Partnerschaft zwischen Shinhan Card und Solana Foundation
Shinhan Card hat eine Partnerschaft mit der Solana Foundation geschlossen, um stabilecoinbasierte Zahlungssysteme auf Blockchain-Infrastruktur zu entwickeln und zu testen. Laut einer Pressemitteilung von Shinhan Card hat das Unternehmen in diesem Jahr mit einem fortgeschrittenen Proof-of-Concept begonnen, um reale Zahlungsinteraktionen zwischen Kunden und Händlern mithilfe von Solanas Testnetz zu simulieren.
Test und Ziele
Der Test konzentriert sich darauf, wie Stablecoin-Transaktionen in alltäglichen Einzelhandelsumgebungen funktionieren können, während die Systemleistung unter praktischen Bedingungen bewertet wird.
„Aufbauend auf Solana planen wir, die praktische Anwendbarkeit der Blockchain-Technologie genau zu untersuchen und proaktiv neue Finanzmodelle zu erkunden“, sagte Kim Young-il, Executive Vice President von Shinhan Card.
Er skizzierte den Plan des Unternehmens, zu bewerten, wie verteilte Ledger-Systeme zukünftige Zahlungsrahmen unterstützen können. Ein zentraler Bestandteil des Tests besteht darin, die Sicherheit und Stabilität von nicht verwahrten Wallets zu überprüfen, die Shinhan Card als Voraussetzung für die Skalierung blockchainbasierter Zahlungen in seinem Netzwerk bewertet.
Hybride Finanzstrukturen und DeFi
Das Unternehmen erklärte in seiner Mitteilung, dass es auch hybride Finanzstrukturen erkundet, die Elemente traditioneller Finanzsysteme mit Protokollen der dezentralen Finanzen kombinieren. Shinhan Card gab an, dass es plant, eine eigene DeFi-Serviceumgebung unter Verwendung von Oracle-Technologie zu entwickeln, um reale Transaktionsdaten mit Blockchain-Systemen zu verbinden.
Das Unternehmen wies darauf hin, dass dieses Setup die Ausführung von Smart Contracts unterstützen würde, während die betriebliche Stabilität durch Überwachungs- und Governance-Mechanismen aufrechterhalten wird.
Regulatorische Entwicklungen in Südkorea
Die Firma wird die Ergebnisse des Pilotprojekts im Einklang mit den regulatorischen Entwicklungen in Südkorea und der Asien-Pazifik-Region bewerten. Südkoreanische Gesetzgeber arbeiten derzeit am Digital Asset Basic Act, einem umfassenden regulatorischen Rahmen, der voraussichtlich noch in diesem Jahr abgeschlossen wird.
Die Aktivitäten im Finanzsektor des Landes haben sich vor der Gesetzgebung erhöht. KBank, die mit der Krypto-Börse Upbit zusammenarbeitet, hat eine Kooperation mit Ripple angekündigt, um blockchainbasierte grenzüberschreitende Überweisungen zu testen.
Öffentliche Finanzen und Blockchain-Tests
Von der Regierung geführte Blockchain-Tests haben sich auch auf die öffentlichen Finanzen ausgeweitet. Das Ministerium für Wirtschaft und Finanzen hat ein regulatorisches Sandbox-Projekt ausgewählt, das tokenisierte Einlagen verwendet, um die Staatsausgaben zu verwalten, mit einer Einführung, die für das vierte Quartal 2026 geplant ist.
Laut dem Ministerium wird das System zunächst in der Stadt Sejong eingeführt, wo blockchainbasierte Einlagen die von der Regierung ausgegebenen Karten für offizielle Ausgaben ersetzen werden. Der Rahmen ermöglicht es den Behörden, Ausgabebedingungen wie Zeitlimits und Nutzungskategorien im Voraus festzulegen, was die Aufsicht im Vergleich zur Nachtransaktionsberichterstattung verbessert.
Das Ministerium bestätigte, dass neun Banken, darunter Shinhan, an der Initiative teilnehmen, um tokenisierte Einlagen auszugeben und zu verwalten, und das digitale Budget- und Rechnungswesen der Regierung mit Blockchain-Aufzeichnungen zu verknüpfen. Beamte sagten, dass der Test voraussichtlich den Missbrauch von Mitteln reduzieren und die Abwicklungszeiten verkürzen wird, während die Stabilität durch die Beibehaltung der Einlagen im traditionellen Bankensystem gewahrt bleibt.