Einführung
Der Vorsitzende der Pakistan Virtual Assets Regulatory Authority (PVARA), Bilal bin Saqib, hat zu einer fortgesetzten Diskussion über digitale Vermögenswerte im Einklang mit dem islamischen Recht aufgerufen. Seine Äußerung folgte einem Treffen mit dem Gelehrten Mufti Taqi Usmani am 11. Juli.
Schutz vor Betrug und Ausbeutung
Saqib erklärte, dass beide Seiten ein gemeinsames Ziel verfolgen: die Pakistanis vor Betrug, Ausbeutung und finanziellen Schäden zu schützen. In seiner öffentlichen Erklärung betonte Saqib, dass Blockchain-Technologie, Stablecoins, tokenisierte reale Vermögenswerte und andere digitale Vermögenswerte eine sorgfältige technische Bewertung sowie eine strenge Shariah-Prüfung erforderten, anstatt ein allgemeines Urteil zu fällen. Er forderte zudem ein verstärktes Engagement von Gelehrten, Regulierungsbehörden und Fachleuten der Branche.
Islamisches Rechtsgutachten
Das Treffen fand im Anschluss an ein islamisches Rechtsgutachten statt, das von Darul Ifta an der Jamia Darul Uloom Karachi erlassen wurde. Mufti Usmani und fünf weitere Gelehrte unterzeichneten das Gutachten, das auf den 10. Juni 2026 datiert ist. Darin wurde erklärt, dass Käufe mit Kryptowährungen, einschließlich USDT, gemäß ihrer Auslegung des islamischen Rechts nicht erlaubt seien.
Laut einem Bericht von Dawn sagten die Gelehrten, dass die aktuelle Forschung nicht nachgewiesen habe, dass Krypto als anerkanntes Eigentum oder Vermögen gilt. Das Gutachten beschrieb es als „lediglich die Aufzeichnung fiktiver Zahlen in einem Konto.“
Saqib wies diese Feststellung nicht direkt zurück, sondern forderte separate Überprüfungen der verschiedenen Kategorien digitaler Vermögenswerte.
Regulierung virtueller Vermögenswerte
Der Austausch erfolgt, während Pakistan mit der Schaffung eines regulierten Sektors für virtuelle Vermögenswerte voranschreitet. Das Virtual Assets Act 2026 schuf PVARA als die zuständige Behörde für die Lizenzierung und Aufsicht von Anbietern virtueller Vermögenswerte. PVARA eröffnete zudem eine öffentliche Konsultation zu Regeln, die Börsen, Verwahrer, Broker, Token-Emittenten und andere Anbieter betreffen.
Am 15. April erlaubte die State Bank of Pakistan Banken, Konten für von PVARA lizenzierte Unternehmen zu eröffnen. Das Rundschreiben der Zentralbank verlangt von den Banken, Lizenzen zu überprüfen, Due Diligence durchzuführen, Konten zu überwachen und Kundengelder von Unternehmensgeldern getrennt zu halten. Banken dürfen ihr eigenes Kapital oder Kundeneinlagen nicht verwenden, um mit virtuellen Vermögenswerten zu handeln oder diese zu halten.
Ein vorheriger Bericht zeigt, dass die Politik eine achtjährige Einschränkung der Bankdienstleistungen für regulierte Krypto-Unternehmen beendet hat. Der Bericht besagte, dass Banken weiterhin die Regeln für Devisen, Geldwäschebekämpfung und Terrorismusfinanzierung einhalten müssen. Verdächtige Aktivitäten müssen der Financial Monitoring Unit Pakistans gemeldet werden.
Untersuchungen zu Stablecoins
Pakistan hat auch Stablecoins und tokenisierte Vermögenswerte durch Vereinbarungen mit internationalen Unternehmen untersucht. Im Dezember 2025 unterzeichnete die Regierung eine unverbindliche Vereinbarung mit Binance, um die Tokenisierung von bis zu 2 Milliarden Dollar an Staatsvermögen zu prüfen. Die Berichterstattung von Crypto.news verband den Plan mit Staatsanleihen, Schatzwechseln und Rohstoffreserven.
Eine separate Vereinbarung im Januar 2026 betraf die Untersuchung der Verwendung des USD1-Stablecoins bei grenzüberschreitenden Zahlungen. Crypto.news berichtete, dass die Arbeiten das Finanzministerium und die Zentralbank Pakistans einbeziehen würden. Diese Projekte unterliegen weiterhin der Regulierung, technischen Überprüfung und formellen Genehmigung.
Religiöse Überprüfung im regulatorischen Prozess
Der Streit über Krypto-Zahlungen fügt nun eine religiöse Überprüfung zum regulatorischen Prozess in Pakistan hinzu. PVARA hat nach dem Treffen keine Änderungen der Lizenzierungsregeln angekündigt. Saqibs Erklärung lässt die Diskussion offen, während die Regulierungsbehörde weiterhin an den Betriebsstandards arbeitet. Das Gutachten änderte die staatlichen Lizenzierungsregeln nicht, während lizenzierte Unternehmen weiterhin an das Virtual Assets Act und die Kontrollen der Zentralbank gebunden sind.