Internationale Operation gegen Krypto-Betrug
Die internationale Operation umfasste die Polizei von Dubai, das Federal Bureau of Investigation (FBI) und das Ministerium für öffentliche Sicherheit Chinas. Ermittler fanden heraus, dass das Netzwerk gefälschte Krypto-Investitionsplattformen nutzte, um ahnungslose Opfer zu betrügen. Gleichzeitig führten separate europäische Maßnahmen, geleitet von Europol und Eurojust, zur Zerschlagung weiterer Betrugszentren in Albanien, die mit über 50 Millionen Euro an Schäden in Verbindung standen.
Ergebnisse der Razzia
Die Razzia, die von den Behörden in Dubai koordiniert wurde, führte zu Hunderten von Festnahmen und der Zerschlagung mehrerer Betrugsnetzwerke. Laut dem US-Justizministerium wurden im Rahmen dieser gemeinsamen Operation insgesamt 276 Personen festgenommen, die mit Krypto-Betrugszentren in Verbindung standen. Davon wurden 275 in Dubai festgenommen, während ein weiterer Verdächtiger von thailändischen Behörden verhaftet wurde.
Der koordinierte Einsatz führte auch zur Schließung von mindestens neun Betrugszentren, die weltweit Opfer anvisierten. Staatsanwälte erhoben Anklage gegen sechs Personen, die mit der Operation in Verbindung standen, darunter vier Angeklagte und zwei flüchtige Komplizen. Ihnen drohen bundesstaatliche Anklagen wegen Betrugs und Geldwäsche vor einem US-Gericht in San Diego. Bei einer Verurteilung könnte jede Anklage zu Haftstrafen von bis zu 20 Jahren sowie zu hohen Geldstrafen führen.
Methoden der Betrüger
Ermittlungen ergaben, dass die Beschuldigten in die Förderung betrügerischer Krypto-Investitionsplattformen verwickelt waren, die darauf abzielten, Opfer zur Einzahlung von Geldern zu verleiten. Diese Systeme basierten oft auf überzeugenden Oberflächen und koordinierten Social-Engineering-Taktiken, um Vertrauen aufzubauen, bevor das Geld abgezogen wurde. Das FBI verknüpfte das Netzwerk mit Millionen von Dollar an Verlusten. Frühere Berichte zeigen, dass allein Amerikaner im Jahr 2025 mehr als 11 Milliarden Dollar durch Krypto- und KI-bezogene Betrügereien verloren haben, wobei gefälschte Investitionsplattformen den größten Anteil an den Schäden ausmachten.
Europäische Maßnahmen gegen Betrugsoperationen
Gleichzeitig ergriffen europäische Behörden ähnliche Maßnahmen gegen organisierte Betrugsoperationen. In einem separaten Fall nahmen Strafverfolgungsbehörden in Österreich und Albanien, unterstützt von Europol und Eurojust, zehn Personen fest, die mit drei Betrugszentren in Tirana in Verbindung standen. Diese Operationen waren hoch strukturiert und beschäftigten bis zu 450 Personen in verschiedenen Rollen, darunter Kundengewinnung, gefälschte Brokerage-Dienste, IT-Support und Finanzmanagement.
Die Opfer des europäischen Schemas wurden typischerweise durch Werbung in sozialen Medien angelockt, die scheinbar legitime Investitionsmöglichkeiten förderte. Nach der Registrierung wurden ihnen gefälschte Broker zugewiesen, die Drucktaktiken anwendeten, um weitere Einzahlungen zu fördern. Die Behörden schätzen, dass dieses Netzwerk allein Verluste von über 50 Millionen Euro verursacht hat.