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BitMEX ersetzt CEO und Top-Führungskräfte im Rahmen einer umfassenden Umstrukturierung

vor 2 Stunden
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Führungswechsel bei BitMEX

BitMEX hat seinen Geschäftsführer sowie zwei weitere leitende Angestellte abgelöst, während die Kryptowährungs-Derivatebörse weiterhin versucht, ihr Geschäft neu zu organisieren, während Berichte über einen möglichen Verkauf anhalten. Laut einem Bericht von Coindesk wurden Geschäftsführer Stephan Lutz, Finanzvorstand Ina Steiner und Wachstumschef Raphael Polansky aus ihren Positionen entfernt. Aktuelle Updates auf LinkedIn identifizieren den ehemaligen globalen Rechtsberater und Chief Operating Officer Peter Wilkinson als neuen Geschäftsführer der Börse.

Hintergrund und frühere Herausforderungen

BitMEX wurde 2014 von Arthur Hayes, Ben Delo und Samuel Reed gegründet. Die drei Mitbegründer traten 2020 von der Geschäftsführung zurück, nachdem US-Behörden strafrechtliche Anklagen erhoben hatten, die behaupteten, die Börse habe es versäumt, angemessene Maßnahmen zur Bekämpfung von Geldwäsche zu implementieren. BitMEX bekannte sich später schuldig zu diesen Anklagen. Alexander Hoeptner übernahm Anfang 2021 die Geschäftsführung, nachdem die Gründer zurückgetreten waren. Lutz folgte Hoeptner 2022 während des vorherigen Rückgangs des Kryptowährungsmarktes.

Strategische Neuausrichtung

Die jüngste Führungsüberholung könnte BitMEX dabei helfen, Betriebskosten zu senken und seine Attraktivität für potenzielle Käufer zu steigern. Wie zuvor von crypto.news berichtet, sucht die Börse aktiv nach einem Käufer.

Branchenweite Trends

BitMEX ist nicht das einzige Unternehmen im Bereich digitaler Vermögenswerte, das während eines anhaltenden Drucks im Krypto-Sektor leitende Positionen abbaut. Robinhood gab Anfang dieses Monats bekannt, dass es etwa 290 Stellen, oder rund 10 % seiner Vollzeitbeschäftigten, im Rahmen eines Plans zur Vereinfachung seiner Managementstruktur abbauen wird. Geschäftsführer Vlad Tenev teilte den Mitarbeitern mit, dass das Unternehmen die Managementebenen reduzieren wolle, während es strategische Einstellungen für Schlüsselpositionen beibehalten möchte.

Robinhood erwartet, im zweiten Quartal etwa 28 Millionen Dollar an Umstrukturierungskosten zu verbuchen, darunter etwa 20 Millionen Dollar für Abfindungen und Mitarbeiterleistungen sowie etwa 8 Millionen Dollar für aktienbasierte Vergütungsaufwendungen. Die Online-Brokerage berichtete zudem von Rekordhandelsvolumina im Juni in den Bereichen Aktien, Optionen und Prognosemärkte, nachdem die Einnahmen aus dem Krypto-Handel im ersten Quartal im Vergleich zum Vorjahr um 47 % auf 134 Millionen Dollar gefallen waren.

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