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Standard Chartered erhält MiCA-Pass: EU genehmigt 57 neue Krypto-Unternehmen

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Standard Chartered erhält MiCA-Pass

Standard Chartered hat einen MiCA-Pass erhalten, nachdem die Europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde (ESMA) 57 neu autorisierte Krypto-Unternehmen in ihr Register aufgenommen hat. Dies geschah im Anschluss an das Ende der Übergangsfrist der EU. Laut der ESMA listet das aktuelle Zwischenregister nun 300 autorisierte Krypto-Asset-Dienstleister, was einen Anstieg von 243 am 26. Juni darstellt. Diese Genehmigungen kamen im Vorfeld der Frist für Märkte in Krypto-Assets, die am 1. Juli endete.

Neuzugänge im Krypto-Sektor

Die aktualisierte Liste umfasst große Banken, institutionelle Handelsunternehmen und digitale Vermögensgesellschaften, die nun regulierte Dienstleistungen in der gesamten Europäischen Union unter einer einzigen Genehmigung anbieten können.

Zu den bedeutendsten Neuzugängen gehört Standard Chartered, das am 25. Juni die MiCA-Genehmigung von der luxemburgischen Finanzaufsichtsbehörde, der Commission de Surveillance du Secteur Financier (CSSF), erhalten hat. Die Bank erhielt zudem eine Lizenz als elektronisches Geldinstitut, die es ihr ermöglicht, das Passsystem von MiCA zu nutzen, um Krypto-Dienstleistungen in allen 27 EU-Mitgliedstaaten anzubieten, ohne in jedem Land separate Genehmigungen einholen zu müssen.

Auch die institutionelle Krypto-Handelsfirma FalconX trat dem Register bei, nachdem sie kurz vor der Frist am 1. Juli die Genehmigung von der maltesischen Finanzaufsichtsbehörde erhalten hatte. Die neueste Aktualisierung von ESMA umfasst außerdem die digitale Vermögensbank Sygnum Europe, Ronin EM und CACEIS, das Asset-Servicing-Geschäft von Crédit Agricole und Santander.

Separat berichtete crypto.news kürzlich, dass CACEIS in exklusiven Gesprächen ist, um die französische Krypto-Investitionsplattform Meria zu erwerben.

Dieser Deal würde ein Einzelhandels-Krypto-Geschäft mit etwa 150.000 Nutzern und rund 350 Millionen Euro verwalteten Vermögenswerte hinzufügen. Die Gespräche folgten auf Merias eigener MiCA CASP-Genehmigung in Frankreich.

Regulatorische Entwicklungen und Auswirkungen

Die jüngsten Genehmigungen erstreckten sich auch über traditionelle Finanzinstitute hinaus. Wie crypto.news zuvor berichtete, sicherte sich die von Stripe betriebene Bridge sowohl die MiCA CASP-Genehmigung als auch eine Lizenz als elektronisches Geldinstitut in Luxemburg, was es dem Unternehmen ermöglicht, regulierte Krypto-Dienstleistungen in der gesamten Europäischen Union unter demselben Passsystem anzubieten.

Der Anstieg der Genehmigungen folgte dem Ende der Übergangsfrist von MiCA am 1. Juli 2026. Während dieser Gnadenfrist konnten Krypto-Unternehmen, die bereits in einzelnen EU-Ländern tätig waren, weiterhin Kunden bedienen, während sie die vollständige Genehmigung beantragten. Mit dem Abschluss des Übergangs müssen Unternehmen, die keine MiCA-Lizenz erhalten haben, die Akquise neuer Kunden einstellen und beginnen, regulierte Operationen innerhalb des Blocks abzuwickeln.

Das aktualisierte Register von ESMA bietet öffentliche Bestätigung darüber, welche Anbieter den Genehmigungsprozess abgeschlossen haben. MiCA etabliert einen einheitlichen regulatorischen Rahmen, der Krypto-Börsen, Verwahrstellen, Portfoliomanager und Krypto-Asset-Emittenten in der gesamten Europäischen Union abdeckt.

Nach den Passregelungen gewährt die Genehmigung eines nationalen Regulators, wie der CSSF in Luxemburg oder der MFSA in Malta, den Unternehmen Zugang zu Kunden im gesamten Block.

Das neue regulatorische Umfeld hat bereits sichtbare Marktveränderungen hervorgebracht. Wie crypto.news berichtete, hat Tether’s 186 Milliarden USDT nach der Frist am 1. Juli keinen MiCA-konformen Weg mehr, um an regulierten EU-Börsen zu bleiben. Folglich haben MiCA-autorisierte Börsen wie Coinbase, Kraken und Crypto.com den Handel mit USDT für europäische Nutzer eingestellt, was das Ende der Präsenz des Stablecoins auf regulierten Orderbüchern bedeutet, obwohl er nach Marktkapitalisierung weiterhin der größte Stablecoin der Welt bleibt.

Für institutionelle Investoren und Vermögensverwalter bietet das wachsende Register von ESMA nun einen verifizierten Referenzpunkt zur Identifizierung regulierter Gegenparteien, die unter dem einheitlichen Krypto-Rahmen der Europäischen Union tätig sind, während das Passsystem weiterhin die Notwendigkeit verringert, dass Unternehmen separate Lizenzen in jedem Mitgliedstaat sichern müssen.

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