Crypto Prices

Krypto-Interessengruppen drängen den Senat, das Clarity-Gesetz voranzutreiben

vor 2 Stunden
2 minuten gelesen
2 ansichten

Aufruf zur Überarbeitung des Clarity-Gesetzes

Eine Koalition von Krypto-Unternehmen und Interessengruppen hat die US-Senatoren aufgefordert, die Überarbeitung des Clarity-Gesetzes voranzutreiben und gewarnt, dass Verzögerungen die Branche ins Ausland drängen könnten. Der Vorstoß erfolgte durch einen Brief vom 23. April, der vom Crypto Council for Innovation und der Blockchain Association initiiert wurde.

Inhalt des Briefes

Dieser richtete sich an den Vorsitzenden des Bankenausschusses des Senats, Tim Scott, die ranghöchste Mitglied Elizabeth Warren, die Vorsitzende des Unterausschusses für digitale Vermögenswerte, Cynthia Lummis, sowie an das ranghöchste Mitglied Ruben Gallego. In dem Brief forderten die Gruppen die Gesetzgeber auf, „zur Kenntnis zu nehmen und mit der Überarbeitung“ des Clarity-Gesetzes fortzufahren. „Mit durchdachter Gesetzgebung zur Marktstruktur hat der Kongress die Möglichkeit, diese Führungsrolle in die nächste Generation der Finanztechnologie zu erweitern“, schrieben die Gruppen.

Politikbereiche und Herausforderungen

Im Brief wurden auch wichtige Politikbereiche angesprochen, die bereits diskutiert werden. Die Teilnehmer verwiesen auf Bemühungen, transaktionsbasierte Belohnungen, die an Zahlungstablecoins gebunden sind, zu erhalten, die Rollen der Securities and Exchange Commission (SEC) und der Commodity Futures Trading Commission (CFTC) bei der Aufsicht über tokenisierte Vermögenswerte zu definieren und Schutzmaßnahmen für Entwickler zu schaffen, die an dezentralen Systemen arbeiten.

Die Gesetzgeber haben zudem die Notwendigkeit eines konsistenten bundesstaatlichen Mindeststandards abgewogen, der in allen 50 Bundesstaaten gelten würde – ein Thema, das in früheren Branchenanträgen immer wieder aufgekommen ist.

Frühere Forderungen nach Klarheit

Forderungen nach Klarheit sind nicht neu. Im Mai 2025 drängte eine separate Koalition von 30 Krypto-Interessengruppen die SEC, ihre Haltung zum Staking zu klären und argumentierte, dass diese Aktivität ein „technischer Prozess“ und kein Wertpapiergeschäft sei. Koordiniert durch die Proof of Stake Alliance warnte die Koalition, dass unklare Regeln Innovationen über die Grenzen der USA hinausdrängen könnten, was die Bedenken widerspiegelt, die nun im neuesten Brief an den Senat geäußert wurden.

Aktuelle Entwicklungen und Ausblick

Der Schwung rund um das Krypto-Paket des Senats hat zugenommen, auch wenn die Zeitpläne ungewiss bleiben. Bei einer Veranstaltung in Washington sagte Senator Bernie Moreno, dass er erwartet, dass die Gesetzgebung zur Marktstruktur bis Ende Mai abgeschlossen sein wird, so die Journalistin Eleanor Terrett. Moreno wies Berichten zufolge den Widerstand der Banken gegen Stablecoin-Belohnungen als „viel Lärm im System“ zurück, obwohl sein Büro nicht bestätigte, ob eine Überarbeitung bis nächsten Monat verzögert werden könnte.

Appell an die Gesetzgeber

Branchenverbände machten jedoch deutlich, dass vorläufige Schritte wie Leitlinien der Behörden nicht ausreichen werden, um diese Lücken zu schließen.

„Die Vereinigten Staaten können es sich nicht leisten, in die vorherige Ära der Regulierung durch Durchsetzung zurückzukehren, die sowohl für Entwickler als auch für Marktteilnehmer Unsicherheit perpetuierte.“

Zudem wurde betont, dass zeitnahe Maßnahmen entscheidend sind, da Verzögerungen „Investitionen, Arbeitsplätze und technologische Entwicklungen ins Ausland treiben könnten.“

Unterstützung durch die Branche

Der Appell wurde durch Unterschriften von großen Unternehmen wie Coinbase, Circle, Kraken, Uniswap Labs, Ripple, Andreessen Horowitz, Chainlink Labs, Chainalysis, OKX, Paradigm und Block sowie einer Reihe von Interessengruppen und staatlichen Organisationen unterstützt. Ihre Botschaft kommt zu einem Zeitpunkt, an dem der globale Wettbewerb um die Regulierung von Krypto intensiver wird, wobei Jurisdiktionen wie das Vereinigte Königreich und Hongkong bereits daran arbeiten, klarere Rahmenbedingungen zu definieren.