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GoMining präsentiert das GoBTC-Zahlungsprotokoll mit nur 0,2% Händlergebühr

vor 2 Stunden
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Einführung in das GoBTC-Protokoll

Das GoBTC-Protokoll von GoMining verspricht sofortige Autorisierung und On-Chain-Bitcoin-Abwicklung mit einer Händlergebühr von lediglich 0,2 %. Damit positionieren sich minerbetriebene Systeme als kostengünstige Herausforderer von Visa und Mastercard. Laut Forbes wird GoMining sein GoBTC-Zahlungsprotokoll auf der diesjährigen Consensus-Veranstaltung offiziell vorstellen und es als „Bitcoin-native Alternative zu Visa und Mastercard“ vermarkten. Das Unternehmen kontrolliert einen bedeutenden Anteil an der Hash-Rate, was ihm ermöglicht, dieses Protokoll zu betreiben.

Funktionsweise des Protokolls

Das Protokoll ist so gestaltet, dass Händler beim Checkout eine „sofortige Autorisierung“ erhalten, während die Abwicklung direkt im Bitcoin-Hauptnetz innerhalb weniger Stunden erfolgt. Dabei wird der Bestätigungsprozess der zugrunde liegenden Blockchain genutzt, anstelle der Abwicklung und Batch-Abrechnung des Kartenetzwerks.

Kosten und Gebühren

GoMining gibt an, dass GoBTC den Händlern eine Bearbeitungsgebühr von 0,2 % berechnet, was deutlich niedriger ist als die kombinierten Gebühren von 1,5 % bis 3,5 %, die Händler typischerweise zahlen, um Kreditkarten zu akzeptieren. Diese Gebühren beinhalten Interchange-, Bewertungs- und Verarbeitermargen. Branchendaten von Quellen wie Premier Payments und Forbes zeigen, dass die Standardkosten für die Kartenverarbeitung normalerweise zwischen 1,5 % und 3,5 % pro Transaktion liegen. Jüngste Rechtsdokumente von Visa bestätigen durchschnittliche Swipe-Gebühren in diesem Bereich – eine Spanne, die GoMining als Benchmark verwendet.

Im Vergleich dazu lässt die 0,2 %-Händlergebühr von GoBTC viel weniger Spielraum für Zwischenhändler, verlagert jedoch auch das Risiko auf die Infrastruktur und die Blockproduktionsökonomie von GoMining. Das Unternehmen muss Betrug, Volatilität und Betriebskosten aus einer viel kleineren prozentualen Gebühr decken. GoMinings Argumentation ist, dass Miner einzigartig positioniert sind, um Zahlungsprotokolle zu betreiben, die direkt im Hauptnetz sitzen, da sie bereits Blockbelohnungen verdienen und zusätzliche Einnahmen aus Transaktionsgebühren und wertschöpfenden Dienstleistungen generieren können.

Einzigartigkeit des GoBTC-Protokolls

Der Forbes-Artikel betont, dass GoBTC nicht nur eine Wallet oder ein Gateway ist, sondern „ein Protokoll, das nur GoMining betreiben kann“.

Dies impliziert, dass sein Design möglicherweise auf proprietärer Koordination mit den eigenen Blöcken des Unternehmens oder einer bevorzugten Gruppe von Mining-Pools beruht, um bestimmte Abwicklungs- und Gebühreneigenschaften zu garantieren.

Marktpotential und Herausforderungen

Wenn es in großem Maßstab umgesetzt wird, könnte ein 0,2 %-On-Chain-Zahlungsprotokoll bestehenden Krypto-Zahlungsgateways, die etwa 0,5 % bis 1 % pro Transaktion berechnen, sowie traditionellen Kartenverarbeitern, deren Wirtschaftlichkeit von höheren Gebühren abhängt, erheblichen Druck machen. Eine aktuelle Analyse von crypto.news stellte fest, dass Kartengebühren ein großes Problem für Händler bleiben, da die durchschnittlichen Bearbeitungsgebühren in die ohnehin schon geringen Einzelhandelsmargen eingreifen. Diesen Hintergrund zielt GoMining mit seinem Angebot unter 1 % eindeutig an.

Eine weitere Übersicht von crypto.news zerlegte die Gebühren von 1,5 % bis 3,5 % in Interchange-, Bewertungs- und Markup-Komponenten und argumentierte, dass jede On-Chain-Alternative, die ähnliche Zuverlässigkeit zu einem Bruchteil dieser Kosten bieten kann, „eine glaubwürdige Bedrohung für den Status quo darstellt“ – eine Herausforderung, die GoBTC nun ausdrücklich antritt.

Eine separate Besprechung von crypto.news hob hervor, wie der 30-Milliarden-Dollar-Swipe-Gebührenvergleich von Visa und Mastercard den regulatorischen und Händlerdruck auf Kartengebühren unterstrich und weiteren Schwung für Experimente wie GoBTC gab, die versuchen, Zahlungen über Bitcoin anstelle von traditionellen Systemen zu leiten.