Treffen zwischen der SEC und südkoreanischen Beamten
Am Dienstag empfing die US-amerikanische Securities and Exchange Commission (SEC) eine Delegation südkoreanischer Beamter und Stakeholder aus dem Bereich digitaler Vermögenswerte. Ziel des Treffens war es, die regulatorischen Lücken zwischen Washington und Seoul zu schließen. Die Koalition, die mit einem der aktivsten digitalen Märkte Asiens verbunden ist, erörterte Themen wie die Regulierung von Stablecoins, tokenisierten Wertpapieren und die grenzüberschreitende Zusammenarbeit mit der Krypto-Arbeitsgruppe der SEC. Dies geht aus einem von der Kommission veröffentlichten Memorandum und einer Besprechungsübersicht hervor.
Regulatorische Auswirkungen auf Südkorea
Entscheidungen, die von US-Regulierungsbehörden und Gesetzgebern getroffen werden, könnten neue Regeln in Südkorea prägen, da das Land daran arbeitet, eine umfassende Regulierung für digitale Vermögenswerte zu etablieren. In der Besprechungsübersicht wird darauf hingewiesen:
„Unnötige Divergenzen zwischen wichtigen Jurisdiktionen könnten Unsicherheit schaffen.“
Südkorea ist ein bedeutender Markt für digitale Vermögenswerte in Asien, mit aktiver Teilnahme von Privatanlegern, wachsendem institutionellen Interesse und einem anhaltenden politischen Diskurs.
Globale Marktteilnehmer und regulatorische Klarheit
Das Treffen verdeutlicht, wie sehr globale Marktteilnehmer auf die regulatorische Klarheit der USA angewiesen sind, um internationale Rahmenbedingungen zu gestalten und verschiedene Märkte in Einklang zu bringen. Während Wall Street eifrig daran arbeitet, digitale Vermögenswerte in das traditionelle Finanzsystem zu integrieren, hat die in den USA diskutierte Gesetzgebung eine Kluft geschaffen. Einige Gesetzgeber argumentieren, dass der CLARITY Act Amerika zu einem globalen Führer in der Krypto-Regulierung machen könnte, während andere Bedenken äußern, dass die Verabschiedung des Gesetzes die Geldwäsche-Schutzmaßnahmen weltweit lockern könnte.
Diskussion über Krypto-Vermögenswerte und Handelsplattformen
Besonders bemerkenswert war die Diskussion über die Verwahrung von Krypto-Vermögenswerten, die nach einem hochkarätigen Vorfall zu Beginn des Jahres stattfand. Damals hatte die nationale Steuerbehörde Südkoreas Seed-Phrasen veröffentlicht, die es ermöglichten, beschlagnahmte Wallets zu entsperren. Obwohl in diesem Zusammenhang 4,8 Millionen Dollar in Krypto schnell gestohlen wurden, konnten die Mittel später zurückgegeben werden. Im selben Monat begannen südkoreanische Regulierungsbehörden, die Krypto-Börse Bithumb zu untersuchen, nachdem das Unternehmen versehentlich Nutzern 43 Milliarden Dollar in Bitcoin gutgeschrieben hatte. Bithumb bot an, die Nutzer für den Fehler zu entschädigen, der den Bitcoin-Preis an der Börse vorübergehend zum Absturz brachte.
Die Diskussion um die Regulierung von Krypto-Handelsplattformen war ebenfalls ein zentrales Thema. Anfang dieses Monats wurde der CEO von Bithumb, Lee Jae-won, von den Strafverfolgungsbehörden in Südkorea als Bestechungsverdächtiger festgenommen, weil er angeblich Verwandte eines Gesetzgebers eingestellt hatte. Der Hauptsitz der Börse wurde durchsucht.
Klassifizierungsstandards für digitale Vermögenswerte
In Washington signalisierten die südkoreanischen Delegierten, dass sie besonders daran interessiert sind, Klassifizierungsstandards für digitale Vermögenswerte zu entwickeln. Sie erinnerten an die Herausforderungen, mit denen die Krypto-Industrie in der Biden-Ära konfrontiert ist, insbesondere in Bezug auf die Frage, ob Token als Wertpapiere klassifiziert werden sollten. Gleichzeitig diskutierte die Gruppe, wie südkoreanische Regeln angepasst werden könnten, um digitale Darstellungen von realen Vermögenswerten wie Aktien und Anleihen zu unterstützen. Zu Beginn dieses Jahres hatte die SEC eine Ausnahme für tokenisierte Vermögenswerte aufgrund von Bedenken hinsichtlich Dritter verzögert.
Beliebtheit von Krypto in Südkorea
In Südkorea ist Krypto äußerst beliebt geworden. Eine Umfrage, die von lokalen Regulierungsbehörden im März veröffentlicht wurde, ergab, dass 11,13 Millionen Nutzer bei regulierten Stellen registriert sind, was etwa 20 % der Bevölkerung des Landes entspricht.