Fun Coffee Krypto-Investitionsbetrug in Hongkong
Die Polizei von Hongkong hat 255 Meldungen im Zusammenhang mit dem angeblichen Fun Coffee Krypto-Investitionsbetrug erhalten, wodurch die insgesamt gemeldeten Verluste auf etwa 104 Millionen HK$ gestiegen sind. Die Ermittler setzen ihre Festnahmen fort und weiten die Untersuchung aus.
Laut Hongkong 01 aktualisierte die Polizei den Fall am 5. August und gab an, dass die Anzahl der Meldungen seit der letzten Pressekonferenz um 30 gestiegen sei, während die gemeldeten Verluste von 94 Millionen HK$ auf etwa 104 Millionen HK$ angestiegen seien.
Die Behörden teilten mit, dass sechs in Hongkong festgenommene Personen gegen Kaution freigelassen wurden, während die Justizpolizei von Macau zwei Frauen im Zusammenhang mit neun Fällen festnahm, die Verluste von etwa 3,6 Millionen MOP betrafen. Die Ermittler überprüfen auch die Beteiligung von Personen, die mit den Werbeaktivitäten für das Projekt verbunden sind.
Investitionsschema und Betrugsmuster
Die Polizei gab an, dass sie die Opfer und relevante Personen, einschließlich Entertainer, die Unternehmensveranstaltungen moderierten, kontaktieren werde, während sie daran arbeiten, die Organisatoren des angeblichen Betrugs zu identifizieren und die Rolle jeder Person zu bestimmen.
Die Polizei berichtete, dass die Meldungen im Juli 2026 von Investoren eingingen, die angaben, an einem Investitionsprogramm namens „Fun Coffee GCM“ teilgenommen zu haben, wobei einige sagten, sie seien bereits im Juli 2025 in das Schema eingetreten. Laut den Ermittlern stellte sich das Unternehmen als in Vietnam ansässig dar und konzentrierte sich auf Projekte wie multifunktionale Kaffeegeräte, Kaffeegenforschung, landwirtschaftliche Maschinen und andere technologiebezogene Unternehmungen.
Die Investoren wurden angewiesen, die Pläne mit Kryptowährungen zu finanzieren, hauptsächlich mit Tether’s USDT Stablecoin. Die Behörden gaben an, dass die Plattform Investitionen in mehrere Pläne unterteilte, die unterschiedliche Einzahlungszeiträume hatten und versprochene Renditen boten, die mit größeren Einzahlungen und längeren Sperrfristen anstiegen.
Die Analyse der Polizei ergab, dass die beworbenen jährlichen Renditen zwischen etwa 197 % und 278 % lagen.
Ein von den Ermittlern zitiertes Investitionspaket erforderte von den Nutzern, etwa 10.800 USDT, was ungefähr 84.000 HK$ wert ist, für 10 Tage einzuzahlen, im Austausch für etwa 680 USDT Gewinn, was etwa 5.300 HK$ entspricht. Die Polizei berechnete die beworbene annualisierte Rendite auf etwa 230 %.
Zusammenbruch der Plattform
Das angebliche Schema brach am 20. Juli 2026 zusammen, als die Fun Coffee-Anwendung plötzlich den Betrieb einstellte. Investoren konnten weder ihre Einzahlungen noch die auf der Plattform angezeigten Renditen abheben. Die Kundenservicekanäle hörten auf zu antworten, was die Opfer dazu veranlasste, Beschwerden bei der Polizei einzureichen.
Hongkong 01 berichtete, dass der größte bisher identifizierte individuelle Verlust einen 51-jährigen Mann betraf, der angeblich 9,63 Millionen HK$ verloren hat. Die Polizei von Hongkong gab an, dass Fun Coffee sich als großes Kaffeeinvestitionsunternehmen mit Sitz in Phu Quoc, Vietnam, präsentierte und mehr als 1 Milliarde US-Dollar Kapital beanspruchte.
Regulierungsmaßnahmen und Warnungen
Die Behörden behaupten, dass die Investitionsoperation auf Krypto-Einzahlungen angewiesen war, während sie eine mehrstufige Provisionsstruktur verwendete, die Teilnehmer für die Gewinnung neuer Investoren belohnte. Regulierungsbedenken traten auf, bevor die Plattform zusammenbrach. Im Juli 2026 fügte die Hongkonger Wertpapier- und Terminbörse Fun Coffee ihrer Liste verdächtiger Investitionsprodukte hinzu.
Die Polizei gab an, dass sie weiterhin zusätzliche Opfer identifizieren wird, während mehr Meldungen eingereicht werden. Die neuesten Zahlen kommen, während die Behörden von Hongkong weiterhin auf verschiedene Formen von Krypto-basiertem Betrug reagieren.
In der vergangenen Woche gab die Polizei bekannt, dass eine 50-jährige Versicherungsexpertin mehr als 26 Millionen HK$ verloren hat, nachdem ein Online-Bekannter sie überzeugt hatte, über eine betrügerische Krypto-Plattform zu investieren.
Die Polizei hat erklärt, dass solche Operationen oft Vertrauen über soziale Medien oder Messaging-Plattformen aufbauen, bevor sie die Opfer auf gefälschte Investitionswebsites lenken, die gefälschte Gewinne anzeigen und manchmal kleine Abhebungen erlauben, bevor sie größere Rückzahlungsanfragen blockieren.
Finanzregulierungsbehörden haben auch die Warnungen gegen Online-Betrügereien, die sich an Nutzer digitaler Vermögenswerte richten, verstärkt. Im Juli warnte die Hongkong Interbank Clearing Limited, dass gefälschte Websites ihre Faster Payment System-Dienste nachahmten, um Hongkonger Personalausweisdetails, Bankinformationen und Transaktionen von virtuellen Geldbörsen unter dem Vorwand der Sicherheitsüberprüfung und Bargeldbelohnungsprogrammen zu sammeln.
Separat forderte die Wertpapier- und Terminbörse kürzlich lizenzierte Handelsplattformen für virtuelle Vermögenswerte und Online-Broker auf, die SMS-basierte Authentifizierung innerhalb der nächsten 12 Monate durch phishing-resistente Anmeldemethoden zu ersetzen. Der Regulierer hat auch weiterhin verdächtige, nicht lizenzierte Krypto-Unternehmen auf seine Warnliste gesetzt und die Investoren aufgefordert, Plattformen zu überprüfen, bevor sie Gelder überweisen oder persönliche Informationen teilen.