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Kryptoregulierung 2026: Russlands neuer Regulierungsrahmen für digitale Währungen

vor 24 Stunden
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Russlands neuer Regulierungsrahmen für digitale Währungen

Im April reichte Russland einen umfassenden Gesetzentwurf zur Regulierung digitaler Währungen ein. Dies markiert einen Wendepunkt: Nach Jahren von Teilmaßnahmen – wie der Anerkennung von Kryptowährungen als Eigentum und der Legalisierung von Mining – bewegt sich Russland nun auf einen vollständig strukturierten Regulierungsrahmen zu.

Der Gesetzentwurf definiert zentrale Konzepte wie „digitale Währung“, „digitale Finanzanlagen“, „ausländische digitale Rechte“, „digitales Konto“, „Kryptowährungs-Mining“ und „Mining-Pool“. Zudem regelt er, welche Personen und Unternehmen die Zirkulation digitaler Währungen und Rechte organisieren dürfen.

Kaufmöglichkeiten und Handelsbestimmungen

Ab dem 1. Juli 2026 können Privatpersonen und Unternehmen Kryptowährungen legal kaufen – allerdings ausschließlich über lizenzierte Vermittler wie registrierte Wechselstuben, Broker und Verwahrstellen. Die vollständige obligatorische Nutzung dieser Vermittler beginnt am 1. Juli 2027.

Nur große Kryptowährungen mit einer durchschnittlichen Marktkapitalisierung von über 55–60 Milliarden US-Dollar qualifizieren sich für den öffentlichen Handel. Kryptowährungszahlungen bleiben in Russland verboten, doch Unternehmen dürfen Kryptowährungen für internationale Handelsabrechnungen nutzen.

Der Peer-to-Peer (P2P) Kryptowährungshandel, derzeit in Russland verbreitet, wird schrittweise eingeschränkt. Kryptowährungsbörsen müssen sich registrieren, wenn ihr monatlicher Umsatz etwa 38.000 US-Dollar übersteigt. Nur russische Entitäten dürfen unter strenger Aufsicht der Zentralbank operieren.

Verwahrsystem und Anlegeranforderungen

Ein digitales Verwahrsystem wird etabliert, um Kryptowährungs-Vermögenswerte zu speichern und zu verbuchen – ähnlich wie Wertpapierkonten. Russische Bürger müssen Kryptowährungen über lizenzierte Plattformen erwerben, wobei die Vermögenswerte in offiziellen digitalen Konten verwahrt werden.

Nicht-qualifizierte Anleger müssen einen Test absolvieren, Risikoopenbarungen akzeptieren und unterliegen möglicherweise jährlichen Limits. Qualifizierte Anleger haben weniger Beschränkungen. Auszahlungen sind nur auf lizenzierte ausländische Plattformen zulässig, nicht auf private Wallets. Die Behörden können Limits verhängen oder Abflüsse ganz blockieren. Rechtlicher Schutz für in Russland gehaltene Kryptowährungen erfordert Steueropenbarung.

Mining und internationale Transaktionen

Mining ist für registrierte Unternehmen und bestimmte Privatpersonen innerhalb von Energielimits legal. Personen mit schwerwiegenden Strafregistern sind ausgeschlossen.

Unternehmen und Unternehmer können Kryptowährungen für internationale Transaktionen ohne spezielle experimentelle Regime nutzen. Sie können auch Kryptowährungen im Inland für diesen Zweck erwerben – was den Außenhandel zum flexibelsten Anwendungsfall unter dem Gesetz macht.

Sicherheit, Compliance und Strafbestimmungen

Die Behörden können bestimmte Kryptowährungen auf die schwarze Liste setzen, insbesondere solche, die für Anonymität konzipiert sind. Lizenzierte Vermittler müssen Transaktionen auf kriminelle Verbindungen überwachen und internationale AML-Standards wie die FATF-Reiseregel einhalten.

Die Schaffung neuer Kryptowährungen in Russland wird legalisiert, doch der Gesetzentwurf definiert noch keine detaillierten Regeln oder Lizenzierungsverfahren.

Verletzungen haben ernsthafte Konsequenzen: Kryptowährungen werden offiziell als Eigentum behandelt, weshalb Diebstahl oder Betrug strafbar sind. Die Steuer wird auf die Differenz zwischen Einkommen und Kaufkosten erhoben, ohne Verlustvorträge. Transaktionen sind von der Mehrwertsteuer befreit, und die Berichterstattung ist obligatorisch. Einkommen aus Mining sowie dem Kauf und Verkauf von Kryptowährungen unterliegen der Einkommensteuer.

Globale Perspektive

Der Gesetzentwurf ersetzt fragmentierte Regeln durch ein einheitliches System und bringt Russland in Einklang mit globalen Regulierungstrends wie der MiCA der EU. Im Gegensatz zu Regionen wie den USA, die immer noch einen einheitlichen Rahmen vermissen, bewegt sich Russland in Richtung einer zentralisierten und streng kontrollierten Kryptowährungs-Aufsicht.

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