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Spanien beschlagnahmt 400.000 € in Kryptowährung, versteckt in einem Wandthermometer, bei Razzia gegen Manga-Piraterie

vor 3 Stunden
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Schließung eines Manga-Piraterie-Zentrums in Spanien

Die spanische Polizei hat ein seit einem Jahrzehnt bestehendes Zentrum für Manga-Piraterie geschlossen, drei Personen in Almería festgenommen und 400.000 € in Kryptowährung beschlagnahmt, die in einem wandmontierten Thermometer versteckt waren.

Details der Operation

Die Nationalpolizei Spaniens hat eine seit 2014 betriebene Online-Plattform für Manga-Piraterie stillgelegt, die sie als die größte spanischsprachige Plattform ihrer Art bezeichnet. Bei der Festnahme der drei Verdächtigen in der südlichen Stadt Almería wurde Kryptowährung beschlagnahmt, die in versteckten Kalt-Wallets gespeichert war.

Laut einer Polizeimeldung bot die Seite kostenlosen Zugang zu einem umfangreichen Katalog urheberrechtlich geschützter Comics und generierte Millionen von Euro an Werbeeinnahmen. Die Ermittler geben an, dass die Plattform in den letzten zehn Jahren mehr als 4 Millionen Euro – etwa 4,3 bis 4,7 Millionen Dollar – durch aggressive Pop-up-Werbung verdient hat, einschließlich pornografischer Werbung, die oft einem Publikum gezeigt wurde, das häufig Minderjährige umfasste.

„Die Seite wurde als der Hauptreferenzpunkt für Manga-Piraterie im spanischen Raum bezeichnet, zog Millionen von monatlichen Besuchen an und fügte den Rechteinhabern, Verlegern, Übersetzern und der breiteren Kulturindustrie ernsthaften Schaden zu.“

Technische Entdeckungen und Taktiken

Während einer Razzia in einer Wohnung in Almería entdeckten die Beamten eine komplexe technische Einrichtung, die verwendet wurde, um die Piraterie-Plattform online zu halten und ihren Verkehr zu monetarisieren. In einem der ungewöhnlicheren Details der Operation fanden die Polizisten zwei USB-Geräte, die in einem wandmontierten Thermometer versteckt waren; diese Laufwerke enthielten Kalt-Wallets mit mehr als 400.000 Euro – rund 467.000 Dollar – an digitalen Vermögenswerten.

Da die Wallets offline waren, konnten sie nicht aus der Ferne zugegriffen oder über eine Börse eingefroren werden. Diese Taktik wird von den Behörden als zunehmend verbreitet unter Cyberkriminalitäts- und Piraterienetzwerken angesehen, die ihre Einnahmen außerhalb der Reichweite konventioneller Beschlagnahmungen halten wollen.

Ermittlungen und rechtliche Konsequenzen

Die Polizei hat noch nicht bekannt gegeben, ob sie die privaten Schlüssel erhalten oder den Zugang zu den Mitteln bestätigt hat, die sich während des Verfahrens weiterhin im Gewahrsam der Ermittler befinden. Die Untersuchung begann im Juni 2025, nachdem die Behörden eine Plattform identifiziert hatten, die unbefugten Zugang zu Manga in großem Maßstab bot, was zu einer Ermittlung führte, die schließlich die Operation nach Almería zurückverfolgte.

Neben der Hauptdomain schlossen die Beamten auch eine zweite Website, die der mutmaßliche Drahtzieher vorzubereiten versuchte, um das Publikum und den Einnahmestrom am Leben zu halten, falls die ursprüngliche Seite offline genommen werden sollte.

Alle drei Verdächtigen wurden den Justizbehörden übergeben und verdächtigt, fortgesetzte Verstöße gegen das geistige Eigentum begangen zu haben, mit möglichen zusätzlichen Anklagen im Zusammenhang mit Geldwäsche und Steuerhinterziehung, abhängig davon, wie die Krypto-Bestände und Werbeeinnahmen dokumentiert sind.

Fazit

Der Fall verdeutlicht, wie traditionelle Medienpiraterie mit der auf Kryptowährung basierenden Finanzinfrastruktur konvergiert, was die Urheberrechts- und Cyberkriminalitätseinheiten zwingt, Kalt-Wallets und versteckte Hardware als routinemäßige Beweismittel neben Servern und Domains zu behandeln.