Thailand vereinfacht Zugang zu Krypto-Derivaten
Thailand möchte den Zugang zu Krypto-Derivaten vereinfachen, indem es Unternehmen erlaubt, unter einer einzigen lizenzierten Einheit zu operieren. Laut der thailändischen Securities and Exchange Commission (SEC) wurde eine neue öffentliche Konsultation zu Regeln eröffnet, die lizenzierten digitalen Vermögensunternehmen die Beantragung von Derivatlizenzen ermöglichen, ohne separate Unternehmensstrukturen schaffen zu müssen.
Aktuelle Herausforderungen und geplante Änderungen
Die aktuellen Anforderungen zwingen Unternehmen dazu, separate Einheiten für Derivateaktivitäten einzurichten, was die Kosten erhöht und die Expansion für Marktteilnehmer verlangsamt hat. Das Entfernen dieser Hürde würde es Krypto-Unternehmen ermöglichen, ihre Angebote direkter zu erweitern, während sie unter einem regulatorischen Dach bleiben.
Aufsichtsbedingungen, die mit Konfliktmanagement und internen Kontrollen verbunden sind, wurden in den Vorschlag integriert, um sicherzustellen, dass der erweiterte Zugang die Aufsicht nicht schwächt. Die diskutierten Änderungen bauen auf früheren rechtlichen Aktualisierungen auf, die bereits Krypto-Vermögenswerte in den Derivate-Rahmen Thailands integriert haben.
Regulatorische Entwicklungen
Die vom Kabinett genehmigten Änderungen des Derivategesetzes im Februar haben digitale Vermögenswerte formal als geeignete Basisinstrumente für Futures-Kontrakte anerkannt, was den Weg für Börsen und Clearing-Systeme ebnete, um Krypto-gebundene Produkte in einem regulierten Umfeld anzubieten.
Innerhalb der sich entwickelnden Marktstruktur Thailands ist die Erleichterung der Lizenzanforderungen eng mit den Bemühungen verbunden, die Teilnahme an Derivaten zu vertiefen. Die Regulierungsbehörden haben diesen Schritt als Möglichkeit dargestellt, den Investoren mehr Werkzeuge für Hedging und Portfolio-Positionierung zu bieten und gleichzeitig lokale Praktiken mit etablierten globalen Standards in Einklang zu bringen.
Öffentliches Feedback und zukünftige Schritte
Öffentliches Feedback zu dem Vorschlag wird bis zum 20. Mai angenommen, danach wird erwartet, dass der Regulierer den Rahmen basierend auf den Rückmeldungen der Branche verfeinert.
„Wir stärken den Status von Krypto als Anlageklasse und erweitern die Investitionsmöglichkeiten“,
sagte der Generalsekretär der SEC, Pornanong Budsaratragoon.
Internationale Entwicklungen im Krypto-Derivate-Markt
Außerhalb Thailands haben Börsen weiterhin den Zugang zu Krypto-Derivaten ausgeweitet, da die Nachfrage nach gehebeltem Handel wächst. Blockchain.com hat kürzlich den Handel mit perpetual futures in seiner Selbstverwahrungs-Wallet eingeführt, was es Nutzern ermöglicht, gehebelte Positionen mit Bitcoin als Sicherheit einzunehmen, ohne Gelder auf zentralisierte Plattformen zu transferieren.
Der Zugang erstreckt sich über mehr als 190 Märkte, wobei die Hebelwirkung bis zu 40x über die Infrastruktur von Hyperliquid reicht. Kraken und Coinbase haben ebenfalls in eine ähnliche Richtung gearbeitet und in diesem Jahr perpetual futures, die an Aktien gebunden sind, für Nutzer außerhalb der USA eingeführt.
Regulatorische Signale in den USA
Kontinuierliche Handelsmodelle, die Krypto und traditionelle Vermögenswerte kombinieren, gewinnen in mehreren Jurisdiktionen an Bedeutung. In den Vereinigten Staaten haben regulatorische Signale auf mögliche Fortschritte hingewiesen. Michael Selig, ein Beamter der Commodity Futures Trading Commission, sagte im März, dass an der Ermöglichung von Krypto-perpetual futures gearbeitet wird, und bemerkte, dass Maßnahmen „innerhalb des nächsten Monats oder so“ ergriffen werden könnten.
Die Positionierung vor dieser potenziellen Genehmigung ist bereits sichtbar. Payward, die Muttergesellschaft von Kraken, hat zugestimmt, Bitnomial, eine regulierte Derivateplattform in den USA, zu erwerben, mit dem Ziel, den Zugang zu Produkten wie perpetual futures für inländische Händler zu erweitern.