Mdinaradze erklärte, dass die Überlastung des Stromnetzes die Qualität der Stromversorgung in der Region beeinträchtigt hat. Ausfälle haben sowohl die lokalen Bewohner als auch die Tourismusunternehmen in Mestia betroffen.

Die Regierung schätzt die jährlichen Verluste durch unrechtmäßige Stromnutzung auf 20 bis 25 Millionen Lari, was etwa 7 bis 9,4 Millionen Dollar entspricht.

Folgen für die Region und den Strommarkt

Der Vizepremierminister fügte hinzu, dass die Kosten nicht auf die Region beschränkt sind. Er argumentierte, dass Stromverbraucher in ganz Georgien einen Teil der Last durch Stromzahlungen tragen. Mestia liegt in der Region Swanetien, wo kostenloser oder günstiger Strom dazu beigetragen hat, Miner anzuziehen. Die Wasserkraftressourcen Georgiens haben das Land im Laufe der Jahre sowohl für legale als auch für illegale Mining-Betreiber attraktiv gemacht.

Georgien hat aufgrund der niedrigen Stromkosten und des Zugangs zu Wasserkraft schon lange eine Rolle im Bitcoin-Mining gespielt. Bitfury eröffnete 2014 eine 20-Megawatt-Mining-Anlage in Gori und machte das Land zu einem der frühen Zentren für industrielles Bitcoin-Mining.

Aktuelle Entwicklungen und internationale Vergleiche

Neuere lokale Berichte zeigen, dass Krypto-Datenzentren weiterhin einen großen Anteil am Stromverbrauch in Georgien haben. Ein Bericht besagte, dass industrielle Datenzentren, die hauptsächlich mit Mining beschäftigt sind, von Januar bis September 2025 556 Millionen Kilowattstunden verbrauchten.

Wie zuvor von crypto.news berichtet, haben auch andere Länder gegen illegales Mining im Zusammenhang mit Stromdiebstahl vorgegangen. Thailand beschlagnahmte 2025 Bitcoin-Mining-Anlagen, während Russland ein Register für Mining-Ausrüstung einführte, um unlizenzierte Betreiber zu verfolgen. Georgiens neuester Schritt bringt diesen Durchsetzungs-Trend nun nach Mestia.

Der entscheidende Test wird sein, ob die Zähler den normalen Haushaltsverbrauch von großen versteckten Mining-Aktivitäten trennen können, ohne die Bewohner zu stören, die innerhalb der gesetzlichen Grenzen auf kostenlosen Strom angewiesen sind.

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