Einführung der Empfehlungsvereinbarung
Morgan Stanley Wealth Management hat eine Empfehlungsvereinbarung mit Galaxy Digital ins Leben gerufen, die es berechtigten Kunden ermöglicht, Kryptowährungen zu verleihen und Anteile an Spot-Krypto-ETPs zu erhalten. Diese Initiative soll die Integration digitaler Vermögenswerte in traditionelle Portfolios erleichtern.
Details der Vereinbarung
Im Rahmen dieser neuen Vereinbarung können Kunden digitale Vermögenswerte wie Bitcoin, Ether oder Solana an Galaxy verleihen. Wenn Galaxy feststellt, dass das Darlehen in ETP-Anteilen abgewickelt werden kann, wird es eine Sachleistung mit einem autorisierten Teilnehmer koordinieren. Die resultierenden Anteile werden dann auf ein vom Kunden ausgewähltes Konto übertragen. Die ETPs können Produkte mit Exposition gegenüber Spot-Krypto umfassen, einschließlich des Morgan Stanley Bitcoin Trust (MSBT), der von Morgan Stanley Investment Management angeboten wird.
Ziele der Vereinbarung
Die Vereinbarung richtet sich an Kunden, die effizienter von direkten Krypto-Beständen in traditionelle Anlageprodukte wechseln möchten. Morgan Stanley erklärte, dass diese Struktur bei der Portfolio-Integration helfen kann, einschließlich Margin- und Kreditmöglichkeiten, während die Onboarding-Kosten und -Verzögerungen gesenkt werden. Aktuell können die Onboarding-Zeiten für ähnliche Transaktionen vier Wochen überschreiten. Durch den neuen Empfehlungsprozess könnte das Onboarding in einigen Fällen um bis zu 75 % reduziert werden.
Äußerungen von Führungskräften
Alison Nest, Leiterin der Produktlösungen bei Morgan Stanley Wealth Management, betonte, dass das Unternehmen in dezentrale Finanzen investiert hat und die Vereinbarung als einen Weg sieht, den Kunden einen institutionelleren Zugang zu digitalen Vermögenswerten zu bieten. Sie erklärte: „Diese Empfehlungsvereinbarung stellt einen bedeutenden Schritt dar, um traditionelle Finanzen und dezentrale Finanzen zu verbinden und mehr Investoren vereinfachte Möglichkeiten zur Diversifizierung zu bieten.“
Galaxy hat zudem die Mindestanforderung für Kredittransaktionen für von Morgan Stanley verwiesene Kunden von 25 Millionen USD auf 5 Millionen USD gesenkt. Diese Änderung erweitert den Zugang für qualifizierte Kunden, die die Zulassungsvoraussetzungen erfüllen. Morgan Stanley Wealth Management wird Bildungsressourcen zu digitalen Vermögenswerten bereitstellen und Empfehlungen an Galaxy erleichtern, während Galaxy den Kredit- und ETP-Abwicklungsprozess übernimmt.
Zane Glauber, globaler Vertriebsleiter von Galaxy, erklärte, dass das Modell einen sicheren und effizienten Weg für Kunden bietet, um Zugang zu Spot-Krypto-ETPs zu erhalten. Er bemerkte: „Vereinfachtes Onboarding und gesenkte Transaktionsminima erleichtern es den Kunden, digitale Vermögenswerte neben traditionellen Investitionen zu integrieren und unterstützen einen ganzheitlichen Ansatz für das Vermögensmanagement.“
Marktentwicklung
Diese Vereinbarung spiegelt einen breiteren Wandel unter großen Vermögensverwaltern wider. Anstatt Krypto von traditionellen Portfolios zu trennen, entwickeln Unternehmen Strukturen, die es ermöglichen, dass digitale Vermögenswerte innerhalb vertrauter Brokerage- und Beratungsrahmen integriert werden. Für Morgan Stanley-Kunden besteht die Hauptänderung in der Praxis: Krypto-Exposition kann in regulierte Anlageprodukte mit weniger operativen Hürden umgewandelt werden, was Beratern und Kunden mehr Werkzeuge zur Verwaltung digitaler Vermögenswerte innerhalb einer umfassenderen Vermögensstrategie bietet.
Der Spot-Bitcoin-ETF von Morgan Stanley hat innerhalb von sechs Handelstagen über 100 Millionen USD an Zuflüssen angezogen. Dieses starke Debüt unterstreicht das wachsende Interesse an digitalen Vermögenswerten und deren Integration in traditionelle Finanzstrukturen.