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Ripple Treasury Evernorth CEO erklärt, wie RLUSD in die Fed-Zahlungsinfrastruktur integriert werden könnte

vor 2 Tagen
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Einführung

Asheesh Birla, der CEO von Ripple Treasury Evernorth, hat erläutert, dass eine politische Wende in Washington bezüglich Stablecoins und „schlanker Masterkonten“ die Art und Weise verändern könnte, wie digitale Dollar durch das US-Zahlungssystem fließen. Ripple’s RLUSD könnte dabei als Abrechnungsvermögen positioniert werden, wenn der Vorschlag voranschreitet.

Der Zugang zu Federal Reserve Masterkonten

Laut einem Beitrag auf X (ehemals Twitter) erklärte Birla, dass ein Federal Reserve Masterkonto an der Spitze der US-Zahlungsinfrastruktur steht, da es eine direkte Dollar-Abrechnung bei der Zentralbank ermöglicht. Der Zugang zu diesen Konten ist derzeit im Allgemeinen auf Banken beschränkt, was bedeutet, dass Zahlungs-Apps und Fintech-Unternehmen Transaktionen über Bankpartner abwickeln müssen.

Das Modell der „schlanken“ Masterkonten

Das vorgeschlagene Modell der „schlanken“ Masterkonten würde bestimmten bundesstaatlich lizenzierten Stablecoin-Emittenten eine eingeschränkte Form des direkten Zugangs zu den Fed-Zahlungsrails gewähren. Diese Konten wären enger gefasst als traditionelle Masterkonten und würden keine vollständigen Bankprivilegien beinhalten. Der Vorschlag würde es berechtigten Zahlungs-Stablecoin-Emittenten ermöglichen, Dollar direkter über Systeme wie FedNow und Fedwire abzurechnen.

Befürworter argumentieren, dass dies die Abhängigkeit von Sponsorbanken verringern und die Abwicklungsketten zwischen Stablecoin-Netzwerken und Bankkonten verkürzen könnte.

Einschränkungen und Vorteile für Stablecoin-Emittenten

Es wird erwartet, dass die Konten bestimmten Einschränkungen unterliegen. Sie würden keine Zinsen erwirtschaften, Überziehungen erlauben oder Zugang zu Notfallkrediten über das Discount-Fenster der Fed bieten. Für Stablecoin-Emittenten könnte der direkte Zugang zur Abrechnung bei der Zentralbank das operationale Risiko im Zusammenhang mit den Reserven von Geschäftsbanken verringern und die Einlösung sowie die Bewegung zwischen Stablecoins und Bankkonten beschleunigen.

Politische Diskussion und GENIUS-Gesetz

Die politische Diskussion entwickelt sich parallel zum GENIUS-Gesetz, das einen bundesstaatlichen Rahmen für Zahlungs-Stablecoins geschaffen hat. Dieses Gesetz verlangt von den zugelassenen Emittenten, Eins-zu-eins-Reserven in hochwertigen liquiden Vermögenswerten zu halten und die Vorschriften zur Bekämpfung von Geldwäsche einzuhalten.

Birla betonte, dass Ripple’s RLUSD gut in die Richtung der politischen Debatte passt, da es über die regulierte Treuhandstruktur von Ripple in New York ausgegeben wird. Er erklärte, dass das Profil von RLUSD dem nahekommt, was ein Vorschlag für schlanke Masterkonten möglicherweise in Betracht ziehen könnte.

Entwicklung von RLUSD

Seit seiner Einführung im Dezember 2024 hat sich RLUSD schnell entwickelt, wobei die Marktkapitalisierung auf etwa 1,6 Milliarden Dollar zusteuert. Der Stablecoin wurde in Handels-, Abrechnungs- und Tokenisierungsanwendungen integriert. Wie kürzlich berichtet, hat Ripple RLUSD für institutionelle Abrechnungen, Handel und tokenisierte Vermögensmärkte positioniert.

Der Stablecoin ist auf OKX über mehr als 280 Spot-Handelspaare verfügbar und kann in ausgewählten Handels- und Sicherheiten-Workflows verwendet werden.

Integration und zukünftige Perspektiven

RLUSD wird auch in Tokenisierungs- und Abrechnungseinstellungen verwendet. Der Stablecoin wurde mit Securitize für BlackRocks BUIDL-tokenisierten Fonds integriert, was es Investoren ermöglicht, Fondsanteile gegen RLUSD on-chain einzutauschen. Birla erklärte, dass, falls RLUSD für den zukünftigen Zugang zur Fed qualifiziert, die Dollar-Abrechnung weiterhin bei der Federal Reserve stattfinden würde. XRP könnte jedoch als Bewegungsschiene für den Dollarwert innerhalb des breiteren Zahlungssystems fungieren.

Folglich würde der Ripple-Stablecoin RLUSD den Dollar-Stablecoin repräsentieren, während XRP die Transferaktivitäten über Blockchain-Schienen unterstützen könnte, insbesondere dort, wo schnelle Bewegungen und Liquidität erforderlich sind.

Regulatorische Bemühungen von Ripple

Ripple hat auch Schritte unternommen, um seine Operationen mit den regulatorischen Erwartungen in Einklang zu bringen. Das Unternehmen erhielt eine bedingte Genehmigung für eine nationale Treuhandbank-Lizenz und hat einen Antrag auf Zugang zu Federal Reserve-Konten über verbundene Unternehmen gestellt. Diese Bemühungen sind Teil einer umfassenderen Strategie, um seine Infrastruktur innerhalb regulierter Finanzsysteme zu positionieren.

Zusammenarbeit mit anderen Unternehmen

Gleichzeitig haben Mastercard, Ripple, WebBank und Gemini an einem Pilotprojekt gearbeitet, um die Flüsse der Gemini-Kreditkarte in RLUSD auf dem XRP-Ledger abzuwickeln. Mastercard-Führungskräfte haben Stablecoins als eine weitere Abrechnungswährung innerhalb globaler Zahlungsnetzwerke beschrieben.

Das mögliche Fed-Kontenmodell könnte auch Anbieter geschlossener Wallets wie PayPal betreffen. Wenn Stablecoin-Emittenten direkten Zugang zur Fed-Abrechnung erhalten, könnten offene digitale Dollar-Netzwerke direkter mit app-basierten Zahlungssystemen konkurrieren, die auf internen Salden und Bankintermediären basieren.

Fazit

Der politische Weg bleibt jedoch unvollständig. Stablecoin-Emittenten müssten weiterhin die Anforderungen an die bundesstaatliche Lizenzierung, Reserven, Compliance und Aufsicht erfüllen, bevor sie direkten Zugang zu Fed-Konten erhalten.

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